len, sondern sogar zum normalen Zahlungsiermin zu⸗
rückkehren will, ohne den Beamten irgendeinen Ausgleich
zu geben. Diese Maßnahme ist für die Beamtenschaft so
unbegründet, so ungerechtfertigt, so unbegreiflich, daß sie
sie als Hohn auf ihre bittere Notlage empfinden muß und
auch empfindet. Im Saargebiet erlebt man immer neue
Ueberraschungen.
Unbegreiflich ist es auch, daß die Beamtenschaft noch
immer auf die Durchführung des Etats von 1927 war—
sen muß. Bis zum 31. September war die alte Ordnung
in Kraft; die Regierung muß darum auch für die Zeit
zgemäß den alten Bestimmungen verfahren! Das Etaäts—
jahr 1928 ist längst zu Ende, und noch warten die Be—
Amten auf ihre Beförderungen und ihre Nachzahlungen.
Eigenartig aber ist es, daß das, was man für die Allge—
meinheit nicht kann, für einzelne Auserwählle möglich ist.
Im Reiche der Regierungskommission gebt es oft merk—
würdig zu! M.
BFERICHT IBER DIEAUSSCHRUSSITZTVUNG DESBEAMIENBUN DES
am 15. Juni I928, nachm. 3 Uhr im Saole des Restaurants, Ludwigspark“ Saarbrücken2
Tagesordnung:
1. Besprechung der Besoldungsvorlage innerhalb der Säulen
2. Aufnahme neuer Miitglieder.
3. Stellungnahme des Ausschusses zum Besoldungsentwurf.
Die zahlreich besuchte Ausschußsitzung wurde um 3 Uhr durch
den 1. Vorsitzenden des Beamtenbundes, Herrn Rektor Schneider,
eröffnet. Herr Schneider besprach den von der Bundesleitung
aufgestellten Arbeitsplan für die Festlegung unserer Stellung⸗
nahme zum Besoldungsentwurf und gab seiner Freude darüber
Ausdruck, daß er bis zur Stunde pünktlich durchgeführt werden
konnte. (Der Arbeitsplan war mit unserem Rundschreiben vom
2. Juni den Ausschuß-Mitgliedern bekannt gegeben worden.)
Alsdann wurde den Säulen Gelegenheit gegeben, zu dem Ent⸗
wurf der Bundesleitung Stellung zu nehmen. Zu Punkt 3. Nach
stünd. Beratung innerhalb der Säulen wurden die Verhand—
lungen im Ausschuß fortgesetzt. Die einzelnen Säulen gaben Er—
klärungen ab, die sich hauptsächlich auf folgende Fragen erstreck⸗
ten: Ortsklasseneinteilung, Wohnungsgeldzuschuß und Zwischen—
ßruppen. Die Beschlüsse des Ausschusses zu diesen Fragen sind
bereits in der vorigen Nummer im Artikel „Stellungnahme der
Beamtenschaft zu dem Regierungs⸗-⸗Entwurf der Besoldunqs—⸗
ordnung bekannt gegeben worden.
Verschiedene sonstige Anregungen, weniger wesentlicher Natur,
wurden von der Bundesleitung entgegen genommen Im übrigen
vurde die Gesamtvorlage der Bundesleitung von allen An—
wesenden bei 2 Stimmenthaltungen angenommen.
Die Bundesleitung wurde beauftragt. in einer Eingabe an die
Regierungskommission die sofortige Zuwendung von Geldmitteln
in die Beamtenschaft zu fordern.
Zum Schlusse dankte Herr Oberlehrer Sick als Sprecher der
Säule 6 unter dem Beifall der ganzen Versammlung, der Bun⸗
desleitung, insbesondere dem Vorsitzenden und dem 1. Schrift⸗
führer des Beamtenbundes für die geleistete, umfangreiche Arbeit
in der Besoldungsangelegenheit.
Nach einem herzlichen Dankeswort für die sachliche Arbeit
»es Ausschusses und in der Hoffnung, daß unserer Arbeit auch
enisprechender Erfolg beschieden sein möge, schloß Herr Schneider
um 7 Uhr die Sitzung. Dincher.
Die Tagesordnung erfuhr eine Aenderung, indem Punkt 2
als erster Punkt behandelt wurde, um den neuen Mitgliedern
Gelegenheit zu geben, an den Beratungen innerhalb der Säulen
teilzunehmen. Zu Punkt 2. Als neue Mitglieder des Beamten⸗
zundes wurden aufgenommen und der Säule 6 zugeteilt:
. Verein für Turn-Lehrer und Turn-Lehrerinnen des Saar⸗
gebietes,
2. Mittelschullehrer⸗Verein.
Zu Punkt 1.
Herr Ob.⸗Post⸗Insp. Blinn, 1. Schriftführer des Beamtenbun⸗
des, erläuterte die, unter Verücksichtigung der in der erweiterten
Vorstandssitzung am 13. 5. gestellten Anträge der einzelnen Ver⸗
bände, von der Bundesleitung ausgearbeitete und jedem Aus⸗
schußmitglied agusgehändigte Stellunanahme des Beamtenbundes
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