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das Gelände an der Saar gegenüber von Fraulautern.
sier war durch Ableitung des Flusses nach den Festungs—
verken hin die Möglichkeit geboten, in Kriegsgeiten
richt nur die Festungsgräben mit Wasser zu füllen, son—
dern auch das tiefgelegene vermoorte Gelände weithin zu
iberschwemmen. Unter Vaubans persönlicher Leitung be—
gann man schon 1689 an dieser Stelle die nach Lud—
vig XIV. benannte Wasserfestung Saarlouis zu
erbauen. Aus den Standorten der bei den Festungs—
arbeiten beschäftigten Regimenter Picard-Infanterie,
Beauvoisy und Dauphin-Infanterie entwickelten sich die
Siedlungen Picard, Beaumarais und Bourg—
Ddauphin (QReuforweiler)!). Auch die Neugründungen
ain der Oster und einem Seitenbach derselben, Han—
gar d und Münchwies, sind aus französischen Stand—
Juartieren hervorgegangen. Hangard soll seinen Namen
ꝛon den um 1690 dort errichteten sranzösischen Wagen—
schuppen (les hangars) erhalten haben.?)
Diese Zeugen neuzeitlicher positiver Siedlungstätigkeit
reten aber stark in den Hintergrund gegenüber den
zahlreichen Spuren siedlungsgeographi—
scher Rückbildungen. Hierhin gehören vor allem
die konkretesten Beweise ehemaliger Besiedlung. die
Wohnplatreste selbst. Leider sind gerade diese
»eweiskräftigsten Spuren im Laufe der Jahrhunderte
neistens gänzlich untergegangen, so daß man aus den
pärlichen Mauerresten keineswegs auf die hier in Frage
tehenden Rückbildungsprozesse schließen kann. Wir
derücksichtigen nämlich bei unserer Betrachtung nur solche
Wüstungsvorgänge, bei denen es einigermaßen feststeht.
daß sie tatsächlich dörfliche Siedlungen betrafen und nicht
etwa eine Burg, ein einzelnes Haus oder eine sonstige
Einzelsiedlung. Erschwert wird die Untersuchung ins—
besondere dadurch, daß keine siedlungsgeographischen
Arheiten über das Saargebiet vorliegen, die auch zu—
gleich Unterlagen für die Erfassung der Wüstuͤngs—
erscheinungen geben könnten. Es war daher notwendig,
zunächst einmal die verschollenen Ortsnamen überhaupi
zusammenzustellen. Das geschah an Hand der „Urkunden—
ücher zur Geschichte der jetzt die preußischen Reg.Bez
Koblenz und Trier bildenden mittelrheinischen Terri—
torien“, der „Regesten zur Geschichte der ehemaligen
Nassau-Saarbrückischen Lande“ und mehrerer lokal—
geschichtlicher Arbeiten. Eine andere wichtige Quelle
varen die Flurnamen, die noch häufig den Ramen unter—
gangener Orte in irgendeiner Verbindung bis zur
Gegenwart bewahrt haben. Die auf diese Weife ge⸗
vonnenen Ergebnisse, die in nachstehender Uebersicht
zusammengefaßt sind, machen keineswegs den Anspruch
auf Vollständigkeit, da hierzu eine umfassende Lokal:
'orschung in den verschiedensten Teilen des Saargebietes
iotwendig wäre.
Die urkundlich erwähnten, heute aber verschollenen
Ortsnamen sind mit Jahreszaähl und Quellenangabe auf—
geführt, während die aus Flurnamen erschlossenen der
historisckten Datierung entbehren.
Südwestdeutsche Heimatblätter.
