Full text : 3.1928 (0003)

diese Vergünstigungen in Wegfall kommen konnten und die
Freivo genau wie im Reich hier zur Durchführung gelangen
würde. Der Hinweis der F. G. 14, dab bei der Reichsbahn in
Fallen wo Familien-Angehbrige anstelle der Ehefrau den Haus—
qe führen, für diese auf besonderen Antrag in wohlwollender
ise Freifahrt gewährt wird, ist nach unseren Erkundigungen
bei den maßgebenden Organisationen im Reich, nicht zutreffend

12. Urlaub.

Wir haben in einer Eingabe an die Eis.Dir. unterm 20. 11.
27, dieser mitgeteilt, daßz wir es für lbe halten
daß der Abschnitt 111 Absatz 1 der Personalkontroll-Vorschrifi
nur Beispielsfälle anführt und doß es doch sicher dem Dienst⸗
senveher überlassen bleibt, zu beurteilen, ob eine mora—
ische Verpflichtung des Beamten zur Teilnahme an irgend
einem Familienfest (Todesfall, — etc) vorliegt. Die
Antwort der Eis.“Dir. haben wir mit Rundschreiben Serie J.
2/28 bekannt gegeben.
13. Abrechnungszettel bei Gehaltszulagen.
Der Antras ist sinngemäß erledigt worden. Jeder Beamte
erhält bei der Gehaltszahlung seinen Abrechnungsgettel.
14. Mitwirkung bei Lohnverhandlungen.
Wir verweisen auf die vorstehend unter Punkt 4 gegebene
Begründung.
15. Nachtdienstzulagen.
Ein von uns in dieser Beziehung vertretener Antrag der
F. G. 23 wurde von der Verwaltung abgelehnt.
16. Kinderzulagen.
Es handelt sich hierbei um Zulagen für Kinder, die an kindes—
statt angenommen sind, deren Adoption aber nicht möglich ist
Nach unserer letzten Information ist in der neuen Besoldungs—
ordnung der Winhsthn vorgesehen, daß Kinderzuschläge auch
für Pflegekinder und Enkel gewährt werden können, wenn der
Beamte diese in seinen Haushalt aufgenommen hat und für
ihren Unterhalt und ihre Erziehung keine Vergütung erhält.
17. Besoldung.
Die beabsichtigte Einführung einer neuen Vesoldungsordnung
ist jedem Kollegen bekannt. Wir hoffen, daß deren Einführung
dem Antrage gerecht wird.
18. Betriebszulagen.
Hier erwartet der Vorstand einen begründeten Antrag der
F G. 2. um die Angelegenheit vertreten zu können.
19. Bahnärztliche Behandlung der Bürobeamten.
Begründung wie oben unter 8.

20. Bildung und Fortbildung.
Unsere verschiedenen Vorstellungen in dieser Beziehung haben
um Ergebnis gehabt, daß von der Direltion in nächster Zeit
eune Fortbildungseinrichtung ähnlich der bei der Deutschen
Reichsbahn geschaffen wird.
C. Organisationsfragen.
1. Ausscheiden der Pensionüre aus dem Beamtenbund.
Antrag wurde vom Delegiertentag abgelehnt.
2. Gestaffelte Beiträge.
Begründung wie zu 1.
3. Sterbeunterstützung für Witwen.
Antrag wurde von der außerordentlichen Hauptversammlung
m 10. 3. 27 abgelehnt, mit der Begründung, daß mit dem Tode
nes Mannes das rechtliche Verhälinis zur Vereinigung aufhört
4. Monatliche Aufnahme von Mitgliedern.
Antrag wurde abgelehnt
5. 6. und 7. Volle Rechte für Uebertretende, Altersgrenze
und Satzungsänderung.
Den Anträgen wurde durch Aenderung bezw. Neufassung der
e 5 und 8 der Satzungen entsprochen. Die Satzungen wuͤrden
im Laufe des Geschästsjahres im Auftrage des erw. Vorstandes
neu aufgestellt und gedruct. Mit der Ausgabe der fertigen
Satzungen wird nach Berücksichtigung etwaiger Aenderungen
durch den heutigen Delegiertentag sofort begonnen.
Mit Vorstehendem haben wir ein Bild gegeben über die
Tätigkeit des Vorstandes inbezug auf Erledigung der gestellten
Anträge.
Zu der sonstigen Tätigkeit des Vorstandes bemerken wir
olgendes:
1. Unser Verhältnis zum Beamtenbund
Im Vorstand des B, B. ist die Vereinigung vertreten durch
7 Kollegen 3 davon sind Mirgliedet der Bendesleitung sdie
Ba. stellt den 2. und 3. Vorsitzenden und 1. Beisitzer), 48 Mit—
glieder der Vereinigung verireten im Ausschuß das B. B. die
Säule 1 (Eisenbahn) Beiallen wichtigen Beamtenfragen welche
im Laufe des Jahres in Angriff genommen bezw. durchgeführ:
wurden, hoben unsere Vertreter mitgewirkt.
2. Unser Verhältnis zu anderen Verbänden.
Nach dem Ausscheiden der Lokbeamten aus dem Beamtenbund
und unserer Vereinigung wurde von dieser Gruppe der Versuch
gemacht, in die Arbeitsgemeinschaft det Beamtenrerbände auf⸗
genommen zu werden Es blieb bei diesem Versuch weil wir
ins auf den Standpunkt stellten. daß eine Mitgliedschaft in der
Arbeitsgemeinichaft nur über die Vereinigung möglich ist.

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