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Saarbrücker Gewerbeblatt für Industrie, Handel und Verkehr.
Drient statt über Genua später über Triest und L Verkehr des Saar⸗Kanals in d
Fiume gelenkt wird und somit an der Schweiz un den
Nuhehe letzten 10 Jahren.
In angen horan magen wir einer gun hehgeen Jautetnn onne gutumnnnenung
e e een we ee wvelcher sich ein deutliches Bild des Verkehn,
dem e Gotihardbahn s. Z.persönlick auf dem Saarkanal gewinnen läßt. Bemerkens—
chätig gewesen ist, zuging, indem dieselbe einer Ven 5 en een für der
3 die Schmier igteu e de zibt, da der Verkehr der —A—
Sache nach sich einer starken Ermäßigung der —* 3 A⸗
Botthardtarife entgegenstellt bestätigt, anderer ———— Weiter⸗
v auch 87 drauf hinweist, ehd en nee uh! r 7
e nedore wg a eeg en Jahren außerordentlich nedrig gehalten hat.
n 2ist. Die Eröffnung der Strecke Teterchen —Dieden—
: jofen wird diesen Verkehr wohl no rhebli
„Die Gotthardbahn wird dem deutschen Handel ane herabdrůcken. z abet diu
und der deutschen Industrie ni e großen Nutzen abrikaten unterliegt nach der Zusammenstellung
bereiten. Bau und Betrieb sind viel zu teuer, außerordentlichen Schwankungen und ift sehr ge—
erst müßte die jetzige Gesellschaft zu Grunde ing, auch handelt es sich zumeist um Rohe und
Iehen, dann könnten vielleicht andere Tarife Zrucheisen ec.. weniger um fertige Fabritetions
platzareifen. Aber auch dann ist daran kaum Irtitel. Aus, den begüglichen Zaͤhlen ergibt sich
zu denken, weil am Gotthard Deutschlandu Italien zugenscheinlich, daß der Kandl“in diefer Be⸗
nicht direkt grenzen, was immerhin nach meiner zithung' keine Bedeutung besiht Das MPaterial
Ansicht eine absolute Notwendigkeit sein müßte. zu der Zusammenstellung stammt dug den Be—
Die einzige Möglichteit für Deutschland, an dichten der Saarbrücker Handelskammer für die
inen im Mittelmeere gelegenen natürlichen Jahre 1873 1882
„Gütermolo“, Italien genannt, mit Leich
tigkeit zu gelangen, ist der für Italien cen—
trale Weg durch Tirol über den Brenner,
doch müßte auch hier Deutschland und Italien
direkt confinieren und demgemäß wäre es
in Zukunft äußerst wichtig, wenn Tirol zu
Deutschland (Bayern) käme und die Brenner—
hahn verstaatlicht würde. Dann erst würde
Deutschlands Handel und Industrie nach dem
Süden zu großartig erblühen! Einige neue
Bahnen (Kempten-Reutte-Jmst, Trient-Val—⸗
Lugana-Conegliano (resp. Bassano), Mantua⸗
—
den beiden Quaiseiten des italienischen Güter—
nolo die Richtung geben.
Der Ausfallpunkt der Gotthardbahn in Genua
i selbst nur einseitig nach Westen gerichtet;
Der deutsche Verkehr dagegen müßte in gleicher—
weise die Adria wie das ligurische Meer er—
eichen können und dies ist nur möglich, weun
»er vermittelnde Verkehrswen sich durh Tirol
vindurchleat. — —
direkten Verkehre auf, um den Transit um so
mehr begünstigen zu können. Wollte die Gott—
hardbahn all den frommen Wünschen nachgeben,
so hätte sie sich binnen fünf Jahren halbwegs
ruiniert. Niemals wird diese Linie ihre Taxen
so niedrig halten können wie große Eisenbahnen,
welche hunderte von Kilometern durch flaches
Land fahren, und wer sich dies nicht schon von
Anfang an gesagt hat, der mag es sich nun an
den vorhandenen Zuständen herausrechnen. Die
Kohlen, welche die Gotthardbahn verfeuert, sind
teuer, und bei den starken Steigungen ist der
Bedarf groß; das Rollmaterial nutzt verhält—
nismäßig rasch ab; das Freihalten der Bahn
zwischen Bergen ist keine Kleinigkeit und das
Obligationen-Kapital will auf alle Fälle verzinst
werden. Die Tarifpolitik muß unter solchen
Umständen eine sehr vorsichtige sein, und all
den durcheinander laufenden Wünschen wird sie
nur vorsichtig und schriitweise folgen können
Sie darf das Beispiel der deutschen Zufahrts—
linien nicht befolgen, welche die nach Italien
bestimmten Kohlen unter dem Selbstkostenpreis (2
nach Basel fahren sollen. Uebrigens würden
die Genuesen vor Allem wohl daran thun, ersst
einmal die in ihrem Hafen und Lande der Ent
wickelung des Genuesischen Handels im Wege
stehenden Hindernisse zu beseitigen. Im Bericht
der „Kaufmännischen Gesellschaft Zürich“ für
1882 sind die mangelhasten Einrichtungen von
höchst sachkundigen Fachleuten aus eigener Er—
fahrung geschildert und kritisiert worden, aber
die Besserungen gehen langsam, sehr langsam
vorwärts. Die Verwaltung der Gotthardbahn
ist übrigens bemüht, nicht nur durch Tarif—
reduetionen Getreidetransporte an sick
zu ziehen, sondern sie fängt auch an, die unbe
dingt notwendigen Lagerhäuser zu erstellen.
