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Saarbrücker Gewerbeblatt für Industrie, Handel und Verkehr.
meister und Direktor fast nicht mehr zu sehen!
ind von Bezahlung am Ende des Monats war
rundsätzlich keine Rede. Vielmehr wurde ihnen,
Fenn fie jemals dieses für den Herrn Prinzipal
heikle Thema berührten, von letzterem bedeutet,
für einen Geheimpolizisten sei mehr als für
eden anderen Schweigen Gold. Schließlich kam
der gewissenlose Ausbeuter aber doch an den
Unrechten. Ein unglückliches Opfer stellte Straf—
antrag und der saubere Privat⸗Detektive wurde
berhaftet und einstweilen unter Bürgschaft ge⸗
stellt, um den weiter von ihm Geprellten, von
benen sich bereits eine große Zahl gemeldet,
Gelegenheit zu geben, gegen ihn klagbar zu
werden. (Amer. Korresp.)
liehen worden sind, die sich auf die einzelnen! Trocknen, resp. nach dem Bügeln, so weit ver⸗
Provinzen bezw. Elsaß-Lothringen, wie folgt loren, daß es nicht gelingt, dieselben mittelst
nerteilen: einer Flamme in Brand zu setzen. Kleider, Vor⸗
Einwohner⸗ Zahl der Auf je hänge und derartige Gegenstände sind sonach
Provinz. il verlieh. 100 000 völlig geschützt. VDer fruͤhere hohe Preis des
Kreuze. Einwohner wolframsauren Natrons ist in Folge billigerer
Istpreußen . 1934000 88 4,5 KreäHerstellungsarten ein verhältnißmäßig sehr nie—
Westpreußen. 405 000 32 2,3 „ driger geworden, so daß durch seine Verwendung
Brandenburg. 3390000 nt 263, nur eine ganz minimale Verteuerung bewirkt
Zommern.146340000 —3, wird. Damit schützt man sich auch gegen die
osen. .. 1704000 uübertriebenen Ansprüche von „Erfindern“, welche
„chlesien. .. 1019000 ihre Produkte bei geschickter Reklame zu uner⸗
Zachsen2310000 hoörten Preisen an den Mann zu bringen suchen.
—„chleswig-⸗Holstein 1130000 Heizkraft verschiedener Breunmate⸗
hannover. .. 2120000 „rialien. Wenn man die Heizkraft des Weiß—
Westfalen. .. 2045000 5 buchenholzes auf 1000 annimmt, so haben im
Zessen-Nassaun. 1555000 37, Verhältnis hierzu: Ahornholz 1011, Rotbuchen⸗
Kheinpvrovinz. 4140000 2,2, holz 966, Eichenholz 960, Eschenholz 886,
ẽsaß Lothringen 1530000 6,1.. Birkenholz 855, Kiefernholz 697, Tannenholz 690,
u — D Srienhotz sod, Espenhelz 870, Weiden hotz bos,
Was Hessen-Nassau betrifft, so entfallen die d. h. mit anderen Worten: 1 Teil Weißbu cheu⸗
neisten Kreuze auf die Stadt Frankfurt a. Meholz hat so viel Heizkraft, wie ungefähr n00 T.
ind Umgegead. Fur die Rheinprovinz war bis Ahornholz oder 19100 T. Rotbuchenholz, oder
um Jahre 18760 eine 28jährige Dienstzeit zur le100 T. Eichenholz, oder 1 49. Eschenholz,
krlangung des Krenges genugend, daher ergibt oder 117/100 T. Birkenholz, oder 1t100 Te Kiesern-‚on
da ab die geringe Zahl der Dienstboten holz, oder 18100 T. Tannen Fichten⸗)Holz, oder
nit 40iähriger Dienstzeit. iss/1oo T. Erlenholz, oder 15100 T. Espenholz,
oder 199/100 T. Weidenholz. Ferner haben
Zujß ebm Weißbuchenholz so viel Heizkraft wie
2083 Zentner Steinkohlen. 313 ebm Rotbuchen⸗
holz wie 198/10 Zentner Steinkohlen, 313 ebm
Fichenholz wie 18 Zentner Steinkohlen, 818 ebm
Eschenholz wie 158/5 Zentner Steinkohlen. Die
böhmische Steinkohle soll eine um 1600 geringere
Heizkraft haben, als die englische Steinkohle.
Torf hat bekanntlich eine sehr verschiedene
Heizkraft, je nach seiner Güte: 31/8 ebm Buchen⸗
holz oder 19/2 cbm gute Steinkohlen kommen
in Heizkraft gleich 1781 100 cbm schlechten,
Z8a/ 100 com mittleren und 461/100 cbm vorzüg⸗
tichen Torfes. 318 chm Kiefernholz oder
180,100 ebm gute Steinkohlen haben die Heiz—
eraft von 1421,100 ebm schlechten, 680,100 cbm
nittleren und 386/100 cbm vorzüglichen Torfes.
