Full text : 3.1928 (0003)

Betrachtung: Die Einführung der Ortszuschläge
wurde anfangs von der Bamtenschaft freudig begrüßt.
Denn jetzt waren die meisten Mängel der früheren Reg—
lung beseitigt. Durch die Sicherung der Befriedigung
zleicher Bedürfnisse für alle Beamten war ein Verhält—
ais geschaffen, wie es immer schon bei den Löhnen und
Gehältern in den freien Berufen bestand. Die Regelung
hätte in normalen Zeiten bei einem weiteren Ausbau zu
einer restlos zufriedenstellenden werden können.

So aber kam die Inflation, die unter ihren vielen bösen
Folgen auch die Abschaffung des Ortszu—
schlags aufzeichnen konnte, weil sie die Preisverhä't
nisse und die örtlichen Unterschiede ständig durcheinand-r⸗
wirbelte.
Man rief wieder nach dem Wohnungsgeld.
(Schluß folgt.)
K. Blinn.

Die Saarländische Beamtenbank blickt in diesen Tagen
auf ein halbjähriges Bestehen zurück. Die Geschäftsräume
in der Königin-Luisenstraße bieten das gewohnte Bild einer
Bank, lassen aber hinter allem notwendigen Geschäftlichen
den kollegialen Geist erfühlen, der die ganze Arbeit der
Beamtenbank durchweht. Der Vorstand, — drei Kollegen
von der Post, der Schule und der Eisenbahn, — sind un—⸗
ermüdlich tätig und haben in der kurzen Zeit bereits Er—
staunliches geleistet. Der Aufsichtsrat überwacht die ge—
schäftliche Entwicklung, die durchaus normal verläuft. Die
Mitgliederzahl nähert sich zur Zeit dem siebenten Hundert;
monatlich traten etwa hundert Beamte der Bantkt bei.
Noch aber stehen Tausende, die zu uns gehören könnten,
abseits. Zu wiederholten Malen haben wir unsern Aufruf
zum Beitritt bekanntgegeben, und doch zögern viele noch
und rühren sich nicht. Es ist leider nicht das erste Mal
daß weite Kreise der Beamtenschaft ihre Führung im —*
lassen. Gewiß hat jeder seine Gründe für seine Haltung
und berechtigte Gründe soll man achten. Wenn aber
nun die Gründe un berechtigt sind? Nach unserer Auf—
fassung ist kein einziger Grund, soweit er uns bis jetzt
vorgebracht wurde, stichhaltig genug, den Nichtbeitritt zur
Bank zu entschuldigen. Nachstehend sollen die verschiedenen
Erklärungen einzeln beleuchtet werden. Wesentliches dürfte
kaum vergessen sein, und alle die Tausende, die sich bislang
noch nicht zum Beitritt entschließen konnten, mögen ihre
Bedenken an unserer Gegenbeweisführung überprüfen.
„Ich weiß von der Beamtenbank noch zu wenig, darum
kann ich noch nicht beitreten.“
Was soll man dazu viel sagen? Seit mehr als einem
halben Jahre schreiben wir in unserer Zeitung in stets
wechselnder Form über die Saarländische Beamtenbank.
In jedem Beamtenhaus konnte seit Monaten wiederholt
von den Zwecken und Zielen, von der Arbeitsweise und
dem Segen unserer Bank gelesen werden Unserer Bank,
wohlgemerkt! Die wir selbst ins Leben gerufen haben,
aus eigener Kraft, nur gestützt von unseren treuen badischen

Kollegen. Die wir selbst betreuen, nach bestem Wissen und
Gewissen. Die den Kolleginnen und Kollegen in Stadt und
Land wieder zugute kommt. Die in der kurzen Zeit ihres
Bestehens schon soviel Segen gestiftet hat, soviel Not hat
deheben können in manchem Beamtenhaus. Hat man das
illes wirklich nicht gelesen? Weiß man älso darum
„von der Beamtenbank noch zu wenig“? Dann ist jedes
weitere Wort zu viel; denn dann steht zu befürchten, daß
das auch nicht gelesen wird. Oder hat man's ge—
lesen? — Nein, die se Entschuldigung gilt nicht.
„Ich trete nicht gern einer Genossenschaft bei.“
Darüber läßt sich reden. Tatsächlich ist manchem die Ge—
nossenschaftsbewegung unsympathisch. Ist's das Wort „Ge—
nossse“, das abschreckt? Ist's eine gewisse Scheu vor
modern gewordenen Dingen und Vorgängen, die manchen
Beamten, manche Beamtin altgewohnte Art nicht auf⸗
geben lassen will? Das alles ist verständlich. Und doch
darf darauf hingewiesen werden, daß der Genossenschafts—
gedanke längst Gemeingut weitester Volkskreise geworden,
daß er im tiefsten Grunde eine christliche Idee ist, und daß
indere Bevölkerungsschichten der Beamienschaft hierin
ängst vorausgeeilt sind. Jeder Beamte kann unbedenklich
anserer Bank-Genossenschaft beitreten; sie gibt ihm Vorteile
und verschafft ihm die Befriedigung, den Brüdern und
Schwestern ebenfalls helfen zu können.
„Wie steht's mit der Sicherheit der Bank? Ich habe
noch kein rechtes Zutrauen.“
Kein Zutrauen? Also dann Mißtrauen. Miß—
trauen gegen die Führung, die die Einrichtung ge—
schaffen; Mißtrauen gegen die Leitung, die „nur“ aus
Kollegen besteht; Mißtrauen gegen die Bank insgesamt,
für die scheinbar niemand genügend haftet. Das ist nun
treilich schweres Geschütz. Von der Führung darf gesagt
verden, daß sie den Schritt erst tat nach jahrelanger Pru—
ung aller Fragen. Dann aber vollbraächte sie das Werk
erantwortungsbewußt und vertrauensvoll. Daß die Grün—
dung in kleinem Kreise erfolgte, geschah aus kluger Be—

Wir suchen ꝛ2umn Besuch unserer Kindschaft zwei Herren als

1
I —X
Beamte kaufen ihre Möbel in dem alten
Saarbrücker Spezialhaus
ToOowWwuae's Mõôhelhalle
F. Towae & Sohn
Alt Saarbrũcken Neumarkt 4
gegenüber der Markthalle
Vertraasfirma der Saarländischen Beamtenbank.

——— verftrerice

am liebsten penslonlerte Beamte, die in Beamtenkreisen. vor allem
bei Eisenbahn und Post gute Verbindungen haben. Angenehme
und ertragreiche Verkaufstâtigkeit ist zugesichert.
Gelallige Angebote unter Bbd. Nr. 265 an die Geschaãstsstelle des
Reamtenbundes.

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—D 241 — 88——— — 1549 13
J—— 7— 1111410 — 751 1194 41
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