Full text : 2.1884 (0002)

Saarbrütter Gewerbeblatt

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Nachdruck unferor Aε ur mi D be oιο,ttet.
Jahrgang 2.
Die Verkehrsverhältnisse waren im Kohlen und Koaks 3401382 T., anderes La—⸗
illgemeinen günstig. Der Personenverkehr dungsgut 4728562 T., 297 Lokomotiven und
teigerze sich annähernd im Verhältnis des Tender, 711 Eisenbahnwagen, 62 Fuhrwerke,
Längenzuwachses während der Geldbetrag aller- 288 Leichen, 46699 Achsen Pferde und Vieh,
dings hinter diesem Verhältnis zurückblieb; letz, insgesamt (nebst Betriebs-⸗ Bau- und Militair⸗
eres trifft bei dem Gepäckverkehr ebenfalls zu, zut) 9017 861 T. (gegen das Vorjahr mehr
'owohl hinsichtlich der beförderten Quantität, 546 284 T.) — Die Einnahme betrug inclh.
vie hinsichtlich des Ertrages. Bei dem Güter- der Nebenerträge 31015941 M rund, d. i.
nerkehr dagegen steigerten sich sowohl die Trans- und 717682 M. mehr als im Vorjahr. Durch⸗
»ortmengen als auch der Geldbetrag über das hnittlich wurde jede Tonne befördert: Eilgut
Verhältnis des kilometrischen Längenzuwachses 128 Km., Stückgut 76 Km., Kohlen 110 Km.,
sinaus. Dies Resultat schreibt die Verwaltung onstiges Ladungsgut von rund 67 Km. (Roh⸗
umeist der erhöhten Produktion der Erz- und tiisen, Erz, Steine) bis zu 127 Km. rund
Lisenindustrie im Bahnbezirk, sowie dem Gott- Klasse B). Zur Beförderung von Gütern wurden
zjardverkehr zu. Auch der Viehverkehr Achskilometer zurückgelegt: beladen 203 811362,
ieferte in diesem Jahre einen wesentlich besseren leer 118 831841, zusammen 322 643 203. Von
Ertrag, da die Ausfuhr nach Frankreich dies- dem beförderten Gewicht entfielen (exel. Betriebs—
nal nicht infolge von Seuchen unterbrochen zut) auf den Binnenverkehr 24 pCt., auf die
vurde. Dem Vorjahr gegenüber nahmen zu: direkten Verkehre 76 pCt, von dem Ertrage
Die mittlere Jahres-Betriebslänge. um 5,1pPCt. auf den Binnenverkehr 27 pCt, auf die direkten
zie Zugkilomeier.. .. „724 , Verkehre 73 pCt. Die stärkste Frequenz hatten:
die Ächskilometer..5138 Saargemünd mit 1734129 T., Stieringen
die Gesamteinnahme... 26 WBendel mit 1400203 T. und Straßburg mit
* Dhenn e chuß 5— „ 348473 T.; die größte Einnahme hatten: Straß⸗
———— uß · — *9 burg mit 6227 591 M., Mülhausen mit
aNnach der Zahi der Reisenden. „5,68, 356065 721 M. und Basel mit 3311561 M.
by nach der ECinnahme . . 13 Der stärkste Monat, nach Transportquantum
er Gepäckverkehr und Einnahmen, war der April 1882.
