Full text : 1.1883 (0001)

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Saarbrücker Gewerbeblatt für Industrie, Handel und Verkehr.

Nr. 14
züglich zum Verschnitt mit deutschen Weinen
eignen sollten.
In einigen Exportzeitungen, d. h. in Blättern,
wvelche sich hauptsächlich die Interessen des deut—
schen Exporthandels angelegen sein lassen, er⸗
cheinen dann und wann Berichte von ausländi—⸗
schen Korrespondenten, deren ganzen Abfassung
man es ansieht, daß der betreffende Schreiber
sich noch nicht lange in den hiesigen Gegenden
aufgehalten haben muß. Diese für den Nicht—
tenner zu Hause anscheinend mit Verständnis
geschriebenen Aufsätze über hiesige kaufmännische
Verhältnisse sind geeignet, vollständig falsche
Ansichten zu verbreiten und Fabriken zu ver—
anlassen, Sachen zu senden, die in manchen
Fällen schon daselbst eingeführt und versucht
worden sind, sich indes nicht bewährt haben oder
aus anderen Gründen nicht verkäuflich sind.

Handelsbericht des deutschen Kons⸗! ten Sendungen oder über Entziehung lebterer
is in Soͤdne ro 1882 von dem Empfänger beantworten. Auf Ver
suls in Sydney pro —
Lage ves Einsuhrmarttes in Syd gebung von Agenturen in der Manufakturwaren⸗
—S— hranche —B—
des — GBroße Häuser weisen solche Agenturen ab, schon
letti eu se Juge J , aus dem Grunde, daß ihnen der Ünterschied den
Im ebtiahrigen ie wur — uropaischen und australischen Jahreszeit in
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etzten Saisons mit DiskontoAbzügen von
Bevölkerung wohl überschritten habe, und, trotz bis 80 Proz. von den e a zu kaufen
8 ee in ie risn wo würde man indes einen Fabrikanten finden,
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rde, wo er ni issen kann
die eee zu — J e altes Lager ihm übrig bleiben wird
nach ein günstiges gewesen, da von Australien und ferner, wo würde man den deutschen Fabri—
ee eeesen und für die- kanten finden, der in dieser unbestimmien, indes
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3 iesig Nri g bewegenden Branche wissen würde
nn pe Feaetnnrrse anngester weiche Sachen er in vorgedachter Weise anbieter
tönnte
hiesigen Import im verflossenen Jahre hat
Deusschland einen guten Teil geliefert. Die —3 ————
statistischen Zahlen lassen dieses freilich nach selst 7 Tfcut 75
der jetzigen Art und Weise der Zusammen— n Jelbst am har sten ressen rie
stellung niemals vollauf erkennen, da der direkte en am versesenen Ihbre tba tachtich wW
se ven Derhaeandniannahernn den uemmendee aedhehrczrift hrng
total deutschen Handel repräsentiert. Haupt tsche Fabritent zu dem Mitel *
sächlich läßt sich dieses von der Manusaktur dutgche Fabresant zu dem Mittel gegrifsen, si
warenbranche sagen. Bei den großen Entfern— 6 8
— 38 — — —— ohne geeignetes Kapital zu bedienen Dieselber
schlüsse in diesen der Mode und Jahreszeit so
————— konkurrieren, sie mußten deshalb den kleinster
stehen, sei sie nun in England oder Frankreich Feindie sien um. Ware Zzu verkaufen
bder in Deutschland ansässig, welche die Ein— n r en da an ede lungen, nn
käufe besorgt und die Verschiffungen sofort be— 6738
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Ie spazt e 'aillisten gewissermaßen finanziell in Händer
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d e Ein Besuch der hiesigen Warenlager aben sich hiesige Agenten deutscher Firmer
solcher Firmen welche sich —8 in ge —
—————— Inehigiger Hars giebt inem Auenten eine,
bewegen, wird beim Fachkenner Erstaunen her An oed — sogengun en enn —* e
vorrufen über die großen Massen Waren deut—
schen Ursprungs bag sich durch ihre Qualität vee Agent eine neipe ——
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e een dannen e gemachien Spezifikation angegeben, ebenfaus ab
sachtenner verraten die Etiquetten die Ramen wisetigen vs Annee Wir d biciger
der Fabrikanten und die Wahl der Schutzmarken In nnge , * * er a ec 9
mit deutschen Sprüchen das Exzeugungsland der dhelche der Agent detai Ladeninhabe
Güter. Es kann deutschen Fabrikanten dieser ü
Branche nur empfohlen werden, sich mit London deant e dat der e eiran
Der enphomen eern 8 nge zeber nunmehr die Ware eines englischen Fa
a u Wan unn bietet der australische
Markt den besonberen Vorteil, daß * d ae e oec Secse del gete in
Jahreszeiten hierselbst sich in umgekehrtem Ver— A 9 ane .
hältnis zu den europäischen ver halten, also Ge ragen mehr als alles Audere dazu' bei, der
— — esan egeen Finen deut hen Gewerbefleißes hinderlick
8 in den Weg zu treten.
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seine Ware Zaͤhlnug erhalt, mohrngegen ber Feisende herausschicken, scheint unter diesen Um
reltem Einkanfe von hier der Vesseder nich zöänden sich sehr zu empfehlen, die industrieller
immer gewillt ist, ganzlich dem Fabritanten z Kreise zeigen sich indes hierin sehr zurückhaltend
heriraucn und fur sonnende Guͤter zu begahlen, doch sollten dieselben nicht so sehr guf das gegen
weun ersterer micht eiß, ob der Gegeumert in värtig beschränkte Absatzgebiet, als auf die zu
Waren in der beorderten Weife und überhaupt ünftiae Größe desselben sehen.
expediert worden ist. Es ist viel für und gegen
Konsignationssendungen gesagt und geschrieben
worden, indes mit Bezug auf australische Han—
delsverhältnisse mit großer Unkenntnis der Sach—
lage. Es lassen sich die den australischen Markt
betreffenden Stapelartikel nicht mit Bemerkungen
über das Prinzip in Konsignationssendungen ab⸗
fertigen, wie viele Schreiber von in kaufmänni—
schen Fachzeitungen erschienenen Artikeln anzu—
nehmen belieben; in einigen Artikeln und sehr
bedeutenden werden nur Konsignationssendungen
gemacht, in anderen hingegen werden solche
direkt zurückgewiesen und zu diesen gehören u. a.
auch Manufakturwaren Es kommen hier selbst
verständlich nur leistungsfähige und gewissenhafte
Firmen in Betracht, denn man findet im anderen
Falle stets noch sogenannte Geschäftsleute, welche
Konsignationen unter allen Umständen anneh—
men, ob zum Vorteile der Sender? mögen die
vielen an das Konsulat gerichteten Schreiben
über Einziehung von Geldern für solche gemach

