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Veräußerung älterer Kunstwerke durch Inven—
tarisierung dieser Schätze, durch Kommissionen
zu ihrer Erhaltung und durch Hebung des Inter
esses für sie mittelst obligatorischer Einrichtung
von Vorträgen über Kunstgeschichte an den Hoch—
schulen, staatliche Forderung des Exports der
deutschen Kunstindustrie, staatliche Maßnahmen
gegen eine ungenügende, das Ansehen deutscher
Kunst und Industrie schädigende Vertretung
Deutschlands auf auswärtigen Ausstellungen, be
offizieller Beteiligung über die Sorge für eine
würdige Vorführunag der ausgestellten Arbeiten ꝛc

Saarbrücker Gewerbeblatt für Industrie, Handel und Verkehr.
für ihr Fach, im Wettkampf mit notorischen Ka Farbenblindheit bei Eisenbahnbe—
pazitäten ihrer Branche als Sieger hervorgehen amten. Nach den dem Reichseisenbahnamt
können, ist der Umstand, daß den diesjähriger zugegangenen Ergebnissen der bei den Beaniten
ersten Preis von 300 Mark, welchen die Fach des äußeren Betriebsdienstes der Eisenbahnen
zeitschrift „Das deutsche Wollengewebe“ in ei- Deutschlands excl. Bayerns angestellten Unter—
nem Konkurrenzausschreiben für die beste Arbeit suchungen über das Farbenerkennungs- bezw.
über neueste Fortschritte und Errungenschaften Farbenunterscheidungsnermögen derselben, sind
in der Wollspinnerei, ausgesetzt, ein Spinn von 139 452 bis jetzt überhaupt untersuchten
meister gewonnen hat. Der Mann heißt Arn. Personen 998 oder Os Prozent als farbenblind
Braun und list in der Rheinischen Tuchfabril erkannt worden, während sich bei den, nach dem
angestellt. Es fällt, wie schon angedeutet, in's Stande vom 1. April v. J. angestellten 115 154
Gewicht, daß die übrigen zahlreichen Konkurrenz, Beamten und ständigen Arbeitern nur 46 total
Arbeiten zum Teil aus den namhaftesten Federr und 273 partiell oder im Ganzen 319, d. h.
der bez. Fachlitteratur stammten. Die Preisjurt Res Prozent Farbenblinde ergaben. Die so er—
bestand aus drei ersten Autoritäten der Svinnerei kannten Beamten wurden demnächst auf min—
Branche. derwichtigen Posten resp. an solchen Stellen
oerwendet, welche zu dem äußeren Betriebsdienst
nicht in direkter Beziehung stehen.
Leichte Art der Butterprüfung. Nach
der „Chemischen Zeitung“ gibt ein Stückhen
reiner Butter mit zwei Tropfen Schwefel—
äure übergossen eine weißlichgelbe, undurchsich—
tige Flüssigkeit, in welcher sich nach zirka fünf
Minuten das Auftreten einer blaßscharlachroten
Färbung vom Rande aus bemerkbar macht.
Frisches Oelmargarin aus Rindstalg
zibt sofort eine durchsichtige bernsteinfarbige
Flüssigkeit, die nach 20 Minuten tief karmoisin—
rot gefärbt scheint. Altes, ranziges Oelomar—
garin bildet eine undurchsichtige dunkelbraune
Flüssigkeit. Pflanzenfette, wie etwa Kokos—
nußöl, geben eine blaßbernsteingelbe Flüssigkeit,
die in einer halben Stunde blaßrot, leicht ins
Violette schimmern wird

Eine neue Art von Glasmalerei.
Bei Gelegenheit des vom 8. bis 10. Juli zu
Berlin abgehaltenen dritten deutschen Glaser
tages hatte das „Dr. Oidtmann'sche kaufmän—
nische Büreau für Glasmalerei zu Berlin,
Dessauerstraße 111“ Muster einer neuen Art
von Glasmalerei ausgestellt. Der Fortschritt
liegt in der Verbindung des eingebrannten
Glassteindruckes (für Ornamente) mit einge—
branntem Glaslichtdruck (für Bildkopieen in
Glas). Das dadurch entstehende Kunstwerk be—
ruht dabei keineswegs auf der bloßen mechani
schen Wiedergabe, vielmehr ist der Lichtdruck,
die photographische Bildübertragung hauptsächlich
ein verbessertes Pausverfahren, um dem aus—
führenden Glasmaler die Vollkommenheit des
Originals als Unterdruck zu sichern. Mit Hülfe
des Lichtdrucks wird der mittelmäßige Künstler
in der Reproduktion zur höchsten Kunstleistung
der Meister ersten Ranges befähigt. Der Licht
druck verhütet die Stümperei, und garantiert
die vollkommene Schönheit des Werkes. Ver—
möge dieses neuen Verfahrens können zu mäßigen
Preisen die Perlen der Gemälde-Sammlungen
in jede Kirche und Kapelle, in jedes öffentliche
Gebäude, in jedes Patrizierhaus, ja in jedes
wohlhabende Bürgerhaus versetzt werden und
zwar nicht nur in der vollen Aehnlichkeit und
Schönheit des Originals, sondern in einer durch
Sonnenlicht und Transparenz verdoppelten
Schönheit. Die in Fensterglas übertragenen Bild—
nisse erzeugen mehr als die gewöhnlichen Por—
traits die Illusion wirklichen Lebens. — Die
auf dem Glasertag ausgestellten Muster fanden
sowohl hinsichtlich ihrer Schönheit als ihren
woblfeilen Preises Anerkennung.