a) nach der Zahl der beförderten Aus den Verkehren zusammen ist ein Jahres—
Tonnen3 95 ertrag pro Kilometer Bahnlänge zu verzeichnen
——— ebenfalls · 0585 bon 20235 Mk. (ElsaßLoihringer Bahnen
r; allein 29222 Mk, Wilhelm⸗Luxemburger Bahn
) We Abrgilewedern delad ner 1022 allein 29322 Mk.) Die To enee Inn
) an Achskilometern leerer Wagen 288 var bei, den Eisenbahnen in ElsaßLothriugen
J nach Anzahl der beförderten 38 966 767 M., für die Wilhelm-Luxemburgbahn
Tonnen...77, 5693 653 Mk. in Summa 44 660 420 Mk. Die
d) nach der Einnahme... 5.7. Totalausg abe war bei den Elsaß-Lothrin—
der Viehverkehr nach der Einnahme 33,0, zischen Bahnen 23 239 268 Mk., bei der Wil—⸗
Bezüglich des Verkehrs über die Gott. jelm-Luxemburgerbahn 4937 496 Mk., zusammen
jardbahn, insoweit dabei deutsche Bahnen 288 176765 Mk., oder in Prozenten der Roh—
zeteiligt waren, hat sich seit Eröffnung der einnahme: 59,6 resp. 86.7 im Durchschnit
zahn bis ult. März 1883 Folgendes ergeben: 38,1 pCt.
Nach Italien wurden 3536 T. Stückgut und Als Betriebsüberschuß ergab sich für
Ob 397 T.Ladungsgut, von Italien 11541T die Reichsbahnen 15 727 800 Mk. * 4136 pCt.
Ztuckgut (darunter 10 i21 T. VLebensmittel in der Bruttoeinnahme (3,48 pCt. des Anlagekapi-Wagenladungen)
 und 27 732 T. Ladungsgut dals) und, für die, Wilhelm-Luxemburgbahn
»efördert; hierin sind jedoch auch diejenigen 186 1566 Mk. — 13,54 pCt. der Bruttoeinnahme
Quantitälen mitenthalten, welche im Beigischen susammen 16483 656 Mk, welcher Betrag an
resp. Belgisch⸗Englischen Verkehr mangels direkter die Reichs-Hauptkasse abgeliefert wurde
Tarife mit Italien auf Luxemburgischen resp
Deutschen Uebergangsstationen an der Belgischen
vrenze umkartiert wurden.
Personenverkehr. Es wurden befördert
11314068 Personen (gegen das Vorjahr mehr
594 709), zurückgelegt 280 207 180 Personen Km.,
'o daß jede Person durchschnittlich in 1. Klasse
54,67 Km., in 2. Klasse 30,41 Km., in 3. Klasse
21,87 Km., Militär 48,28 Km. zurücklegte;
die vorhandenen Sitzplätze wurden dabei zu
283,99 pCt. (im Vorjahre zu 26,25 pCt.) aus⸗
zenutzt. Die Einnahme betrug 9748 296 M
gegen das Vorjahr mehr 143308 M. rund.
Die bedeutendsten Stationen waren:
Straßburg mit 2231053 Pers. u. 2538849 M.,
Mülhausen, 1596512 990545 ,„ unt
Metz 1067361 „1082567,
Der stärkste Verkehr war im Monat Sep
ember, die größte Einnahme im Monat August
Büterverkehr. Es wurden befördert
sCundisFrovureßou42630 T. Sdout 3514391 J