In Flüelen sollen provisorische Räumlichkeiten
für die Lagerung von Getreide erstellt werden
die schon in der gegenwärtigen Herbst-Campaant
in Thätigkeit treten.“ —
Zunächst ist uns bei dieser Auslassung sehr
interessant zu erfahren, daß sich anch die Ham
delskammer in Genua über die gegen
wärtige Unzulänglichkeit der Gotthardroute klar
ist. Also ist doch das, was wir stets als in
erster Linie wünschenswert hinstellten, daß man
nämlich in Italien selbst auf die bestehen
den Mißstände aufmerksam werde und auch
dort auf Abhülfe dränge, wenigstens angebahnt.
Es würde nun darauf ankommen, daß diese
italienischen Interessenten in energischer Weise
auf ihre Bahnverwaltungen einwirken; bei den
jammervollen Eisenbahn-Verhältnissen in Italien
ist allerdings in dieser Beziehung so bald au
einen Erfolg nicht zu rechnen, aber schließlich
wenn auch nur sehr allmählig, wird doch etwas
zu erreichen sein.
Weiterhin ist der Einwand, welchen das oben
zitierte Blatt gegen die Ermäßigung der
schweizerischen Anteile erhebt, nicht so
ohne Weiteres von der Hand zu weisen. Die
schweizerischen Bahnen, darunter nameutlich aber
die Gotthardbahn, sind allerdings mit erheblich
höheren Kosten hergestellt worden, als z. B.
die anschließenden deutschen Bahnen und ebenso
ist der Betrieb wegen der teuren Kohlen sowie
der schwierigen Bahnerhaltung ein sehr kost—
spieliger und deßhalb werden sich die schweizerischen
Bahnverwaltungen so leicht nicht zu weiteren
erheblichen Tarifherabsetzungen bereit finden
lassen. Insofern ist auch das Scheitern der
letzthin zum energischen Ausdruck gekommenen
Bestrebungen, die Eisenbahn durch den Bund
erwerben zu lassen, zu beklagen. Aber eine
wirklich weit ausschauende Betriebsverwaltung
würde sich trotzdem zu den allseits geforderten
Ermäßigungen herbeilassen, denn es ist unaus—
bleiblich, daß die alsdann sicherlich eintretende
Steigerung des Verkehrs den Ausfall alsbald
wieder decken würde. Auch der Fall der letzten
Scheidewand im Arlbergtunnel hätte eine War—
nung an die Schweiz sein können und sollen,
in der Ermäßigung der Gotthardtarife Alles
zu thun was sich nur thun läßt, denn bei der
setzigen Lage der Dinge trägt die Arlbergbahn
die Möglichkeit einer starken Konkurrenz in sich
ja sie kann sogar dazu beitragen, daß der ge
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Zur Kanalfrage.
Die für den 4. d. M. in Düsseldorf an—
heraumte Generalversammlung des Vereins zur
Wahrung der gemeinsamen wirtschaftlichen In—
teressen in Rheinland und Westfalen, in welcher
die Kanalfrage zur Debatte gestellt werden sollte,
jat stattgefunden. Das Resultat, welches vor—
ausgesehen werden konnte, war, daß die Ver—
ammlung den Antrag Funcke, welcher sich
gegen den Dortmunder Kanal ausspricht, ab—
ehnte, den entgegengesetzten von Herrn Dr.
Natorp dagegen annahm. Wenn man be—
denkt, daß das Stimmenverhältnis 174: 40 be—
rug, sowie außerdem, daß von der Majorität
twa 70 Mitglieder erst in der Versammlung
elbst zu dem Verein beigetreten waren, so darf
nan den Ausfall als einen solchen auffassen,
nit welchem die Gegner des Kanals
ufrieden sein können, denn daß am Niederrhein
elbst sich eine so starke Opposition gegen den
danal einstellen würde, daran hat vorher nie—
nand, am wenigsten aber die Regierung ge—
»acht. Letztere wird voraussichtlich aus diefser
rage der Dinge eher Veranlassung nehmen,
das Projekt erst recht entweder fallen zu lassen,
»der auf die lange Bank zu schieben, anstatt
wie das die Kanalfreunde wünschen) daraus
Mut schöpfen, die Vorlage uoch einmal aufzu—
nehmen. Dazu kommt, daß der Verein der
Industriellen in Köhn in einer am 3. d. M.
abgehaltenen Versammlung einstimmig gegen
den Kanal sich ausgesprochen hat. Der Freunde
Zahl mehrt sich nicht, dagegen wachsen die Geg
ter aus dem Boden — dies sind schlechte Aus
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