s Ben — nn4
Zeitschrift Bei Bestellung no ee * *
zugspreis monatlich 8.— ranken
des Beamtenbundes 7
des Saargebietes gespaltene Millmetetzeile o660 Frs
òÂ — ç —
Verantwortlich: Für den tedaktionellen Teil Wilh Meistet. Saarbrücken 8. Bruchwiesensttaße 25. Fernsprechet 3055
für den Rekläme und Anzeigenteil Ettnst Pallmann Saarbrücken 8. Dudweilerstratze 77 Fernsprechet 4334
Postscheckkonten: Schriftleilung der Zeitschrift „Der Beamtenbund“ 1859 Saarbrücken für franz Franken, 77 557 Köln für Reichsmatk.
Geschäftsstelle des Beamtenbundes des Saatgebietes: Saarbt ücken 3. Königin-Luinensttaße 30, Ferniprechet 3055 und 4334
Posticheckkonto: 1700 Saarbrücken
Druck und Verlag: Saarbrücket DOruckerei und Verlag A G. Saarbrücken 3, Ferniptecher 3130 bis 3134 und 460 bis 462
83. Jahrgang Saarbrücken, den 29. September 1928 Nummer 39
Inhalt: Vor neuen Aufgaben. — Der 3. Pfälzische Beamtentag. — Von der Bundesleitung. — Aus den Verbänden.
— — — —
VOP NEUENAUFGABEN
Die allgemeine Urlaubs- und Ferienzeit ist vorüber. Die
Amtsstuben zeigen wieder das gewohnte Bild geregelter
Arbeit, und auch die Regierungskommission ist wieder
ihlis. Allenthalben gehts mit neuer Kraft an neues
erk.
Auch in unserer Beamtenbundsarbeit wars für einige
Wochen ruhiger geworden. Die Besoldungsaktion hatte
noch rechtzeitig vor den Ferien ihren vorläufigen Abschluß
gefunden. Ende Juli überreichte die Arbeitsgemeinschaft
der Beamtenverbände des Saargebietes der Regierungs—
kommission eine letzte Erklärung, die die Enttäuschung
über die Regierungsbeschlüsse ebenso zum Ausdruck brachte,
wie sie neue Forderungen stellte und damit die kommende
Besoldungsaktion einleitete.
Wenn die Regierungskommission bis jetzt noch nicht
hierauf geantwortet hat, so liegt das in den Urlaubsver—
hältnissen begründet. Uns aber gibt diese Tatsache Ver—
qulasuns, nun wieder alles aufzugreifen und in Fluß zu
ringen.
Als vorerst dringlichste Angelegenheit steht im Vorder⸗
grund unserer Arbeit die Angestelltenbesoldung. Sie hat
uns auch unsere Ferien nicht ungestört genießen lassen. In
den Angestelltenkreisen herrscht zur Zeit große Erregung
über die Behandlung dieser Frage durch die Regierungs—
kommission. Man war allgemein der Meinung, daß die
Besoldung der Angestellten in unmittelbarem Anschluß an
die Erledigung der Beamtenbesoldung zum Abschluß ge—
—X——
Kennutnis der Dinge dies durchaus möglich gewesen wäre.
Mittlerweile haben Versammlungen von Angestellten stattgefunden,
hat die Presse verfrühte und zum Teil unrichtige
Meldungen gebracht, hat die ganze Angelegenheit ihre
Kreise gezogen bis ins Organisationsleben hinein. Ge⸗
rüchte verbreiteten Unruhe: Vorwürfe wurden laut: die
Erregung stieg.
Da griff in den letzten Tagen die Arbeitsgemeinschaft
der Beamtenverbände erneut tatkräftig ein durch eine dem
Herrn Präsidenten Wilton unterbreitete Bitte um Gewäh—
rung einer Besprechung mit ihm. Die Aussprache hat am
Donnerstag voriger Woche stattgefunden. An ihr betei—
liaten sich als Vertreter der Arbeitsdemeinschaft die Herren
Schneider, Blinn, Dr. Eisel, Hoffmeister und Schmitt. Die
Lage der Angestelltenschaft wurde eingehend dargelegt; die
Forderungen der Arbeitsgemeinschaft wurden erneut ge⸗
tellt und begründet. Beschleunigte Verabschiedung der
zanzen Angelegenheit, an der Hunderte von Angesiellten
ebhaft interessiert sind, wurde dringend erbeten. Herr
Präsident Wilton teilte mit, daß die Regierungskommis—
ion am kommenden Tag die Frage besprechen und un—
sere Wünsche prüfen werde. Ob es dabei schon zu einer
endgültigen Entscheidung komme, könne er uns noch nicht
sagen. Er persönlich sei bemüht, eine Entscheidung bald—
nöglichst herbeizuführen.
Am nächsten Tag brachte die Saarbrücker Zeitung eine
lurze Meldung über die Besprechung und deren Ergebnis.
Die Notiz entsprach in mehreren Punkten nicht den Tat—⸗
sachen. Sie war in unverantwortlicher Weise von einem
Dritten, der glaubte auch Politik machen zu können, in die
Presse gegeben worden, hat uns zu aller Arbeit die der
Richtigstellung gebracht und hat selbstverftändlich unsere
Janze Stellung der Regierungskommission gegenüber nicht
erleichtert.
Die Regierungskommission hat am Freitag und Sams—
tag voriger Woche zu unseren Anträgen Stellung genom—
nen. Als Ergebnis dieser Beratungen erhielten wir am
Samstag die Mitteilung, daß allen Staatsangestellten für
die Zeit vom 1. Oktober 1927 bis zum 1. Oltober 1928
eine fünsprozentige Aufbesserung ihrer seitherigen Bezüge
einschließlich der Frauen- und Kinderzulagen bewilligt sei.
Die bisher gewaͤhrten Vorschüsse seien hierauf in An—
rechnung zu bringen. Die neue Besoldungsordnung für
die Staatsangestelten sei noch nicht fertiggestellt. Sie solle
nn der nächsten Zeit von der Regierungskommission ve—
irbeitet und zum Abschluß gebracht werden. Sie trete mit
dem 1. Oktober 1928 in Kraft.
Nach der Entscheidung der Regierungskommission soll das
zanze zurückliegende Jahr mit der gefundenen Lösung als ab⸗
zegoͤlten gelten. Da die Vorschüsse zurückgezahlt werden
muͤssen, d. h. in Anrechnung gebracht werden, bleibt für
die in den nächsten Tagen durchzuführende praktische Aus⸗
ahlung in den meisten Fällen leider nicht viel mehr übrig.
Daß die Stimmung in den Angestelltenkreisen dadurch
des Wintersemesters der Verwaltungs⸗Arademce Saargebiet beginnen
am 6. Oktober. Es wird gebeten, die Anmeldungen umgehend zu tätigen.
Vordrucke sind auf der Geschaͤftsstelle, König.-Luisenstr. 89 erhälulich. Studienplan
siehe unter Mitteilungen in vorliegender Nummer. Die Geschäftsleitung.
Ne Vorlesungen
224