N I.

Die Eisenbahnen in Elsaß⸗
Lothringen.
Die Reichsländische Eisenbahn-Verwaltung
umfaßt außer den eigentlichen Reichsbahnen noch
die auf luxemburgischen Gebiet gelegene Wil—⸗
jelm⸗Luxemburg-Bahn. Was Erstere betrifft,
so hatten dieselben im Betriebsjahr 188283 eine
Besamtlänge von 1239,90 Km.; davon waren
erstere 166,67 Km. in Sekundärbetrieb
genommen und 541,61 Km. waren zweige—
eisig; 18,19 Km. liegen außerhalb Elsaß—
Lothringens und zwar auf preußischem Gebiet;
,92 Km. (Saargemünd-Preußische Grenze) sind
an die Eisenbahndirektion Köln (linksrh. ver—
pachtet, dagegen ist die 3,95 Km. lange Strecke
St Ludwig (Grenze) bis Basel von der Schwei—
zerischen Centralbahn gepachtet, so daß die für
Rechnung des Reiches betriebenen Bahnen eine
Gesamtlänge von 1242,93 Km. haben, wo—
von die Streckke Wadgassen-Völklingen
ausschließlich dem Güterverkehr dient.
Auf Elsaß-Lothringischem Gebiet liegen ferner
noch die beiden Strecken: Esch, Grenze⸗-Deutsch,
Dth-Redingen 5,26 Km., welche von den Reichs—
bahnen für Rechoung der Wilhelm-Luxemburg—
Fisenbahngesellschaft betrieben wird, und Saar⸗
gemünd-Bliesbrücken, Grenze (11,74 Km.), welche
ich im Eigentum und im Betrieb der Pfälzi—
schen Eisenbahn befindet. Die außerdem unter
Verwaltung der Reichsbahnen stehende Wilhelm⸗
duxemburg; Eisenbahn hat eine Länge von 174,54
Km., wovon 16,67 Km. zweigeleisig sind. Die
Industrie- und sonstigen auschließenden Bahnen
für privaten Verkehr hatten eine Gesamtlänge
don 94,34 Km. bei den Reichsbahnen und von
50,69 Km. bei der Wilhelm-Luxemburg⸗Bahn
ohne b,60 Km. Anschlüsse an der Strecke Esch—
Redingen).
Die Reichsbahnen enthielten am Schlusse des
Betriebszjahres im ganzen 200 Bahnhöfe und 59
daltestellen, die Wilhelm⸗Luxemburg-Bahnen 27
Bahnhöfe und 8 Haltestellen. Die Arbeiten
zur Unterhaltung der Betriebsmittel wurden
ausschließlich in den eigenen Werkstätten aus⸗
geführt; Hauptwerkstätten befinden sich zu Mon—
'igny, Muͤlhausen und Bischheim resp. zu Luxem⸗
hurg, während Nebenwerkstättrn in Sablon bei
Metz, Forbach, Deutsch-Arricourt und zwei in
Straßburg eiabliert sind.
Da Anlagekapital beträgt 453531972,21
Mk und setzt sich aus den Kaufpreisen für die
einzelnen Strecken sowie für weitere Grundstücke
und Gebäude, welche vordem der französischen
Ostbahn zugehörten, und ferner aus ˖den Beträgen
zusammen, welche zur Erweiterung des Netzes,
zum Ausbau der Linien und zur Beschaffung
von Betriebsmitteln vom deutschen Reich seit
her neu verwandt worden sind. Die Jahres—
dacht für die im Großherzogtum Luxemburg
belegenen Bahnen der Wilhelm-Luxemburg
Besellschaft beträgt 2000000 Mt.
Was die Betriebsorganisation be—
trifft, so sind, nachdem eine anderweitige Ein—
teilung der Bezirke im Beiriebsjahre erfolgte,
jetzt 7 Betriebsinspektionen (mit 17 unterftehen⸗
den Bauinspektionen), 7 Verkehrsinspektionen
uind 4 Maschineninspektionen vorhanden. Zu
den Verkehrsinspektionen tritt indessen noch die
in Basel für die auf Schweizer Gebiet belegene
2ftrod⸗ Fporziesst einaerichtete Insnektinn

Aus dem russischen Zoll⸗Tarif.
Das Kaiserlich russische Zoll⸗De—
artement hat die Zollämter angewiesen, bei
Erhebung der Zollgebühr die nachstehend
henannten Handelsartikel nach dem Tarif wie
olgt zu klassifizieren:
Cementröhren jeder Art gleich Cement⸗
Jiesen und Cementziegeln — unter Art. 7
Ptt. 3 (7 Kop. vom Pud).
Dampfmaschinen ohne Schwung—
räder als komplet zu betrachten, da nach der
kErklärung von Experten die Schwyngräder nur
die Bewegung regulieren und durch Trans—
nissionsscheiben ersetzt werden können, wird das
Schwungrad indessen mit der Maschine, zu der
es gehört, zusammen importiert, so ist es mit
ser Maschine zusammen zu verzollen.
Bolzen mit Schraubengang bis zu
inem halben Zoll inkl. im Durchmesser, wie
»* audere eiserne Artifkel aus rundem GEisfer
            
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