Und ich hoffe, daß die Erstsemester bald den Weg von der Bibliothek
zur Mensa, von Hörsaal zu Hörsaal und abends ins "Canossa" finden werden
und daß unsere heutige Semestereröffnungs-F@&te ein wenig dazu beiträgt,
Lehrende und Lernende miteinander bekannt zu machen. Ich hoffe, daß alle
Erstsemester in einem Jahr, wenn wir uns wieder hier versammeln, längst
gut in diese Universität integriert sind. Und das heißt, aktiv mitwirken
am Leben und Geist unserer Hochschule und - in diesen Jahren, in denen
uns mehr Probleme bedrängen, als Antworten zu Gebote stehen, - die Alternative
der gemeinschaftsbildenden Bemühungen wählen und nicht die Wege
der Resignation. Denn Resignation kann doch nicht die Haltung der Jugend
sein!
Erfreulich gut integriert haben sich inzwischen viele Seniorenstudenten,
die auf 242 Gasthörer und 61 Vollstudierende angewachsen sind, so daß
wir mit Selbstverständlichkeit von einem Studium in der dritten Lebensphase
sprechen können. Es erscheint klar, daß die in Veränderung begriffenen
Lebensweisen und Verhältnisse zur Lebensarbeit in unserem Gemeinwesen
diesem "Studium des dritten Lebensalters" zunehmende Bedeutung
verleihen werden. Lassen Sie mich nur eine Stimme zitieren: Eine ehemalige
Steuerberaterin und Diplomkauffrau schrieb, "daß diese geistige Beschäftigung
mir gerade zu Beginn des Ruhestandes unerläßlich war und mir laufend
neue Impulse gegeben hat. Unseren jungen Kommilitoninnen und Kommilitonen
möchte ich ein herzliches Dankeschön zurufen für die liebenswerte Toleranz,
mit der sie uns Senioren akzeptieren".
Natürlich sind bei der Größenordnung unserer universitären Kleinstadt
auch menschlich-allzumenschliche Reibungen und Mißhelligkeiten zu
erwarten. Deshalb hatte ich im Vorjahr darum gebeten, daß man persönlich
reklamieren möchte und vermeintliches Unrecht nicht hinnehmen solle.
Nur vereinzelte Beschwerden sind mir zugegangen, und weil ich bisher
überzeugt bin, daß sie n ich t symptomatisch sind, will ich zitieren‘
So schrieb eine Studentin, man habe ja schon in verschiedenen Veröffentlichungen
lesen können, daß Studentinnen und Studenten der Universität
des Saarlandes mit der Verwaltung besonders schlechte Erfahrungen machten
Dabei scheine das Studentensekretariat eine Vorreiterrolle einnehmen zu