Full text : 3.1928 (0003)

Publikum und Behörde nach Maßgabe der modernen Ver⸗
ehrs⸗ und ie ehß
Tip Möglichkeit Vermehrung der ehrenamtlichen Mit⸗
arbeit.
Bei der Verwaltungsreform muß die Ueberzeugung bleiben,
daß die deutsche Republik am besten und — und damiit
ruch am billigsten und für das gesamte deutsche Volk am vor⸗
eilhaftesten von einem unbestechlichen, wirtschaftlich gesicherten
und von allen Partei- und Weltänschauungsrichtungen unab—
dängigen Berufsbeamtentum verwaltet werden kann und ver⸗
vallet werden muß. Dies gilt nicht nur in Bezug auf die
sogenannten reinen Hoheitsbeamten, die unmittelbar die Sou⸗
berainität des Staates zur Geltung bringen, sondern ebensosehr
ür alle Berufsbeamten, die die wirtschaftlichen, rechtlichen und
ozialen Aufgaben der oͤffentlichen Körperschaften durchzuführen
saben. Es' gilt dies auch für alle mittelbaren Organe der
Staatshoheit, die in lebenswichtigen, wirtschaftlichen Betrieben
die Inleressen des Volksganzen wahrzunehmen haben.
Der Deutsche Beamtenbund ist bereit, — wie er programmatisch
zffentlich erklärt hat — an einer zeitgemäßen Reform der öffent⸗
lichen Verwaltung mitzuwirken. Die Beamtenschaft will keine
Ausblähung der Beamtenzahl, vielmehr ist es ihr Wille, daß
n einet einfach und übersichttlich geqliederten straffen Verwal—

ung nicht mehr Beamte beschäftigt werden, als es im sachlichen
zedürfnis liegt. Eine Verwaltungsreform jedoch, die einen ver⸗
chleierten Beamtenabbau bedeutet, lehnt sie mit aller Ent—
hiedenheit ab. Daher ist auch der 8 40 des Besoldungsgesetzes
som 16. Dezember 18927, durch den nicht eine organische, sondern
ine rein mechanische Verminderung der Beamtenzahl herbei—
eführt wird. schleunigst zu beseitigen.

Die Deutsche Beamtenschaft, die sich stets und namentlich in
en schwersten Tagen unseres Vaterlandes als eine feste Stütze
»es Staates erwiesen hat, ist nach wie vor gewillt und bereit,
hre ganze Kraft in den Dienst des Staates und der Volks—
esamtheit zu stellen. Sie ist gewillt, im Volke und mit dem
zolke an dem Wiederaufstieg zu arbeiten und — an
iner gedeihlichen Gestaltung deutscher Zukunft. ls wichtige
doraussetzung hierfür betrachtet sie die Erhaltung des Berufseamtentums
 deutscher Prägung und Eigenart und zeitgemäße
Peiterbildung seiner im Volksstaate Uegenden Grundlagen.
icht Beseitigung oder Schwächung des Berufsbeamtentums,
ondern seine Festigung und Stärkung! Nur so ist die Gewäbr
iner gesunden Entwicklung unseres Vaterlandes nach innen
ind außen gegeben.
Oberpostinspektor Hugo Anschütz. Frankfurt a. M.

Vereinigung der Eisenhahnbeamten und -Anwürter
im Saargebiet e. V.
Fachgruppe der Weichensteller Bahnwärter und Anwärter
Ortsgruppe Saarbrücken.
Am 2. Dezember 1828, nachmittags 2.30 Uhr, findet im Ver⸗
rinslokale Cafe Englert unsere diesjährige Generalversammlung

Verwaltungs⸗Alabemie Saargebiet
Nächste Vorlesungen. Heute, den 1. Dezember 1928, ab 4 Uhr,
iest Herr Staatsanwaltschafisrat Dr. Berndt über „Strafprozeß
and Strafvollzug“. Am Samstag, den 8. Dezember 1928, ab
1WUhr, liest Herr Staatsanwaltschaftsrat Dr. Berndt oder Serr
Professor Gerloff.

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