Full text : 3.1930/31 (0003)

ser. 3 Südwestdeutsche Heimatblättetr.
und bei dem Schreibtag um die desfallsige Anweisung boten wurde, ohne Vorwissen des Meiers oder Schult—
edegien hhrig eaeet werde. ꝛeißen die Gemeinde mit der Glocke zusammenzurufen
ad 21. solle den Supplikanten erlaubet sein, ihr be— Die Umwandlung der Naturalfronden in Geldabgaben
nötigtes Eisen außerhalb Landes solange zu kaufen. und üührte zu allerlei Mißhelligkeiten und langwierigen Aus
in — , bis ee w Herrschafts wegen anders aeed Feedhe deranen Stellen. wie uns ver—
perordnet werden wird, zollfrei einzuführen. iedene riftstüche beweisen
ad 22. Wegen Wiedergehabung der angeblich ver— Auch die Forstfronden, wie sie das angezogene Dekret
e Obera er Vernehmung der herrschaftlichen Meier vor dem
dene Vu nd bestimmt nucehen wieviel und Dberamt am 2d. September erklärten sich diese, dahin,
ve — hhe ** wre r * an jede mand⸗ nur, die auf remn 8 gelegenen
.sollen von Unser erforstam e nter⸗ eit⸗ ur ellwege reinigen wolle. do sie u u
— die ——— zu ie Zeit auf— — zugetan das ege auf ee Ve difedcoi —*— hnur
werden. und wird den Supplikanten die bisherige ober- chaftlichen Wald ihres Bannes habe. Dadurch waren
orstamtliche Erlaubnis, mit der Hand das Gras in den Bemeinden wie Neunkirchen sehr überlastet, während
Holzschlägen ohne Schaden zu ropfen, nie versagt z»ei einigen Gemeinden die Herrschaft selber alle Lasten
ere sol es wegen des zu haltenden Gewrhro de 8 dp 3 Das Oberamt 33
a⸗ soll es jen des zu haltenden ehrs weiter. daß das Land sich wieder zu vere'nigen scheine
der vorliegenden herrschaftlichen Verordrung zwar ver- Die Regierung möge mit aller Schärfe vorgehen, damit
bleiben, den Supplikanten aber auf Anmelden von dem in diesen Punkten Klarheit herrsche, weil das, was jetzt
Oberforstamt ein Schein erteilt werden, in jedem Dors mit den Reit- und Stellwegen geschehe in Zukunft auch
nach seiner Größe Pommerhunde zu halten — hei andern Forstfronden zu erwarten wäre
3 sollen gu jeder Fon De Tage. ane Mit einer Eulenspiegelei der Niederlingweiler wollen
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di gen zu „vos uauch als besonderer Pun as Wildbretfahren erwähn
zingegen denselben exlaubt bleibet, ihr gekauftes Holz Die, Linxweiler waren im September an der Reihe, an⸗
an jedem Werktag ohne Unterschied aus dem Wald zu fäüßlich diner Hühnerjagd, die geschossenen Feldhühner
üsene Wonn die Supplikanten gegen Unsere hetr uch — zu an 338 Deraee —
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choftlichen Bedienten, über welche sie sich zu bes weren ———— neee Wau — egn
Ursach haben. ihre Klagen mit Beweisen ordentlich var. ziehes gehe gegen die fürstliche Verordnung Es Teil in
e werden sofort ihnen strenge Justiz verschafft dem Dekret nud die Rede vom Wildbret fahren. nicht
werden. aber vom -tragen. Zudem seien Feldhühner gar kein
erenehe ——— gpe ig F epore o Deenamt Ii Me d e
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einigem wer insolange als die Förderungskosten qn e geradheer derdeennd gtellte Men
nicht höher steigen, für vier Kreuzer der Zentner abge. gret gehöreten, lieber auf einem Karch (Karren) oder
Rbee erh Wien atchotgtar aast allgemein um ein Wagen anhero führen als anhero tragen wollten“
Viertel heruntergeseßt worden. so kann desfelben Preis pnnn Weeenten 3— deee
icht noch mehr verringer, werden und wegen, des uen einen eg halten von nags
—— ede eesuch ann so mehr abgefchlagen Jasten, die seine Vorväter in den nassau-saarbrückischen
als den Supplkanten die Steinkohlen zu sehr billigem —2 A — — dee 38 der vr
Breis zu ihrem Hausbrand abgegeben werden. 3 rn gen ch ge⸗
e a ben Sdt hante bet betrachttichem Solzz andett ist Watzvonderdirinaghenn?ß angen
berkauf an Ausländer jedesmal der Verkauf gegen die ten den ee Sene anen e
Inneeeraheeten Koditonen gestatet en zeinerlei schwerwiegen en Ue ergrif en Was die Fran—
—— Jenner 1700 53 — enh hatten. er nicht in rtülung engen
re eo zetz rotzdem ihre Propaganda immer weitere Ausmaße an—
Gez. Ludwig. Fürst zu Nassau. Herzog von Dillingen ahm Weder die“ Idee der Volkssouveränität. noch
Mit diesem Dekret waren, wie wir schon sagten ver- Igend ein revolutionärer Gedanke hatte Anklona, und
schiedene Beschwernisse der Untertanen abgestellt. aber n den Petitionen Aufnahme gefunden.“) Dem,in ihnen
die Unzufriedenheit ging weiter, war doch unna. der ebenden, Gewohnhe'tsrechte entsprechend wollten Jie
Haͤmmei und Grunddirnzehnten weiter verblieben. Ein lichts als Abhilfe der, vielen Mißstände, gerechte Be—
eutlicher Beweis der in der Stille weiterglühenden Un⸗ dJandlung und erträgliche Lebensumstände.
zufriedenheit war der Erlaß vom 22. März 4790. worin
den Heimmeiern oder sonstigen Gemeindegliedern ver—

