Südwestdeutsche Heimatblätter.
Wiederaufrichtun ien sich nicht zu lohnen. Vielleicht lemacht wurden. Die Einschränkungen in der Holz—
var das ie ebenhn d oie Wadgassen, in delieferung und die größere Rücksichtnahme auf die Er—
deren Herrschaftsbereich die Glashütte lag, schuld daran. jaltung der Wälder kreten in allen Verträgen dieser Zeit
Die Lauterbacher Glashütte, die, mit weit Wroor. Wir ehen also, daß die Regierung bereits mit
rusgedehnteren Privilegien versehen, im Jahre 1707 unter Sorge erfüllt war über den kaschen Schwund der e
dem Gräfen Ludwig Kraft von, Nassau-Sagar- ind eine Eindämmung im Holgverbrauch für notwendig
»rücken gegründet 'wurde, vermochte sich verhältnis- rachtete Tatsächlich stieg der Wert des Halges in immer
näßig langẽ zu halten. Erft der Halzinangel, der fich um ärkerem Maße. Die Verwendung als Bauholz trat mehr
die Mitte des Jahrhunderts immer unangenehmer be— n —— —— deaeann arieu
Imßr g en, d ben. —2
ehn machte brachte ums Jahr 1778 auch sie zum v acpd ——— ** —— die *
545 853 arlsbrunn ver— dolzg ashütten waren gegählt. ie Regierung legte ihr
—E—⏑—— 31 —XX Die Vereroßeruang duteérefse auf, die neu ensftehenden Kohleglashüttoen, die
hres Holzkontingentes zu bedeutend ermäßigten Preisen iach in Holgglashutten verdrängten und sich
ind die Fabrikaktion von feinem geschliffenem Weißhohl- uin ihre Stelle etz vu
zias, die ihr, einen gewissen Ruf derschaffte, mögen dazu Neben den Vergünstigungen in, der Brennstoffver—
beigetragen haben, daß sie erst infolge der wirren Ver- orgung, bestanden noch viesfeitige Pruvilegien hün—
hältnisse, welche die französische Revolution ins Saar- üchtdichder Beschaffungvöon Pottäsche und
gebiet trug, endgültig einging (1791). and. Die Herstellung der ‚Pottasche wurde den Glas—
di⸗ — zu Friedrichsthal (17235 17209 nachern vielfach selbst überlassen, teilweise mußten sie die
»esaß nur eine geringe Lebensfähigkeit. bottasche auch vom Forstamt beziehen. Steindrüche und
Wir haben! bereits oben betont, daß es der Glas- 2andgruben wurden ihnen meist zur Benutzung freige⸗
ndustrie des Saatgebieis ur möglich war sich halten eben, Für die übrigen Rohstoffe war zollfreie Einfuhr
ank der mannigfachen Fürsgrge die ihr die Ländes date ne Ausfuhr von Pottasche und Glasschlacke
jerren zuteil werden ließen. Diese Unterstützung richtete W — J ¶m 53
e alle Teile des eee Kreislaufs dnrprge — apdesheren eistzeche sa due
Sie berührte die persönlichen Verhältnisse der Pächter, an —388 J— —* u — m
ndem sie diese durch rechthiche Besferfteltung di bn en rei. penige Hutten muß.
herdushob über das Los det anderen Untertanen. fie erꝛ en für die saarabwärts gehenden Glaswaren den gewöhn—
eie sich uf vir Ro hstof süe chaffuze ett chen Wasserzoll und fuͤr die durch die Grafschaft Ott—⸗
eichierte, die Produktion duͤrch vielsestige Förderuenge eiler gehenden Waren den gewöhnlchen Landzoll zahlen.