Verwendung alter Stahlfedern. Die
ächsische Gewerbe-⸗Vereins-Zeitung in Dresden,
von welcher der Gedanke ausging, alte Stahl—
fsedern zu sammeln, um von dem Erträgnisse
zu wohlthätigen Zwecken beizusteuern, bittet die
Fisen⸗- und Stahlindustriellen um wohlwollende
Untersuchung: inwiefern das Einschmelzen ab—
genutzter Stahlschreibfedern sich mit der Fabri
kation vereinigen läßt und welche die günstigste
Verwendung für den so viele Male raffinierten
gewalzten und gepreßten Stahl wohl sein dürfte
Die Eisen-Groß-Handlungen, die jetzt schon für
zut sortierte Dreh-, Hobel- und Bohrspäne aus
Stahl einen höheren Preis zahlen als für die
Gußeisen- oder Schmiedeeisenspäne, werden wohl
im Stande sein, den Vermittler abzugeben, ohne
umsonst arbeiten zu müssen. Die Zahl der täg
lich verbrauchten Stahlschreibfedern ist eine ge—
radezu erstaunliche. Briefe oder Postkarten in
Angelegenheiten gebrauchter Stahlschreibfedern
werden nach der Redaktion der sächsischen Ge—
werbe⸗Vereins-⸗Zeitung, Große Ziegelstraße 7
in Dresden erbeten. Das Interesse, welches
die Eisen-Industrie an der Sammlung gebrauchten
Stahlfedern hat, ist kein sehr großes, da trot
allen Sammelfleißes nur verhältnismäßig kleine
Auantitäten dieses Altmaterials in den Hande'
ommen können. Es wäre jedoch wohl denkbar,
daß, wenn auch nur kleinere Quanten mit einiger
Sicherheit dauernd beschafft werden könnten, sick
sierauf die eine oder andere Fabrikation eines
nestimmten Artikels begründen ließe.

Der Nachweis von Kupfer in künst⸗
sichem Mineralwasser, welches von schlecht
verzinnten, Mischzilindern und Leitungsrohren
herrührt, kann in einfachster Weise durch Zusatz
von Salmiakgeist zu dem fraglichen Wasser ge—
führt werden. Schon ganz geringe Mengen
don Kupfer geben sich dabei durch deutliche Blau—
färbung zu erkennen.
Die beste Thüre zur Verhütung der
Ausbreitung von Feuer besteht aus zwer
oder mehreren Lagen solider Planken von har—⸗
em Holze und ist ganz mit Weißblech überzogen.
Diese Thüre wird von Hängerollen getragen,
welche über ihnen auf einer schiefen Schiene
laufen. Offengehalten wird sie von einem Bolzen
aus einem Metalle, das bei etwa 50 Grad
chmilzt. Sich frei überlassen, schließt sich die
Thür bei Feuer dann von selber.
Fleischwaren-Räãucherung. Herr Jäger
in Schulpforte empfiehlt folgendes Räucherver—
fahren: Zu den Würsten, Speck und Schinken
eines etwa 200 Pfd. schweren Schweines nimmt
man 12/2 Pfd. Glanzruß von einer Holzfeuerung,
in welcher niemals mit Steinkohlen gefeuert
wurde. Dieser Glanzruß wird hierauf mit (1
Liter) Wasser so lange gekocht, bis die Hälfte
des Wassers verdampft ist. Nach dem Erkalten
wird alsdann diese Flüssigkeit durchgeseiht und
mit 3 Händen voll Kochsalz vermischt, worauf
die Räucherflüssigkeit zum Gebrauch anwendbar
ist. In diese Flüssigkeit lege man kleine Würste
144 Stunde, größere Blutwürste und Schlaken
3 8/4 Stunde, große Magen⸗ und Cerbvelat—⸗
würste * /4 —1 Stunde, Speck je nach Größe und
Stärke 628 Stunden, Schinken 12517 Stunden;
worauf die Fleischwaren in einem luftigen Orte
möglichst schnell getrocknet und dann aufbewahrt
werden. Zweckmäßig ist es auch, im Sommer
etwas von dieser Flüssigkeit vorrätig zu haben,
damit, wenn die geräucherten Fleischwaren be—
chlagen, sie mit derselben abgewaschen werden
können, wodurch der Schimmelbeschlag soforf
»ernichtet wird.