Delta⸗Metall.
In den letzten Jahren wurde der Verbesserung
der in der Technik gebräuchlichen Metalle viel
Aufmerksamkeit gewidmet, das Messing allein
hlieb unbeachtet, wohl besonders deßwegen, weil
es an Stärke, Zähigkeit und Härte dem Stahl,
dem Rotguß oder dem durch Zusatz von Phos⸗
phor verbesserten Rotguß, der Phösphorbronze,
so weit unterlegen war.
Herr Alexander Dick in London, ein deutscher
Chemiker, bekannt geworden durch die Einfüh—
zung der Künzel'schen Phosphorbronze in Eng—
and, übersendet uns einen Sonder-Abdruck aus
„Glasers Annalen für Gewerbe und Bauwesen“
vom 1. Juni 1883. Bd. XII, Heft 11, Nr.
143, worin er auf eine neue, von ihm erfundene
Metall⸗Composition aufmerksam macht, welcher
er den Namen Delta-Metall gegeben hat.
Seinen Angaben zufolge, machte er es sich
zur Aufgabe, das gewöhnliche Messing zu ver—
bessern; er legte seinen Versuchen die s. 8. in
Oesterreich gemachte Erfahrung zu Grunde,
daß ein kleiner Zusatz von Eisen die Eigen—
schaften der Kupfer-Zink-Legierungen vorlteil—
haft verändert. Die Versuche scheiterten anfäng—
lich an der anscheinend sehr einfachen Frage,
auf welche praktische Weise eine genau bestimmte
Quantität Eisen mit Sicherheit in die Legierung
einzuführen ist, ohne daß das Eisen der Oxy—
dation ausgesetzt wird.
Herr Dick beseitigte die Schwierigkeit dadurch,
indem er vorerst eine in Zink gesaͤttigte Eisen—
Legierung von ganz bestimmter Zusammensetzung
herstellt und diese dem Kupfer beimischt, und
verhütet die Oxydation durch Zusatz einer geringen
Menge von Phosphor, welche er dem Kupfer
als Phosphor-Kupfer beimischt. Das Delta—
metall ist daher eine verbesserte Kupfer-Zink—
—VVV
hat dieselbe eine dem Siahl gleichkommende
Festigkeit, läßt sich heiß und kalt walzen, zu
Draht ziehen ꝛc. und ist bei Rotglut leicht
schmiedbar, indem es zugleich dadurch eine er—⸗
höhte Festigkeit erlangt, welche diejenige des
Schmiedeeisens übertrifft.
Das Metall hat daher eine schöne, Gold
aͤhnliche Farbe, welche sich, der Luft ausgesetzt,
weniger verändert als Messing, Rotguß und
Phosphorbronze.
In England soll das Metall innerhalb weniger
Monate in der Industrie rasch Eingang ge—⸗
funden, und zur Herstellung aller Arten Maschinen—
teile, Glocken, Hausgeräte ꝛe. Verwendung ge—
funden haben, während es wegen seiner schönen
Farbe, hohen Politurfähigkeit und Feinheit des
Busses für Kunstgegenstände, Treppen-, Thür⸗,
und Möbelbeschläge, sowie Pferdegeschirre, Wagen⸗
eile ꝛe., geeignet befunden wurde.
Der Preis der Delta-Barren, -Bleche,
Stangen, ⸗-Drähte ꝛc., variiert je nach deren
Zusammensetzung; es ist im Allgemeinen nur
wenig höher, als der vom besten Messing. Die
Resultate der mit Delta⸗Metall vorge—
nommenen Zerreißversuche im Vergleich mit
Schmiedeeisen, Messing und Rotguß, sowie die
Versuchsresultate über die Elastizitäts- und Festig—
keits-Verhältnisse desselben, sind sehr günstig
rusgefallen und in Glaser's Annalen detaillieri
nitgeteilt. Wir müssen wegen Raummangel dar⸗
auf verzichten. dieselben hier wiederzugeben
            
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