Haushaltsentwicklung
Die seit Jahren angestrebte Korrektur der Relation zwischen Personalund
Sachmitteln zugunsten der sächlichen Ausstattung konnte auch im
Haushaltsjahr 1982 nicht verwirklicht werden. Bei einer Steigerung
der Gesamtausgaben gegenüber 1981 von 4,9%, die sich auf die Personalausgaben
mit 3,6% und auf die Sachausgaben mit 10,9% verteilte,
hat sich dieses Verhältnis nur unwesentlich zugunsten der Sachausgaben
verändert. Ohne Berücksichtigung der Drittmittel ist dieses Verhältnis
gegenüber dem Vorjahr unverändert geblieben. Es muß deshalb
ein Ziel des zur Zeit in der Beratung befindlichen Universitätsentwicklungsplans
sein, dem überhöhten Anteil der Personalausgaben am
Gesamtetat der Universität (z.Zt. 84,1% ohne Berücksichtigung der
Drittmittel) zu verringern. Anzustreben ist eine Relation von Personal-
und Sachmitteln in Höhe von 75% zu 25%.
Die Steigerung der Personalausgaben beruht lediglich auf linearen
Erhöhungen: Zusätzliche Stellen wurden nicht bewilligt. Die Steigerung
der Sachausgaben resultiert ausnahmslos auf der Erhöhung des
Mittelansatzes der Titelgruppe 81 - Lehre und Forschung - um 500.000 DM
Die erwartete Steigerung der Sachausgaben im Bereich der Drittmittel
ist nicht eingetreten.
Die geringfügige Anhebung der Sachmittel hat auch in diesem Jahr die
kontinuierliche Literaturversorgung, die notwendige Unterhaltung der
Geräte und Reinvestitionen im Bereich der wissenschaftlichen Geräte
nicht zugelassen. Auch die Erhaltung der Bausubstanz konnte bei gleichbleibenden
Mitteln nicht im notwendigen Umfang in Angriff genommen werden.
In den nächsten sechs Jahren besteht ein jährlicher Mittelbedarf
für Ersatz von
- wissenschaftlichen Großgeräten mit einem Anschaffungspreis über
100.000 DM in Höhe von 1,6 Mio DM,
wissenschaftlichen Geräten mit einem Anschaffungspreis zwischen
20.000 DM und 100.000 DM in Höhe von 1,8 Mio DM.
Diese Reinvestitionen sind dringend erforderlich, wenn die Universität
ihre Aufgaben in Lehre und Forschung auch weiterhin erfüllen soll.
Ohne eine entsprechende Erhöhung können sie nicht finanziert werden.
Im Gegensatz zu der 1974 als Ausbauziel geplanten Gesamtstudentenzahl
in Höhe von 10.600 studieren inzwischen über 14.000 Studenten an
der Universität des Saarlandes. Ein Teil dieser Studenten kann bereits