Full text : 8.1980/81 (0008)

wird ja auch später verlangt, wenn man ein Studium erfolgreich durchführen
 will.

Prämisse 3: Die Personal- und Sachmittel der Universitäten stehen in
keinem sinnvollen Verhältnis zu den für 1983/84 zu erwartenden Studentenzahlen.
 Und diese sind mit dem bisherigen System der Studienplatzvergabe
 auch nicht mehr sinnvoll zu steuern. Malte Buschbeck hat
am 1. Oktober 1981 nach sorgfältiger Analyse den Schluß gezogen, daß
nichts zu der Annahme berechtigt, daß das heutige System der Bewirtschaftung
 von Studienplätzen die nächsten Jahre unversehrt überdauert.
Es bedarf keiner besonderen Rechenkunst, um zu erkennen, daß das Problem
des Numerus clausus sich bald dramatisch verschärfen wird. Da sind
auch Überlegungen wenig hilfreich, einen Teil der Schüler nicht unbe-Adingt
 auf das Gymnasium zu schicken, sondern ihnen ihren Fähigkeiten
gemäß eine andere Ausbildung anzubieten, die sie wahrscheinlich sogar
mehr befriedigen wird. Leider sind die Abiturienten von 1983 und 1984
längst auf der höheren Schule. Außerdem scheint es so, daß die verschärfte
 Lage im Hochschulbereich zusätzlich den Ehrgeiz anspornt, auf
jeden Fall ein Studium zu beginnen.

Prämisse 4: Trotz der Zunahme der Studentenzahlen müssen sich die Universitäten
 ein einschneidendes Sparprogramm gefallen lassen. Das Zusammentreffen
 dieser Entwicklungen kann nicht ohne Folgen bleiben. Ich sehe
nur zwei Möglichkeiten, das Problem zu lösen. Eine ganz und gar unakademische
 und eine andere, die ich für adäquat halte: Entweder wir bauen
die schreckliche Verteilerinstitution ZVS - Zentralstelle für die Vergabe
von Studienplätzen - weiter aus oder aber die Universitäten treffen die
Auswahl der Studienbewerber in eigener Verantwortung. Dies bedeutet vielleicht
 etwas mehr Aufwand, führt aber mit Sicherheit zu sachqgerechteren
Lösungen, die alle Beteiligten eher zufrieden stellen als das bisherige
Verfahren.

Lassen Sie mich jetzt noch zu dem zweiten Punkt unter dem Stichwort
"Professoren und Forschung" kommen.
Die von uns verlangte Einsparung im Universitätshaushalt von 2,3 Millionen
 DM im Jahre 1981 konnten wir nur dadurch überstehen, daß wir vakante
 Professuren, die allerdings an anderen Stellen fehlen, und die
Für die Heizung bestimmte Kohle in die Bresche werfen konnten.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.