1. November / 45, Jahrgang
Firmenmitteilungen!
Bauernsiedlung Saarpfalz GmbH.
Ergänzend zu der Notiz in unserer vorigen Nummer
aut Seite 311 machen wir darauf aufmefksam, daß die
Bauernsiedlung Saarpfalz GmbH. auf Veranlassung von
Reichsminister Darre gegründet worden. ist, Das 2 Millionen
Reichsmark betragende Kapital ist von dem Reiche übersommen
worden. Neben der Neubildung deutschen Bauernms
hat die Gesellschaft den Zweck, zenstörte Gehöfte
wieder aufzubauen und im Zuge der Umlegung die Dorflagen
aufzulockern.
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Verleihung des Kriegsverdienstikreuzes
an Persönlichkeiten der Saarpfälzischen Wirtschaft.
Der Führer hat folgenden Persönlichkeiten der saarpfälzischen
Wirtschaft das Kriegsverdienstkreuz 2. Klasse
verliehen: Herrn Direktor Hans Karcher, Präsident
der Industrie- und Handelskammer zu Saarbrücken und
Leiter der Wirtschaftskammer Saarpfalz, Herrn Dr. A.
Reimann, Präsident der Industrie- und Handelskammer
für die Pfalz, Ludwigshafen, Herrn H. Krapp, Landeskandwerksmeister
Saarpfalz, Kaiserstautern, Herrn Malermeister
Franz Baumgärtmner, Präsident der Handwerkskammer
zu Saarbrücken und Herrm Dr. Waechter,
Generaldirektor der Saargruben A.-G.. Saarbrücken.
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Drei tödliche Unfälle
aus dem täglichen Leben.
Die Berufsgenossenschaft für den Einzelhandel, Berlin.
zibt Kenntnis von folgenden Betriebsunfällen:
1. Ein Verkäufer ging beim Umgießen von Terpentin
;o leichtfertig zu Werke, daß die dünnwandige Ballon-‘lasche
zerbrach. Um die Spuren des ausgelaufenen Terpenins
zu verwischen, zündete er unter Außerachtlassung jegicher
Vorsicht die Flüssigkeit an, so daß der Fußboden
rannte, Beim Austreten des Feuers fingen seine Stoffnausschuhe
Feuer, da diese bereits mit Terpentin getränkt
waren. Sein Versuch, die Flammen auf den brennenden
Schuhen mit den Händen zu ersticken, schlug ebenfalls
'ehl, da seine Hände von dem vorherigen Wischen mit dem
„appen befeuchtet waren und deshalb auch Feuer fingen.
m Augenblick ging das Feuer auf die Kleider über. Der
»rennende Verkäufer rannte aus dem Keller in der Laden
ınd von da auf dem Hof. —- Der Verletzte ist an den
3randwunden verstorben.
2. Eine Reinigungsfrau kam beim Wischen des Fußvodens
«mit nassen Händen an den Stecker einer .Heizsonne,
die aber ausgeschaltet war. An einer Stelle des
Steckers war die Isolierung durchgescheuert. Da die Heizsonne
an eine Lichtleitung mit 220 Volt Spannung angeschlossen
war, erhielt die Frau einen elektrischen Schlag,
der trotz sofort einsetzender künstlicher Atmungsversuche
den Tod herbeiführte,
3. Beim Transport von Brotkisten, die mit Bandeisen
versehen sind, verletzte sich ein Kutscher die linke Hand,
Zrst am 6. Tage nach dem Unfall ging der Kutscher zum
Arzt. Schon nach weiteren 3 Tagen mußte er von dem
behandelnden Arzt ins Krankenhaus überwiesen werden,
da inzwischen eine Blutvergiftung eingetreten war. Hier
verstarb der Verletzte einige Tage später.
Diese Unfälle, die aus dem täglichen Leben herausgegriffen
sind, zeigen, wie schnell aus kleinen Ursachen
große Wirkungen entstehen können. Vorsicht beim Umgang
mit brennbaren Flüssigkeiten! Brennende Kleider
durch Ueberwerten von Decken usw. oder Wälzen auf dem
Boden ersticken! Jeder muß wissen, daß auch kleine Wunden
sofort zu verbinden sind und der Arzt bei anhaltenden
Schmerzen sogleich aufzusuchen ist. Elektrische Geräte
sind besonders achtsam zu behandeln, auch kleinste Schäden
müssen sofort beseitigt werden.
Beachtet die Unfallverhütungsvorschriften, Unfallverhütungsbilder
und Warnplakate der gewerhlichen Berufsyenossenschaiten
!
Unserer heutigen Ausgabe liegen Lohnsteuertabellen
der Industrie- und Handelskammer zu Saarbrücken über
„Steuerabzug vom Arbeitslohn (Lohnsteuer) der Arheita„ehmer
in Lothringen‘ hei
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