Full text : 3.1928 (0003)

teren Beamtenverbände im Rahmen des Beamtenbundes
vor?“ konnte mit überwiegender Mehrheit der anwesenden
Vertreter bejaht werden. Stimmenthaltung übten nur
einige Vertreter der Eisenbahn, dagegen stimmte kein Ver—⸗
treter.
Die Einberufer, Kollege Reichert und Kollege Geiß, er⸗
hielten Vollmacht, zur gegebenen Zeit zur endgültigen
Gründungsversammlung aufzurufen.
Es ist ja sehr bedauerlich, daß diesem uneigennützigen,
ehrlichen und offenen Gedanken der Einberufer Mißtrauen
entgegengebracht wurde. Aber noch bedauerlicher war es
für den Schreiber dieser Zeilen, daß einige Vertreter der
Eisenbahnkollegen erklärten, daß, wenn die Arbeitsgemein—
—
organisation der Eisenbahner erledigt wäre. Daß diese
Gedanken vollständig absurd sind und nicht ernst genommen
werden können, muß jedem klardenkenden Kollegen ver⸗
ständlich sein.
Die Arbeitsgemeinschaft soll und darf sich nicht mit in⸗
ternen Fachgruppenangelegenheiten befassen; dafür ist eine
gut ausgebaute Großorganisation da, wo weder das Faust—⸗
recht der Mehrheit noch Ueberheblichkeit dem Kleinen gegen⸗
über vorherrschend sein dürfen. Daß die Bundesleitung
des Beamtenbundes an den sich abspielenden Vorgängen in
den Reihen der unteren Besoldungsgruppen nicht ächtlos
vorüberging, ist verständlich.
Die Vorgänge in der Dienstagversammlung, sowie die
Meinungsverschiedenheit betr. der Forderung auf Ueber⸗
nahme der Reichsbesoldungsordnung des Beamtenbundes
in den Reihen verschiedener Verbände der unteren Beamten
gaben der Bundesleitung Veranlassung, von sich aus eine
Versammlung der unteren Beamtenverbände sowie der
Ausschußmitglieder der unteren Gruppen einzuberufen.
Diese Versammlung fand am 23. Juli ebenfalls im Kol⸗
bdinghaus statt.
Vorweg sei es gesagt, daß es dem Leiter der Versamm⸗
lung, Herrn Schneider, durch sachliche und vornehme
Leitung gelang, aufzuklären und zufriedenzustellen und
daß er dadurch wesentlich dazu beitrug, daß die Versamm⸗
lung harmonisch und fruchtbringend verlief. Nach Be—
grüßung der Anwesenden führte Herr Schneider aus, daß
uns heute zwei Gedanken zusammengeführt hätten. Erstens
solle den unteren Gruppenvertretern Gelegenheit zur rest⸗
losen Klärung der Lage betr. der Besoldungsneuregelung
gegeben werden, und zum andern solle die am Dienstag an—
geschnittene Frage der Gründung einer Arbeitsgemein—

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Die Seife ist mein Steclenpferd.
FSteckher ferd-Veife
die heate Lißenmilch-Seife Ucbeal 2zu b—

HauchaltungzPenzionat
710IN HN. Joei. gt. Vish (euhelglen)
Die von Augustinerinnen geleitete Haushaltungsschule
 bietet jungen Mädchen im
Alter von 15-25 Jahren Gelegenheit sich
in allen Zweigen eines guten bürgerlichen
Haushaltes auszubilden. Alles andere
durch Prospekt. Schöne gesunde Lage.
Herrliche Waldumgebung. 271

chaft besprochen werden. Die Herren Vertreter sollten sich
seute abend einmal der Bundesleitung gegenüber rücksichts—
os aussprechen.
sherr Schneider gab einen kurzen Ueberblick über die
oziale Arbeitsgemeinschaft der Reichskollegen im Deutschen
Beamtenbund und betonte, daß die Bundesleitung gegen
ie Gründung einer Arbeitsgemeinschaft im Saargebiet
teine Einwendungen zu machen habe, sofern die Arbeits⸗
gjemeinschaft sich voll und ganz auf den Boden des Beamten⸗
undes stelle.
In der Aussprache nahm eine größere Angah Kollegen
»as Wort zur Kritik. Besonders herausgestellt wurden die
Fragen der Ortsklasseneinteilung, des Umrechnungsfaktors,
der Vorschüsse und der B-Beamten.
Serr Schneider legte nochmals die Haltung der Beamten⸗
ertretung der Regierungskommission gegenüber in der
Besoldungsangelegenheit dar und betonte, daß wir 3
er Mängel, die der Besoldungsneuregelung anhaften, do
inen wesentlichen Schritt vorwärtsgekommen wären.
Venn nicht alle Wünsche der Beamten erfüllt worden seien,
äge das nicht am Beamtenbund, sondern an der Regie—
ungskommission. Neue Aufgaben harrten der Beamten⸗
ertretung. Neue Wege zur Erfüllung der Aufgaben müß—
en gefunden werden. Nicht zerstörend, sondern weiter auf⸗
zauend müsse gewirkt werden. Die Ausführungen des
derrn Schneider mußten auch dem schärfsten Kritiker zeigen,
aß der Beamtenbund aber auch in keiner Weise versagt hat.
de vorgebrachten Wünsche versprach Herr Schneider zu ver⸗
reten.
Nach erfolgter Aussprache konnte Herr Schneider in
einem Schlußwort feststellen, daß die Versammlung not⸗
vendig war und daß die Aussprache sachlich und fördernd
geführt worden sei. Der Beamtenbund habe seine Pflicht
jetan, er werde sie auch weiter tun. Er bat die Herren
bertreter, auch ihrerseits in ihren Verbänden aufklärend
zu wirken.
Zur Arbeitsgemeinschaft selbst betonte Herr Schneider
ochmals, daß die Bundesleitung gerne sich zur Verfügung
telle und zur sachlichen Mitarbeit bereit sei.
Mit Worten des Dankes konnte Herr Schneider die ruhig
ind harmonisch verlaufene Versammlung schließen.
Nun noch einige persönliche Bemerkungen zu den Vor—⸗
zängen in den vergangenen Wochen.
Es ist ja ganz klar, daß bei jeder Besoldungsneuregelung,
nag sie ausfallen, wie sie will, eine zufriedene und eine un⸗
zufriedene Partei entsteht. Die Zufriedenen wollen so
chnell wie möglich die Besoldungsneuregelung eingeführt

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