Rame der
Wuüstung
Lage
55
2*
58
Quelle
Benningen
Buschweiler
Böllingen
Dutilveinga
kischweiler
ẽsckingen
sFischweiler
Ernstweiler
Eschweiler
ẽlschenbach
jronspach
zurpach
rommersbach
Fulenbach
creishausen
iriedrichinger
zelbach
zerlen
Zrafinthal
ßruninbach
Buanda
Berschweiler
Hersweiler
zabschied
Habechtesthal
dermanns⸗
hausen
dexbach
»attweiler
hofen
zuckelheim
zügelingen
zundhausen
onseeit
zunesceit
zerisweiler
zirschweiler
zunweiler
dostratia
zxweiler
dirchheim
Kochlingen
Zelsweiler
deinbach
dendelfingen
Lindweiler
Nandelbach
Nußweiler
Niederweiler
Ittsweiler
IAthofen
Isthofen
OAlebach
Oswilre
Pinningen
Ponsheim
Reichenbrunn
Risselsheim
kodebach
Zcheldeburen
Zeelbach
zitzweiler
zteinevird
Zterweiler
zchalkenbach
zteinbach
zchweighauser
Straßen
olkerskirchen
Vappensmeil
Verschweiler
Vörschweiler
Vesthofen
Viller
Wirnespach
Wilarung
zeisweiler
zinkweiler
Flurname b. Brebach
cUurname b. Dirmingen
. Dirmingen
Bliesransbach
„schweiler Hof b. Kirkel
Medelsheim
d. Peppenkum
zlurname b. Niederlinxweiler
lurname b. Uchtelfangen
Niederlinxweiler
etzt Geistkircher Hof
» Limbach (Hsfalz)
» Saarbrücken
o Klein-Ottweiler
'etzt Hof b Mimbach
flurname b. Brebach
etzt Niederwürzbach
»Ensheim
ßemeinde Bliesmengen
etzt Grünbacher Hof b. Mimbach
m Köllertal
cdlur b. Welschbach
lur b. Niederlinxweiler
Saarbrücken
Brebach
mFürstenhausen aufgegangen
Wallerfangen
Jägersburg aufgegangen
Lautzkirchen
St. Ingbert
Drmersheim
ẽinöd
Dirmingen
Schwarzgenholz
lur b. Baltersweiler
lurname b, Urweiler
zturname b. Gronig
„Wiebelskirchen
Feldmark b. Tholey
etzt Hof b. Breitfurth
ioch Kapelle b. Auersmacher
zjlurname b. St. Wendel
Oberlinxweiler
». St,. Ingbert
). Ormesheim
reil von Habkirchen
etzt Hof b. Ommersheim
ꝛemarkung St. Wendel
urname b. Niederbexbach
»Ommersheim
Flurname b. Walsheim
Reiskirchen
Fdreis Saarlouis
. Neualtheim
Ponsheimer Hof b. Ormesh.
etzt Hof b. Ensheim
Böckweiler
Neunkirchen
Breitfurth
Niederwürzbach
otzt Hof b. St. Ingbert
etzt Hof zw. Neuhäusel-Limb.
Bliesdalheim
»Elm (Kr. Saarlouis)
Saarbrücken
flurname b. Tholey
. Sellerbach
rüher Wüstung, jetzt Neuhäusel
Websweilerhof h. Jägersburg
»t Hof b. Einöd
zhem. Kloster b. Schwarzenacker
Erfweiler
Medelsheim
ankenholz
liesransbach
Raßweiler
Gennweiler
Jungk, H
Müller
Müller
Zäberle
796
1212
1400
1371
Müller
427
130
377
320
291
—
Juigk
Häberle
1150
Jungk, G
zäberle
däberle
Jungk
Jungk
Müller
Müller
Jungk
306
318
392
1252
1179
296
30
290
326
342
521
316
005
462
däberle
Jungk
Hdäberle
Beher
Jungk
Müller
1005
Beyer
Müller
däberle
Jungk
Müller
Müller
Häberle
664
777
329
786
22
Müller
Zäberle
589
335
388
241
500
291
228
364
317
271
553
364
199
564
333
377
Jungk
däberle
Name der
Wüstung
Lage
588
88
58
28
*
—
— 22
Quelle
Jungk
Zäberle
Abenhausen
Absteinfurth
Aleswilre
Aleswilre
Athlingen
Berna
Birwilse
Bittenspach
Bliesbrücken
Breitenbach
Buchholz
Bucherbach
Becherbach
Beringen
Bentersweiler
Blidersheim b.
döchen 564 1Häberle
dirkel⸗Neuhäusel — —
Saarbrücken 290 Jungk
deunkirchen 200 “
Viesbach — Müller
gischmisheim 196 Jungk
ous 333
Lörschweiler 219 ßäberle
Limbach (HPfalz) 564 —
Saarbrücken 259 Jungk
Kirkel 425 däberle
m Köllertal 341 Jungk
w. Altheim u. Hornbach 454 5äberle
Peppenkum 51
Werschweiler 1554
Wolfersweiler 4564
1 Ruppersberg, A., Geschichte des Saargebietes
Müller, M., Der Westrich.
Juñͤgk
1720
346
140
353
1131
Müller
Jungk
Häberle
1247.
796 Jungk
1347
12 66
1) Dorfschaftsregister der Grafschaft Saarbrücken von 1720
Staatsarchiv Koblenz Nr. 2495