Die Gesamtsumme der über die Stipendienabteilungen des Akademischen Auslandsamtes
vergebenen Stipendienmittel für ausländische Studenten betrug somit
im Jahre 1974 DM 396.800. --.
Auffallend ist, daß eine Anhebung der Stipendiensätze für französische Studierende
aus dem DAAD-Stipendien-Sonderprogramm für französische Germanisten
und aus dem Stipendien-Sonderprogramm des Deutsch-Französischen
Jugendwerkes für französische Studierende am Centre d’Etudes Juridiques
Frangaises und in den Studiengängen für Übersetzen und Dolmetschen mit
einem Rückgang der Zahl der Stipendien verbunden ist.
Darüber hinaus ist festzustellen, daß inzwischen ca. 25 % der Plätze in den
Studentenwohnheimen von Saarbrücken und Homburg für ausländische Studie-‚ende
zur Verfügung gehalten werden. Auch hat sich die Erlangung der Aufanthaltserlaubnis
ab Wintersemester 1974/75 erheblich besser regeln lassen.
Verhandlungen mit der Aus!änderpolizeibehörde führten zu einem Sammel!ver-Fahren,
welches die ausländischen Studenten von Behördenwegen und Wartezeiten
weitgehend entlastet.
Durch die zunehmenden Zulassungsbeschränkungen und die Einschaltung der
Zentralstelle zur Vergabe von Studienplätzen In Dorimund wie auch durch
die Verteuerung des Lebensunterhaltes in der Bundesrepublik Deutschland
macht sich ein Strukturwandel im Bereich der Problemfälle und Problemper-‚sonen
unter den aus!ändischen Studierenden bemerkbar. So hat die Universität
aine wachsende Zah! von indonesischen und norwegischen Studenten zu
setreuen, bei denen sich gerade die finanziellen Probleme stark gehäuft
naben.
Der Zuwachs der norwegischen Stucerten an der Universität des Saarlandes ergibt
sich aus den sehr scharfen Numerus c!ausus-Bestimmungen des Heimatlandes.
Da das norwegische Abitur dem deutschen Abitur gleichgestellt ist ( Gruppe 1),
<ommen die norwegischen Studenten nach Ablegung einer Deutschprüfung sofort
ins erste Fachsemester. Durch die Erlernung der Fachterminologie in der deutscher
Sprache gehen in der Regel ein oder zwei Semester für das eigentliche Sachstudium
verloren. Die Mehrzahl norwegischer Studenten studiert mit Hilfe eines
Staatsdarlehens, für das - ähnlich den BAF&G-Bestimmungen - eine Regelstudienzeit
besteht.
Die Finanzierung des Studiums wird aus den angegebenen Gründen problematisch,
wenn die Regelstudienzeit UÜherschritten wird.