Haushaltsentwicklung
Die von der Universität seit Jahren angestrebte Korrektur der Haushaltsstruktur
konnte auch im Haushaltsjahr 1979 nicht verwirklicht werden. Bei einer Steigerung
der Gesamtausgaben gegenüber 1978 von 9,1 %, die lediglich auf die Personalausgaben
entfiel, hat sich das Verhältnis der Personalausgaben zu den Sachausgaben
weiter erheblich zu ungunsten der Sachausgaben verändert.
Die Steigerung der Personalausgaben beruht auf linearen Steigerungen und auf der
Verlagerung der Siellen aus dem Haushalt der ehemaligen Pädagogischen Hochschule
in den Haushaltsplan der Universität. Zusätzliche Stellen wurden nicht bewilligt.
Obwohl der Universität alle Aufgaben der ehemaligen Pädagogischen Hochschule
und zusätzliche Aufgaben aufgrund des Lehrerbildungsgesetzes übertragen wurden,
wurden die im Haushalt der Pädagogischen Hochschule veranschlagten Mittel für
Lehre und Forschung nur zum Teil, die Mittel für Lehraufträge und die Vergütung
von wissenschaftlichen Hilfskräften überhaupt nicht in den Haushalt der Universität
verlagert.
Diese Einbußen und die Tatsache, daß die ständige Besetzungssperre von 20 Stellen
bzw. 240 Mann-Monaten wissenschaftlichen Personals auch in diesem Berichtszeitraum
trotz aller Bemühungen nicht aufgehoben werden konnte, hat zu großen
Schwierigkeiten bei der Bewirtschaftung der Mittel für Lehraufträge ( Titel 427 11 )
und der Mittel für die Vergütungen für wissenschaftliche Hilfskräfte ( Titel 427 12 )
geführt.
Die im Durchschnitt acht-monatige Wiederbesetzungssperre im Bereich des Verwaltungs-
und technischen Personals wirkt sich weiterhin durch die Zufälligkeiten der
Vakanzen sehr nachhaltig aus. Dies gilt vor allem für die Fächer, die unter
" Überlast " leiden.
Die Zuweisungen der Mittel für Lehre und Forschung an die Fachbereiche und
zentralen Einrichtungen entsprachen im Jahre 1979 den Zuweisungen des Jahres
1978. Den Professoren aus dem Bereich der ehemaligen Pädagogischen Hochschule
konnten dagegen lediglich 73 % der 1978 zugewiesenen Mittel zur Verfügung gestellt
werden. Durch die Stagnation bei den Sachmitteln konnte auch im Jahre 1979