Italien isches Olivenöl. In der letzter
ti zeit wurde wiederholt in den italienischen
Zur — i en oen Jergui inehen ote daß ein
icht. er bei brikbe r Teil der italienischen ivenöl
triebe eines Fobruanten in deege ae Frankreich gehe, um dort e ———
berletzte Wiaschinist Me erftriut gegen seinen aipulationen gebleicht und als Nizzaer und
Prinzipal als Schadenersahe eine Jahresrente Provenceröl zu bedeutend höheren Preisen wie
mitsprechend feinem bisherigen Einkonmen, be, der in den Handel zu treten. Das Hauptzentrum
anspruchte aber auch Sicherheitsleistung Seitens dieser Fabrikation ist Rodan in der Naͤhe vor
seines Prinzipals fur die punttliche“ Seistung Marseille. Daß das Provenceröl, welches unter
der in Suarlalsraten zu zahlenden Rente. Diet diesem Ramen in den Handel kommt, nicht al
ser AÄntrag wurde von dem Oberlandesgericht Es in der Provence gewachsen sein kann, ist
zu Hamburg abgelehnt, indem dasselbe annahm gewiß. Das natürliche Olivenöl hat —*
daß der Berriebe des gewerblichen Elabliffements eine grünliche Farbe, wenn die OQliven nich
des Beklagien eine saglüffige Anzeige für defsen vollstaͤndig reif waren, wie es meistens der Fal
hute Vermogenslage dilde, so daß um konkreten st, eine strohgelbe, bei volständig reifen Früch
Fal nach den gegenwärtig existierenden Um— ten. Die ganz weißen Olivenöle sind deshalb
snden) Lin berechtigies Jateresse des Klägert durch Kunst veränderte Oele, deren hoher Preit
auf 5 — für die Ihm durch dieses gerechtfertigt ist. J
zu zahlende Rente nicht vorliege, das berechtigt ü i i i
Interesse des Klägers vitcn in ———— —KWR Ieern ree
53 Durn sahn grügerd riee um beim Ackern mit Gasen oder ae
streckbarkeit des Urteils in Bezug auf jede fällig Fen Ve n eedd gar
gewordene und fällig werdende Rentenquartals A
rate, sowie durch den Vorbehalt aller Rechte rinere er d dee iz
— —— als durch direlte Einbringung von Ammoniak,
eechee „alse Thlor und Kali in zersetztem Zustande in die
dieser Gesetzesstelle, * n — Ihe
wenn die Vermögensverhältnisse des Verpflic 3 Zigeig
teten sich inzwischen verschlechtert haben, die Be— —
stellung einer Sicherheit gefordert werden kann ——— F ad Feneachte eng
—B——— e Entwickelung der Gase, welche alsdann mit—
ũrieil voni2 Mai d. J. dieser Ausfuͤhrung ihedned ohedet eeer i
enegerhisdan werden. Das Rohr wird am Boden geschleppt
und ist dessen Mündung von der aufgeackerten
n ehrendes Zeugnis dafür, daß es Erde beständig überdeckt. Die Gase dri i
auch im Stande der Fabrik-Werkmeister Intelli- die Erde und werden dort —52 α x
genzen giebt, welche nicht nur in dem Gebiete der im Erdreich sich eee —S zu
Praxis, sondern auch dem der Federgewandtheit Düngung bewirkt.

Gewerbliche Fragen und Antworten.

Fragen.
8. In Oberitalien ist man im Begriff Volksküchen
zu errichten; man benötigt dazu der Einrichtung von
Dampfkochapparaten und hat sich an uns ge—
vandt, ob und wo im Revier der Saar und Mosel der—
artige Apparate hergestellt werden.
Wir bitten die Interessenten um gefällige Mitteilungen.

Xür die Redaktion verantwortlich: —AX don 860 ebr. Hof
            
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