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arbeitet werden, Der Güle der Erzeugnisse nach nahmen
diese lolhringischen Fabriken unter den französischen.
Fabriken den ersien Rung ein; ein Vertreternelz.
über ganz Frankreich sieherle den Absatz, der
nun auf Deutschland umgestellt werden muß. Einzelne
Herstellerbelriecbe waren bis 1935 mit ihren Produkten
im Saarland gut im Geschäft.
Feine Fleisch- insbesondere Wildkonserven, Marmeladen
und Konfitüren werden von den gleichen
Fabriken hergestellt, vergessen darf nicht die Melzer
Spezialität Dragees” werden, die fabrikmäßig nergestelll
wird.
Ein Unternehmen mit über 530 Beschäftigten slellt
Wurst und Fleischwaren im Großschlächtereibelrieb
her. Die Dosenwürslchen des Herstellers erfreuen sich
in Loihringen eines gulen Namens, Fleischextrakt als
Suppenwürze wird für den örllichen Bedarf als Nebenerzeugnis
gewonnen,
Sauerkraut, Gurken und Senf, auch
Trockengemüse werden für den örtlichen Bedarf hergestellt
Nicht zu der hervorstechendsten Industrie zählt die
Mühlenindusirie, was bei der hohen Erzeugung
an Weizen verwunderlich ist. Hier ist Loihringen von
den Großmühlen in Straßburg überflügelt worden. Die
Jothringischen Mühlen, die bis 1935 die Saarbrücker
Börse besuchlen qQder dort verlreten waren und als
Handelsmühlen anzusprechen sind, werden mit zwei
Ausnahmen wieder arbeiten und je nach der örtlichen
Lage’ zur Bedarfsdeckung des Saarlandes mit beitragen,
Im Grunde werden die lothringischen Mühlen aber im
westlichen Teil des Gebietes im Zuge der Getreideund
Mehlbewiritschaftung auf die Versorgung ihres
engeren Gebietes beschränkt bleiben. Augenblicklich
macht die Gelreideversorgung Schwierigkeiten, die zum
Teil aus Innerfrankreich erfolgt, was bei den vielfach
zerstörten Transporitwegen eine nicht leicht lösbare
Aufgabe ist, Mehrere Mühlen sind durch die Kriegspreignisse
in Mitleidenschaft gezogen,
Teigwaren industrie nennenswerten Umfanges
besteht nicht. Die Versorgung geschieht hauptsächlich
vom Elsaß her, das bekanntermaßen über eine
Spezialindustrie dieser Art verfügt.
Die Genußmittelindustrie umfaßt eine Reihe von
sehr beachtlichen Brauereibeirieben, die viellach
ein der. deutschen Geschmacksrichtung entsprechendes
Bier hergestellt haben und dadurch gegenüber
den innerfranzösischen Bieren einen günstigen Ausgangspunkt
hatten, So ist es auch erklärlich, daß mehrerc
dieser Brauereien über weitverzweigle Lieferbezichungen
nach Frankreich verfügten und ihren
Aussloß vielfach nahezu an die Kapazilätsgrenze ausweilen
konnten. Hergestellt wurden neben Lagerbieren
auch Spezialbiere, Augenblicklich sind die Brauereien
durch eine Anordnung der Hauptvereinigung der deutschen
Brauwirtschaft in ihrem Kundenbesitz geschützt.
Schwierigkeiten macht die Rohstoffversorgung. Während
Hopfen aus früheren Beständen noch genügene
vorhanden oder aus dem Elsaß ergänzt werden kann
klagen die Brauereien über mangelhafte Malzversorgung.
zumal die vom Reich her erhaltenen Zuweisun:
gen zu einem Preis von 44,30 RM in einem krassen
Mißverhällnis zu dem gegenwärtigen Erlös von 20,—
Reichsmark pro hl Bier stehen, Es wird hier wie auf
allen Gebielen eine Preisangleichung an den deutschen
Saarpfälzische Wirtschaftszeitung Nr. 1:
stand nicht ausbleiben können. Achnlich wie bei den
Mühlen wird auch auf dom Brauereiseklor erwogen,
solche Betriebe nicht wieder in Gang zu setzen, die
durch Kriegseinflüsse slillgelegen haben, um einer
cherseizung vorzubeugen,
Die Tabakinduslrie war durch nur cinen
Betrieb der französischen Regie vertreilen, in dem
schwarze Zigareiten und Rauchtabake hergestellt wurlen
und z.Zt. noch werden, Die Privatisierung dieses
Betriebes ist ins Auge gefaßt. Im Zusammenhang danit
wird eine Neuregelung der Tabakwirtschafl überhaupt
durchgeführt werden müssen, Besonders was
Zigarren, Stumpen und Rauchlabake angeht, müssen.
ım die Bedarfsdeckung zu ermöglichen, Herstellungssonlingenite
ausgeschültet werden, wobei eine Berückjichtigung
der nahegelegenen Fabriken, die entweder
Tüher schon über Lieferbeziehungen verfügten oder
lurch die Räumung besonders gelitten haben, unbelingt
Platz greifen muß und vom C.d.Z. auch ge
ordert wird,
Im Zusammenhang mit der Nahrungs- und Genußnittelindustrie
.ist schließlich noch das Salzvorsommen
in Lothringen zu erwähnen, Sehr bedeutende
Salinen befinden sich in Duß, Saaralben und Salzyurgen.
Von hier aus wird nicht nur Elsaß-Lothringen
jeliefert, es gingen vielmehr von jeher bedeutende
Mengen nach dem Reich, nach Nordfrankreich, Luxemjurg
und Belgien. Die Produktion dürfte 80000 Tonnen
ınd mehr pro Jahr betragen. In dieser für Lothringen
wichtigen Industrie werden über 300 Menschen he
schäftigt.
Aus dieser Aufzählung der in Lothringen bestehenlen
Nahrungsmitielindustrie, die nur einen Ueberblick
über die Hauptgruppen geben kann und die daher noch
jeineswegs als erschöpfend angesehen werden darf, ist
jedoch zu ersehen, daß hinsichtlich der Versorgung
ler Saarpfalz ein nicht zu unterschätzender Zuwachs
jebucht werden kann, der auch im Zeichen der Marktardnung
für die gleichgeartete Industrie der Nachbarzebiete
ein Ansporn zur höchstmöglichen Leistung
sein muß.
Wenn auch, wie schon einmal betont wurde, die
\ufnahmefähigkeit des Markles den Absatz nicht zu
>»inem Problem wird werden lassen, so wird doch in
ıormalen Zeiten ein Wettbewerb nicht ausbleiben, bei
lem die Güte der Erzeugnisse den Ausschlag gehen
wird:
Lothringische und saarpfälzische Beiriebe werden
;o im Welitstreit innerhalb der Grenzen, die die landwirtschaftliche
Marktordnung steckt, ihr Bestes 1Aun
müssen, um ihrer Versorgungsaufgabe der Allgemein:
neit gegenüber gerecht zu werden.
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Der Führer:
85 Millionen, die einen Willen haben, einen Entfchluß
und zu einer Tat bereit find, bricht keine Macht der
Welt!