Sesteh ner zeß set ve b de de bt zum Schutz der bestehenden Glasindustrie bedurfte die
m li sgreifende Maßnaͤthmen deuerrichtung einer Giashütte stets der landesherrlichen
atz und Verkauf durch tiefgreifende men. ßenehmigung. Auch war die Einfuhr von solchen Glas
Schon der Umstand, daß die Welen mpe a d3 varen, Die, im Saargebiet selbst hergestellt wurden, unter—
Banden,deer, Seibeigenschafe, geläst und von agt. Dieser Umstand ließ auswärtige, Konkurreng im
allen Lasteen des,Frondienstes und persn— ꝰargebiet nicht aufkommen und erleichterte der Saar—
icher —38 eee Wenden er —43 adustrie das Dasein. Der Absatz ins „Ausland“ blieb
* 18 f.ü die —RX — aßde e iatürlich trotz der meist gewährten Befreiung von Aus—
diese wichtigen 5 —8 hah uhrabgaben. recht bescheiden. Die vielfachen Hemmun—
Janeh da ungleich uhnewirgen ere q q dd en. die der Mexkantilismus auch in benachbarten Staa—
d gden zßn —42584 e A en dem Eindringen fremder Industrieerzeugnisse ent—
va o e 8* e —— egensetzte, machte es der Saarindustrie sehr schwer, auf
E ücke! Deutschen Reiches in eine za von
en on 3 — Anende eahe re einstaalen. die sich ͤrößtenteils durch Zollschranken von
53 n es die eirne verlangte ie seine 3 Veen dr 5
Im. p 28 01 Inan eee —— e rsvi p von verschie⸗
Zlashütte für eine Weile stillzulegen oder zeitweise mit ener Muͤnze und verschiedenem Gewicht. alle die se üm⸗
Berlust zu arbeiten. tände führten dazu, daß die Glasinduftrie fast allein dauf
Den 5— — Ic en n aho d desrhrnet Am vorteilhaf—
der n * esten erwies sich no er ersanz er Schiff.
hor Augen halten, daß die Bedeutung des Brennstoffes i daer am billigsten war Das ?tsle Wias ff⸗ in
eneen in p diavid dusine damie * Vpre 1673 aan Holland. Doch scheint dies Experiment
größer war als heutzutage, war do ie Technik der ruf lange Zeit der einzige Versü ewesen zu sein, dem
Glasherstellung außerordentlich primitiv und infolge— —3 — Glas Ade im 3 — e ——
zessen in stärßkerem Maße brennstoffverzehrend als in der u öffnen. Erst im 18 Jahrhundert ist es zu größeren
Gegenwart. Am umfaungreichsten waren die Privilegien, ẽWporten gekommen Allerdings gingen diese meist nur
die den Beständern der Lauterbacher Glashütte im Jahre venig über die Landesgrenze hinaus Tranusporte nach
* eneen De uee ger —8 döln oder Holland kamen nur selten vor
and zum, Hausbrand erforderliche Holz durfte von ihnen ästr in F * ⸗
n unbeschrünkter Menge gegen ein jährliches Entgelt'von — in oezr Wrwehd Sunn *
in den deresheeichen wadern geschlagen werden tte duntts gupstige uden ugrndte Holzolas
Dieses außerordentliche Entgegenkommen fuͤhrte natür— 3telle“des Sol zes ann ars birtigetert
iich bald zu grobem Mißbrauch. In der Tat' begnügten zrennustoff dsesSteinkohle
ich die Glasmacher keineswegs damit, das zum Betrieb
der Hütte notwendige Holz zu schlagen, sondern schädig—
en durch übertriebenen Raubbau den Forst derart, daß
)eftige Beschwerden bei der Regierung einliefen.“ Die
Joße Schlenderwirtschaft und Verschwendung seitens der
Hlasmacher, die überdies noch als eifrige Nimrode under
dem herrschaftlichen Wild aufräumten und sich in jeder
Weise als die eigentlichen Herren des Waldes aufspielten,
ührten schließlich zur Stilsegung des Betriebs durch die
— Charlotte Amalie (1729 Die mannigfachen Ein—
künfte, welche die Herrschaft aus der Glasindustrie bezog.
bewogen die Regierung indessen schon im gleichen Jahre
zu einer Erneuerung des Pachtvertrages, in dem nun
allerdings eine bestimmte Holzmenge festgesetzt wurde, die
den Beständern in jedem Jahr zu einem geringen Preise
überlassen werden sollte. Im 'Interesse der Forstwirt⸗
ichaft wurden die Bestimmungen im Jahre 1758 insofern
verschärft, als Vorschriften über das Schlagen des Holzes
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Die Kohlenglashütten in der Fürstenzeit.
Die Holzbasis, auf der die Saarindustrie bisher
jeruht, hatte, war allmählich zu schmal geworden. Sie
»ermochte in ihrer Ausdehnuͤng nicht Schritt zu halten
git der rasch fortschreitenden Wirtschaftsentwicklung.
zchon waren Anzeichen vorhanden, die auf ein Stocken
mwirtschaftlichen Aufstieg hindeutelen. Da'be gann
ich der Gedanke durchzusetzen, an Skelle
es, immer teurer gewordenen Holzes die
Rilligere Kohle zuverwenden,
Die erste „ohlglashütte“ wurde im Jahre 1721
auf der Fischbach vom Grafen Karl“sudwig