SECHSTER JAHRESBERICHT AN DEN UNIVERSITÄTSRAT
- Mai 1978 bis April 1979 -
Die Verabschiedung des neuen Saarländischen Universitätsgesetzes (in Anpassung
an das Hochschulrahmengesetz), des Lehrerbildungs- und des PH-Aufl&-sungsgesetzes
(1978), der Wechsel im Präsidialamt, die weitere Erhöhung
der Studentenzahlen bei gleichbleibenden finanziellen und personellen Ressourcen
sowie die durch Bundesgesetz mitbedingten restriktiven Folgen für die
Berufungspolitik kennzeichneten und beeinflußten die Entwicklung unser Universität
im Berichtszeitraum.
Neu der Universität des Saarlandes übertragene Aufgaben (vu. a. im Bereich
der Lehrerbildung), das weitgehende Fehlen von Stellen für den wissenschaftlichen
Nachwuchs und die aufgezwungene Struktur- und Stellendiskussion im
Bereich der Professuren (Stellenkategorien) sind bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt
Kernthemen der zuständigen Gremien. Ku-Vermerke an C-4-Professuren
im Haushalt 1980 scheinen einen tiefgreifenden Wandel in der Landesauffassung
zur Berufungspolitik und zukünftigen Struktur der Universität anzuzeigen.
Die Rückgabe der Dienstherreneigenschaft führte zu einer spürbaren Verbesserung
des inneruniversitären Betriebsk! imas.
Erstmals hat die Universität die Bildung von Forschungsschwerpunkten beschlossen.
Die zunächst ausgewählten Forschungsschwerpunkte (Europa-Forschung;
Energie-, Werkstoff- und Rohstofforschung; Gesundheitsfürsorge und -forschung;
Umweltüberwachung, -planung und - forschung; Regionale Wirtschaftsstruktur,
„planung und -forschung; Elektronische Sprachforschung und Informatik ) wurden
bereits seit Jahren überwiegend mit Drittmittelfinanzierung ausgebaut
Ihre weitere Förderung wurde im Jahre 1979 auch vom Land anerkannt. Die
Forschungsschwerpunkte sind ein Angebot der Universität an das Land, die
Möglichkeiten, die unsere Universität bietet, noch besser zu nutzen; sie belegen
aber auch die Bereitschaft der Universität, der Region aktiv zu helfen.
Saarbrücken. im Dezember
KO7C
gun Yaul Mol ler \
Universit£tspräsident