In der Forschung lassen sich neue Verknüpfungen im Rahmen der Forschungsoder
Förderungsschwerpunkte erkennen. Schon seit Jahren besteht der Schwerpunkt
"Umweltüberwachung, -planung und -forschung", der in erster Linie von
der Fachrichtung Biogeographie gestaltet wird. Hier werden die aktuellen
Probleme der vielfältigen Umweltbelastungen auch im Rahmen von Drittmitteln
angegangen. Die Fachrichtung Geographie ist mit ihren Projekten in einem von
der Philosophischen Fakultät neu eingerichteten Schwervunkt "Probleme von
Grenzregionen und Interferenzräumen (der Saar-Lor-Lux-Raum als Paradigma)"
engagiert. Kontakte mit den Universitäten der Nachbarländer fördern die
Intentionen. Im Sommersemester 1984 hat sich der Fachbereich 6 entschlossen.
einen Schwerpunkt "Sozial- und umweltwissenschaftliche Systemforschung"
einzurichten, um - bei der gegebenen sachlichen Vielfalt - die methodischkonzeptionellen
Gemeinsamkeiten zu erforschen. Im Kern des geplanten Schwerpunktes
steht der allgemein-systemtheoretische Ansatz, wie er sich insbesondere
in den Human-, Sozial- und Umweltwissenschaften in den letzten Jahren
als fruchtbar erwiesen hat. Es erklärte sich spontan der größere Teil der
Kollegen aller Fachrichtungen zur Mitarbeit bereit, dadurch das Interesse
an dem gemeinsamen metatheoretischen Anliegen bekundend. In diesen Schwerpunkt
wird ein erheblicher Teil der traditionellen Forschungsaktivitäten
im Fachbereich eingehen, so im Bereich der Lernforschung, der Behindertenpädagogik,
der Vergleichenden Kulturforschung, der Sprachpsychologie, der
Religionssoziologie, der Theoretischen Geographie usw. In diesen Sachgebieten
sind bereits von verschiedenen Kollegen in erheblichem Umfang Drittmittel
eingeworben worden.
Daß die Forschungen im Rahmen dieses Schwerpunktes vielerlei Berührungspunkte
mit dem Forschungsschwerpunkt Umweltüberwachung, -planung und -forschung
besitzen, wurde vor allem in der vom Fachbereich im Sommersemester
1984 gestalteten Ringvorlesung der Philosophischen Fakultät demonstriert.
Diese Vorlesung "Mensch und Umwelt" machte das gemeinsame Anliegen des Fachbereichs
Sozial- und Umweltwissenschaften auch auf der Forschungsebene in
der Öffentlichkeit sichtbar.