Diese von der „N. Ill. Ztg.“ mitaeteilten An—
gaben sind Durchschnittsangaben.
Unterirdische Telegraphen in Frank⸗
reich. Das Journal des Debats enthält in
einer Nummer vom 29. November einen längern
Aufsatz über die Versuche, welche in Frankreich
auf den unterirdischen Telegraphenlinien gemacht
worden sind. Aus der Darstellung geht hervor,
daß die unterirdischen Kabel sich auch in Frank—
reich wie dies in Deutschland bereits seit Jahren
restgestellt ist, durchaus gut bewähren und daß
alle Befürchtungen (Störung durch Induction
u. s. w.,, welche bezüglich dieser Anlagen früher
gzehegt wurden, sich auch in Frankreich als un—
hegruͤndet erwiesen haben. Bekanntlich hat
Deutschland zuerst mit Herstellung eines unter⸗
rdischen Telegraphennetzes begonnen. In dem
Zeitraum von 1875 bis zum Jahre 1880 sind
im Reichspostgebiet die wichtigsten Waffen-, See—
und Handelsplätze durch unterirdische Telegraphen
»erbunden worden. Die Gesamtlänge der Kabel
»eträgt 5616 Km, die Länge der Leitungen
37933 km. Das unterirdische französische Tele—
zraphennetz, mit dessen Herstellung im Jahre
1879 begonnen wurde, umfaßt gegenwärtig
2500 km Linien und 18000 km Leitungen.
() Einige Winke für den Landwirt.
Fin Berichterstatter aus dem oberen Saarthale
»eröffentlicht in der Straßburger „Landwirt⸗
chaftlichen Zeitschrift“ folgenden Vorschlag:
„Seit zwanzig Jahren predige ich meinen Nach—
jarn, sie sollen Uringruben vor den Kuhställen
ind cementierte Abtrittsgruben hinter den Wohn⸗
jäusern anlegen. Jedermann gibt mir recht,
edermann verspricht Besserung; aber es „bleibt
holt beim Olten.“ Wollen hat man wohl, aber
s fehlt der nervus rerum, das Geld. Wo der
Bauer einmal ein Zwanzigmarkstück hat, schnap⸗
ven schon sechs hungrige Mäuler darnach. Wer
treckt das Geld vor? In den Bahnzügen hat
nan wandelnde Retiraden, in China sogar auf
den Feldwegen. Sollte nicht ein Fabrikant von
hemischen Düngstoffen in unseren Dörfern Gru—
ben anlegen, die nach einer bestimmten Zahl
on Jahren das Eidentum des Hausbesikers
njrdon
Zur Eisen⸗FIndustrie in den Ver—
einigten Staaten.
Die Produktion von Roheisen, einschl. Spiegel⸗
eisen, betrug im Jahre 1882: 5178 122 Tonnen
zzu 2000 Pfund) im Werte von über 106 Mill.
DHollars. Die Zunahme gegen das Jabr 1881
war 536 558 Tonnen oder etwas über 11 Pro—
zent; die Produktion des Jahres 1882 war die
größte je in Amerika erzielte; in 1879 betrug
die Gesamtproduktion von Roheisen nur 3070 875
Tonnen und seit dieser Zeit ist sie fortwährend
gewachsen.
Zu Ende des Jahres 1882 waren in den
Vereinigten Staaten 417 Schmelzöfen (gegen
155 Ende des Vorjahrs) im Betriebe; außer
Betrieb waren 270 Schmelzöfen. Die Einrichtung
———
oorigen Jahre mehr und mehr verbessert und
erweitert, und so konnte eine geringere Zahl
an arbeitenden Hochöfen im Jahre 1882 eine
größere Quantität Roheisen liefern, als eine
größere Anzahl Hochöfen im Jahre 1881.
Die Produktion von Bessemer Stahl hat in
den letzten Jahren bedentend zugenommen; sie
betrug im Jahre 1882: 1696450 Tonnen;
dieses Quantum wurde von 14 Bessemer Stahl—
—
land waren im Jahre 1882 je 23 Bessemer
Stahlwerke in Thätigkeit; die deutschen Werke
lieferten jedoch weniger Stahl, als die eng—
lischen und amerikanischen.
Während im Jahre 1880 die Stahlproduktion
der Vereinigten Staaten um etwa 34000 Tonnen
größer war als die Englands, war in den
FJahren 1881 und 1882 die englische Produktion
—V
Jahre 1882 um über 150000 Tonnen.
Was die Schienen anlangt, so kommen ins—
besondere Stahlschienen in Betracht; die Nach—
frage nach Eisenschienen, welche nur noch bei
Straßenbahnen und sonstigen leichteren Anlagen
Verwendung finden, nimmt mehr und mehr ab;
die Vereinigten Staaten haben im Jahre 1882
produziert Eifenbahnschienen 22787 T. (gegen
188581 T. im Vorjahre); Bessemer Stahl—
schienen 1438 155 T. (gegen 1330 302 T. im
Vorjahre); Openhearth Stahlschienen 22765 T.
