Full text : 2.1974/75 (0002)

Hier erweisen sich als die Fächer mit den höchsten Studentenzahlen die Fächer Betriebswirtschaftslehre,
 Rechtswissenschaft, Medizin, Mathematik und Deutsch, die je
mehr als 500 Studierende ausweisen. Ein besonderes Kennzeichen der Universität des
Saarlandes ist, daß die Zahl der Romanistik-Studenten mehr als doppelt so groß ist
wie die Zahl: der Anglistik-Studenten und daß die Zahl der ausländischen Studierenden
am größten ist im französischen Jurastudium, in der Germanistik sowie im Fach
Deutsch im Bereich des Übersetzens und Dolmetschens.

Die Zahl der weiblichen Studierenden macht insgesamt etwas mehr als 30 % aller
Studierenden aus. Der Anteil der ausländischen Studierenden beträgt insgesamt 9,4 %,
der Anteil der Ausländerinnen an den weiblichen Studierenden 11,3 %.

Bezüglich der regionalen Herkunft der Studenten zeigt sich seit 1970 ein kontinuierlicher
 Anstieg der Studierenden aus dem Saarland, deren Anteil an der Gesamtstudentenzahl
 jetzt immerhin wieder 62,3 % und an der Zahl der deutschen Studierenden
 68,8 % beträgt. Damit ist in etwa der Stand des Wintersemesters 1957/58 wieder
arreicht, während der Tiefstand im Jahre 1963/64 44 % betrug.

Diese Entwicklung mag ihre Ursache u.a. in den Universitätsneugründungen in den
Nachbarländern haben, vor allem in den Neugründungen von Kaiserslautern und Trier
sowie den zahlreichen Neugründungen in Nordrhein-Westfalen. Diese These wird durch
Graphik 3 gestützt.

Bei der Analyse der sozialen Herkunft (Tabelle 5) zeigt sich, daß der größte Anteil
der Studierenden aus Familien stammt, in denen der Vater Angestellter ohne abge-;chlossene
 Hochschulbildung ist, gefolgt von Beamten ohne abgeschlossene Hochschulbildung
 und Arbeitern, während die Zahl der Studierenden aus Akademikerfamilien
deutlich niedriger liegt. Der Anteil der Arbeiterkinder beläuft sich an der Universität
des Saarlandes auf fast 15% und liegt damit fast so. hoch wie der Anteil der Akademikerkinder,
 der rund 19 % beträgt.

Die Tabellen 6 und 7 weisen Zahl und Entwicklung der Zweit- und Drittfachstudenten
‚owie die Häufung der Zweitfachstudenten in einzelnen Fächern auf. Hier sind naturgemäß

 die klassischen Lehrerbildungsfächer der Philosophischen und Mathematisch-Naturwissenschaftlichen

 Fakultät diejenigen, die die meisten Zweitfachstudenten aufzuweisen

 haben, während sich die Drittfachstudenten mit steigender Tendenz in der
Philosophischen Fakultät häufen. Es sei klurgestellt, daß die Terminologie " Zweitfach- "
            
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