Full text : 1.1973/74 (0001)

ynserer Universität bereits Eingang in die Diskussion gefunden haben. Die Tatsache
daß die Universität aktiv ein Forschungsprojekt unterstützt, das zum Ziel hat, die
Auswirkungen von Kapazitätsberechnungen auf einen Hochschulbereich zu analyvsieren

 und hieraus konkrete Schlüsse für eine Weiterentwicklung des Berechnungsverfahrens
 zu ziehen, ist nur ein Beweis dafür, daß die Universität die offene Diskussion
 um eine vernünftige Lösung dieses Problems wünscht.
Diesem Ziele sollte eine KapazitätsermitHung vor allem dienen, denn so mündet

sie auch sinnvoll in einen Universitätsentwicklungsplan ein. Kapazitätsermittlungen
durchzuführen, allein um die Höchstzahlen rechtlich abzusichern, wäre sicherlich

nur ein höchst unvollkoammener Ansatz.

Der hier aufgezeigte Entwicklungskurs der Universität des Saarlandes soll sich ir
den zukünftigen Jahren maßgeblich nach den Erfordernissen einer Studienreform

richten, die schwerpunktmäßig anzugreifen unser Ziel ist, nachdem die neuen
Selbstverwaltungsstrukturen funktionieren, nachdem erkannt worden ist, daß die Ent
wicklung der “Jniversität sich mehr denn ie nach den finanziellen Möglichkeiten

richten muß, und nachdem die Universität gelernt hat, ihre Leistungsfähigkeit im
einzelnen begründen zu müssen.

Studienreform bedeutet für uns die Verpflichtung jedes einzelnen Faches, das Lehrangebot
 in einem festen zeitlichen Rahmen überschaubar darzulegen und für dieses
Angebot ein Höchstmaß an Verbindlichkeit einzugehen. Dabei sollten den Studenten
optimale Wahlmöglichkeiten dargeboten und Übergangsmöglichkeiten aufgezeigt werden.
 Studienreform bedeutet auch Reform des Prüfungswesens von der Momentaufnahme
 punktueller Prüfungen hin zur studienbegleitenden Kontrolle, Studienreform
bedeutet letztlich Schaffung von strukturierten Angeboten für ein organisiertes Aufbaustudium
 und für ein Kontaktstudium.

Bei alledem sind wir verpflichtet, die Studenten so qut es geht über die Möglichkeiten
 ihres Studiums zu informieren und ihnen eine Ausbildung zu vermitteln, die

sie neben der Persönlichkeitsbildung, die ein besonderer Wert eines Studiums ist.

berufsfähig macht und sie in die Lage versetzt, im internationalen Wettbewerb der

Nissenschaft mitwirken und bestehen zu können.
            
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