Haushaltsentwicklung
Auch im Haushaltsjahr 1978 erfuhr der Haushaltsplan nicht die von der Universität
seit Jahren angestrebte Korrektur der Haushaltsstruktur. Bei einer Steigerung der
Gesamtausgaben gegenüber 1977 von 5,2%, die sich fast gleichmäßig auf Personalund
Sachausgaben verteilte, hat sich das Verhältnis der Personalausgaben zu den
Sachausgaben nur unwesentlich zugunsten der Sachausgaben geändert.
Die Steigerung der Personalausgaben beruht lediglich auf linearen Steigerungen. Der
geringe Zuwachs von insgesamt 6 Stellen im neuen Stellenplan sowie die strukturellen
Verbesserungen im Bereich der Hochschullehrer schlagen nicht zu Buche, weil
entsprechende Einsparungen von der Universität angeboten werden mußten.
Die ständige Besetzungssperre von 20 Stellen bzw. 240 Mann-Monaten wissenschaftlichen
Personals konnte bedavuerlicherweise immer noch nicht aufgehoben werden.
Auch die im Durchschnitt 8-monatige Wiederbesetzungssperre im Bereich des Verwaltungs-
und technischen Personals wirkt sich besonders durch die Zufälligkeiten
der Vakanzen sehr nachhaltig aus. Die Möglichkeit, partielle Erleichterungen in
Ausnahmefällen erreichen zu können, bewirkt andererseits einen erhöhten Verwaltungsaufwand.
Die Steigerung der um die Drittmittel bereinigten Sachausgaben um 8,8% einerseits
und ein Verzicht des Ministers der Finanzen auf Anordnung einer Sperre andererseits
hat zu einer gewissen Anpassung des Ansatzes für die Hausbewirtschaftungskosten
an den tatsächlichen Bedarf geführt. Auch die Mittel für Lehre und Forschung
konnten zumindest nominell wieder auf den Stand von 1975 gebracht werden
Die dringend notwendige Ergänzung und Erneuerung der wissenschaftlichen Ausstattung,
die durch die Stagnation bei den Sachmitteln seit Jahren erschwert ist, wurde
jedoch in keiner Weise erleichtert. Nachdem das Land die seit Jahren von der
Universität geforderte Erhaltung der baulichen Substanz durch ein mehrjähriges Programm
anerkannt hat, muß es nunmehr Ziel der Universität sein, in ähnlicher Form
und Ausmaß eine Ergänzung und Erneuerung der allgemeinen Ausstattung auch von
Gebäuden und Räumen zu erreichen, um einem weiteren Verfall entgegenzuwirken.