im Beruf stehenden Ratsuchenden sogar auf 4 % angestiegen; bei den einen
sind es vor allem die mit dem Übergang in den Beruf auftretenden Probleme
(z.B. Fragen zu Zweitstudium, Aufbaustudium, Ergänzungsprüfungen), die
die "fertigen" Studenten noch in die Beratungsstelle kommen lassen; bei
den anderen, vor allem Senioren, ist es mehrheitlich das Interesse an bisher
nicht genutzten Möglichkeiten des Studienangebots der Universität
‘Seniorenstudium, vgl. Seite 31).
Abgesehen von der sich verschärfenden Situation auf dem Arbeitsmarkt, die
sich eben besonders spürbar bei den Hochschulabsolventen niederschlägt,
haben sich auch in der Gesamtskala der Beratungsthemen Verschiebungen ergeben:
Die Problematik der Arbeitsmarktsituäation scheint sich allmählich
ins Studium vorzuverlagern., .Die Fragen aer Ratsuchenden beziehen sich inzwischen
viel weniger auf allgemeine berufliche Möglichkeiten und Aussichten
(weshalb wohl auch die Thematik "Berufsmöglichkeiten /-aussichten" gegenüber
dem Vorjahr in der Rangfolge abgerutscht ist), sondern schlagen
sich deutlich bereits in der Anlage des Studiums nieder - zumindest in den
Versuchen, das eigene Studium arbeitsmarktattraktiver zu gestalten: Dies
manifestiert sich z.B. in zunehmenden Überlegungen zur möglichen
Kombination von Fächern (beispielsweise im Rahmen des Magisterstudiums),
jbrigens dem einzigen Beratungsthema, das einen markanten Anstieg an Beratungsnachfrage
verzeichnet. Einen bemerkenswerten quantitativen Rückgang
verzeichnen die Problemthemen Fachwechsel (von 16 % auf 11 %) und Langzeitstudium
(von 12 % auf 2%) in der Beratung.
Im übrigen liegen Unsicherheiten hinsichtlich des Studienaufbaus (70 %)
und der Zulassung zum Studium (56 %) weiterhin "unangefochten" an der Spitze
der Beratungsthemen. Einen Gesamtüberblick über das Spektrum der häufigeren
Beratunagsthemen vermittelt Tabelle 12c.
Die Rangfolge der Fächernachfrage in der Beratung ist dadurch gekennzeichnet,
daß Rechtswissenschaft (568 Beratungen“ 14% Anteil an der Gesamtzahl der Beratungen)
und Medizin (341 B.—& 8%) weiterhin vorn liegen, während die geisteswissenschaftlichen
Fächer im allg. einen (prozentualen) Rückgang zu verzeichnen
haben - mit Ausnahme der Romanistik (vor allem aufgrund des verstärkten Interesses
für Spanisch: 290 B.v7%). Im Übrigen unterscheidet sich der Kanon der meistgefragten
Fächer von demjenigen des Vorjahres in zwei markanten Punkten:
- das unverhältnismäßig starke Vorpreschen der Übersetzer- und Dolmetscherstudiengänge
(484 B-—12 %),