Full text : 3.1928 (0003)

Vortrage: „Beamtenschaft und Wirtschaft“. Wir
können davon absehen, heute auf den Inhalt einzugehen, da wir
Dend Gelegenheit haben werden, Teile dieser außer—⸗
ordentlich klaren, umfassenden und tiefgründigen Darlegungen
im Wortlaut 5 veröffentlichen. Herr Rausch-Berlin be—
handelte das Thema: „Beamtenschaft und Volks⸗
st agat“‘. Der Vortragende sprach von der Einstellung zum
neuen Staat, lehnte für die Beamtenschaft jede Diskussion über
die Staatsform ab und forderte, daß die Beamtenschaft durch
ihre Lintguns zum Staat Ansehen und Achtung vor dem Stagate
fördern sollte. Die Angriffe gegen das Berufsbeamtentum wies
er zurück und zeigte, daß jedes Abweichen von der Idee des
Berufsbeamtentums den an sich schon stark bedrohten neuen
Staat gefährlen würde.

Die vom Bundesvorstand vorgelegte Entschliebung zur Rhein⸗
und Saarnot nahm die Versammlung einstimmig an und beschloß
durch das Absingen des Deutschlandliedes den 8. ———
Beamtentag. — Die Entschließung veröffentlichen wir in der
nächsten Nummer.
Wir wiesen neulich schon einmal auf die allgemeine Bedeutung
der Boamtentagungen hin. Der 3. Viälzische Beamtentag er⸗

üllte selbstverständlich auch seine Aufgaben in diesem Sinne
darüber hinaus aber ist er bedeutsam, weil er sich bewußt in den
Dienst großer Volksideen stellte. Er wollte der Oeffentlichkeit
en deutschen, Beamten, zeigen. Gewiß stehen auf seinen
Tagungen auch wirtschaftliche Fragen zur Beratung, aber sie
ind nie und dürfen nie die Sauptsache sein. Die Beamtenschaft
ührt durch ihre großen Organisationen sich selbst zur sittlichen
vflichtauffassung gegenüber Volk und Vaterland, lehnt bewußt
ostsüchtige Tendenzen ab und betont immer wieder, daß der
Dienst“ selbstlose, unbedingte und ganze Hingabe fordert. Das
»eutsche Volk aber muß erkennen, daß seine Beamten—
chaft ein Stück seiner selbst ist und daß die Wrt
die sie fordert, nicht Sonderrechte sind, sondern aꝛus dem Wesen
»es Berufsbeamtentums sich ergebende Notwendigkeiten. „Es
nuß Allgemeingut werden, dab der Beamte keine Sonderltellungs
ziinnimmt, sondern Diener des Volkes ist.“
Wenn der 3. Piälzische Beamtentag dazu beitragen würde,
diesen Gedanken den Weg in das Volk zu ebnen, dann wäre das
der schönste Lohn für all die treue Arbeit, die in Zweibrücken
zum Gelingen der Tagung geleistet worden ist. Der Wunsch,
baß es so sein möchte, verbinden wir mit dem Danke für die
herzliche Auinahme in 3weibrücken M.

Mitteilungen der Bundesleitung 33 — Mitglieder werden auf dielse Veranstaltung aufmerksam
gemacht.
Der Verein für das Deutschtum im Ausland veranstaltet am
—— Lo Verwaltungss Akademie Saargebiet
Saalbaues einen Werbeabend. Herr Winister Or. Külz wird Winter⸗-Semester 1928/29.
sprechen über das Thema „Auslandsdeulfschkum und Heimal“. Am B8. Oktober beginnen die Vorlesungen des 4. Semesters der

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