Das Bauernhaus im Saargebiet.

Von
Konservator C. Klein.

Ueber das Bauernhaus im Saargebiet sind in den
»eiden letzten Jahren zwei Arbeiten erschienen; eine
dissertation des Regierungsbaumeisters Dr.Ing Feitz
Rle in-Heilbronn im Verlag von Greiner u. Pfeiffer
n Stuttgart und eine Abhandlung des Direktors des
siesigen Heimatmuseums Hermann Keuihein dem Heft
Saarland der Zeitschrift des Rheinischen Vereins füt
denkmalpflege und Heimatschutz 1929 Heft 1 und 2. Bei
»eiden Abhandlungen ist das Bestreben zu erkennen.
dem Bauernhaus im Saargebiet eine dewisse Sonder⸗
stellung zuzuweisen. Nach Keuth soll das Saarland die
Brenzlage zwischen dem Einhaus und Gruppenhgus
zilden. Er spricht von einer von Süden nach Norden
berlaufenden. an der Nahe bis etwa auf 30 Kilometer
in das Saargebiet herantretenden Grenze zwischen dem

finhaus und dem Gruppenhaus (fränkischen Gehöfth,
vbwohl er selbst angibt, daß das Einhaus auch Gegiete
»on Süddeutschland umfaßt. Dieses Einhaus kommmt
iber neben dem Gruppenhaus auch in Elsaß-Lothringen
»or; es gehört zu der großen Gruppe der oberdeutichen
tzauernhäuser, zu der ja auch das Gruppenhaus oder
ränkische Gehöft gezählt wird. von dem es sich haup'-ächlich
 dadurch unterscheidet, daß die einzelnen Vau—
zeile in Rechteck-Form aneinandergereiht sind. währond
sie bei dem Gruppenhaus um einen offenen Hof grup,
biert sind, eine Anordnung, die noch am ehesten auf den
finfluß des Vorbildes der villa rustica der Römerzeit
zurückgeführt werden könnte. wenn man schon, einmal
ömischen Einfluß gelten lassen will, waozu Klein in
einer Dissertation neigt Wie sich Keuth die genann?e
            
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