(gegen 25217 T. im Vorjahre); zusammen
688794 (gegen 1844 100 im Vorjahre).
Abgesehen von Bessemer Stahl wurden noch
verschiedene andere Stahlsorten produziert und
beziffert sich die ganze Stahlproduktion im
Jahre 1882 auf 1945 095 T. (gegen 1778 912 T.
im Vorjahre). An gewalztem Eisen: Stangen—
und Stabeisen jeder Art; Eisenplatten; Naͤgel
u. dgl. wurden produziert 2261957 T. gegen
2 155 346 T. im Vorjahre. Eisenschienen
ind hier nicht mit berücksichtigt. (Deutsches
Handelsarchiv Novemberheft 1883)
Das Verlorengehen von Postkarten
hildet den Gegenstand häufiger Beschwerden und
venn auch die Postverwaltung mehrfach zum
Zündenbock für die Unterlassungssünden anderer
zemacht und namentlich bei pflichtmäßigen Ge—
jurtstagsgratulationen u. dagl. das Unmögliche,
»ah. das Anlangen nicht abgesandter Karten
»erlangt wird, so ist doch nicht zu leugnen, daß
ib und zu auch wirklich dem Briefkasten anver
raute Postkasten — und mit solchen allein haben
vir es zu thun — nicht an ihrem Bestimmungs—
»rt anlangen Dessfallsige Nachfragen bei der
Post sind, wie nicht auders möglich, völlig zweck
os und möchten wir unsere Leser auf ein
benso einfaches wie probates Mittel aufmerksam
nachen, um der erwähnten Fatalität vorzubeu—
jen, und entnehmen wir dasselbe einem auf
»ine Beschwerde erfolgten Bescheide nebst daran
zeknüpftem Rathe von Exzellenz Stephan selbst
ilso der höchsten und unbestritten ersten Autoritäi
ndieser Sache. Es wird darin nämlich ange—
ührt, daß erfahrungsgemäß dadurch die meisten
Bostkarten ihre Bestimmung verfehlen, daß sie
»eim Einwurf in die meisten Briefkasten sich in
indere Sendungen, namentlich Kreuzbandsen—
zungen ꝛc. hineinschieben. Dies sei am besten
»adurch zu vermeiden, daß man die Postkarten,
he man sie in den Briefkasten einwirft, zur
Zälfte umknifft, wodurch bewirkt wird, daß die—
elbe nicht flach hineinfällt, sondern hohl aus
ie anderen Briefschaften zu liegen kommt, mit—
zin sich nicht in solche hineinschieben kann. Auch
n den späteren Stadien der Bearbeitung (beim
Ldeeren der Briefkasten, Sortieren ꝛc.) wird da—
»urch ein Verschieben der Kreuzbandsendungen
vesentlich verhindert, und hat dies einfache
Mittel in allen Fällen, wo es bisher angewende⸗
vurde, den erwünschten Erfolg gehabt
Imprägnierung gegen Feuersgesahr.
In den „Mitteilungen des Bayerischen Gewerbe—
nuseums“ in Nürnberg empfiehlt ein Fachmann
ils Imprägnierungsmiͤttel für leicht brennbare
vewebe das wolframsaure Natron, eines
»er ältesten Flammenschutzmittel, welches, im
Wasser leicht löslich, weder die Bewebefaser an—
zreift, noch irgend eine Färbung derselben be
ꝛinflußt. Man operiert zu dem gedachten Zwecke
n folgender Weise: Das zur Appretur dienende
Stärkemehl (Schlichte) wird in der allgemein
iblichen Weise durch Behandeln von Kartoffeln⸗,
Weizen- oder Reisstärke mit heißem Wasser her—
zestellt, dann löst man in einem Weinglase
Wasser 10 — 15 Gramm (ein Loth) wolframsaures
Natron auf und fügt diese Lösung zu der Auf—⸗
ösung (oder richtiger Aufquellung) der Stärke
n Wasser mit der man sie alsdann durch Um—
rühren vermischt; hierauf stärkt oder appretiert
nan, wie sonst. Die so appretierten Gewebe
vahen ihre seichte Enfzündharkeit nach dem
Auszeichnungen an alte Dienstboten.
Unsere Kaiserin verleiht bekanntlich innerhalb
der preußischen Monarchie und der Reichslande
Elsaß⸗Lothringen an weibliche Dienstboten, welche
10 Jahre ununterbrochen in derselben Familie
gedient haben, eine Auszeichnung, welche in einem
Joldenen Kreuz, nebst Diplom mit Ällerhöchst—
igener Unterschrift besteht.
Eine Zusammenstellung der seit 7 Jahren
vorgekommenen Fälle dieser Art ergibt, daß
vom 1. Januar 1877 bis Ende Dezember 1882
iherhaupt 1027 Diensthoten-Auszeichnungen ver—