Sicherlich werden die Zielvorstellungen des Zweiten Universitätsentwicklungsplans,
mit denen sich unser Senat abschließend am kommenden Mittwoch
„cfassen wird - ähnlich wie die des Ersten - von aktuellen Ereignissen
modifiziert werden. Die auf Qualität in Forschung und Lehre ausgerichteten
Leitlinien werden jedoch Bestand haben, denn ohne sie ist Universität
jedenfalls für mich - nicht denkbar.
Die Finanzsituation des Saarlandes bildet für die Landesuniversität den
Ausgangspunkt für jede Strukturplanung. Kulturpolitiker dieses Landes,
die in der Zukunft in der Universität spezifische Vorstellungen verwirklicht
sehen wollen, müssen erkennen - auch sie -, daß nur im Rahmen dieser
Ausgangslage Wunschvorstellungen noch diskutiert werden. Die Zahl von
Studienplätzen ist davon ebenso abhängig wie die Qualität der Forschunagseinrichtungen
und Wissenschaftler.
Schwerpunktbildungen, meine Damen und Herren, sind unvermeidbar, will man
Qualität erhalten. Deshalb werden im Zweiten Universitätsentwicklungsplan
die bereits 1979 vom Senat der Universität begründeten Forschungsschwerpunkte
weiter ausgebaut, ohne daß der Grundbestand an Fächern, die eine
Universität ausmachen, reduziert wird. Besondere Beachtung wird dem Ausbau
der Ingenieurwissenschaften geschenkt. Notwendige Professuren für
Energieversorgung, Rechenanlagen und Rechnernetze, Mikroelektronik und
Automatisierungstechnik müssen durch Umwidmungen, nicht durch zusätzliche
Stellen, geschaffen werden. Dagegen müssen die Stellen für wissenschaftliches
und technisches Personal nicht nur erhalten, sondern in Zukunft zwingend
verstärkt werden.
Im Bereich der Lehrerbildung (insbesondere Grund- und Hauptschule) sind
- und dazu muß man sich auch offen bekennen - einschneidende Veränderungen
unvermeidbar. Der Widerspruch zwischen Fachwissenschaft und Berufsbildung