6. vom sechsten Diätarjahre an beziehen die Diätare Bezüge in
Höhe des Grundgehaltes der ersten Dienst. iersstufe der plan⸗
mäßigen Beamten ihrer Eingangsgruppe, eine Bestimmung, die
ebenfalls im Regierungsentwurf nicht vorgesehen war;
7. die Wartegeldempfänger wurden in die Besoldungsordnung
übernommen, was nach dem Regierungsentwurf troß der Zu—
age des Reichsfinanzministers in Magdeburg unterbleiben solite;
B. die Eingangsbezüge sowohl als auch die Endbezüge wurden
in verschiedenen Gruppen erhöht, die Aufrückungsfristen zur Er—
reichung des Endgehaltes wurden herabgesetzt, die Verkützungen
des Besoldungsdienstalters beim Uebertritt von einer e
dungsgruppe zu anderen wurden teilwerse vermindert;
9. für die schwerkriegsbeschüdigten Beamten soll eine Verbesse⸗
rung des Besoldungsdienstalters bis zu vier Jahren erfolgen,
eine auch gegenüber dem alten Besoldungsgesetz nunmehr in die
Tat umgesetzte begrüßenswerte Besserung;
10. die beabsichtigte Streichung des Kinderzuschlages für Be⸗
amte als Väter uünehelicher Kinder wurde beseitigt;
11. für dauernd erwerbsunsähige Kinder wird Kinderzuschlag,
auch über das 21. Lebensjahr hinaus, ohne Rüchsicht auf das
Lebensalter, weitergewährt, eine Bestimmung die weder im
alren Besoldungsgesetz vorhanden, noch in dem Entwurf des
neuen Gesetzes vorgesehen war und nunmehr manchem Beamten
eine kleine Vesserstellung bringt,
Diese Zusammenstellung soll keänen Anspruch auf Vollständigkeit
machen; bei eintgem Bemühen ließe dieselbe sicher noch
erweitern. Immerhin zeigt sie doch selbst bei ganz oberflächlichet
Betvachtung greifbare Resultabe, die in den Kreisen der davon
Betroffenen sicherlich nicht gering eingeschätzt werden. Diese Er⸗
gebnisse gewinnen aber noch an Wert, wenn man sich vor Augen
hält, in welch mühseliger Kleinarbeit jeder noch so kleine Ersolg
angesichts der vorhanden gewesenen Widerstände hat erlämpfi
werden müssen.
Es wäre also ungerecht und auch in höchstem Mahße unklug,
wollten die Beamten die mühselige Arbeit ihrer Spi henorgani⸗
sationen verkleinern oder gar verleugnen. Wer aber bei dieser
Sachlage mit der Forderung aufwartet, wie. „Heraus aus dem
Deutschen Beamtenbunde“, der wird nicht nur zu behaupten, son⸗
dern auch zu beweisen haben. daß irgendeine andere Zusaemmen—
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affung der Beamtenverbände günstigere Resultate geliefert hätte
als die im DBB bestehende und alle Beamtenlaufbohnen um—
assende und politisch neutrale Spitzenorganijation
Es wird dann auf das Moösaikbild der einzelnen Beamten—
zruppen hingewiesen und erklärt, daß dieses Mosaitbild nur von
zinem außerordentlich fester Rahmen zusammengehalten werden
'ann, und als diesen für die Beamtenschaft lebenswichtigen Rah—
nen bezeichnet das Organ des Bundes Deutscher Post⸗ und Tele—
zraphenbeamten den XBBB. Darüber wird folgendes gesagt;
„Seine Festigkeit lietßß in den ersten Jahren nach der Grün—
zung zu wünschen übrig, hat aber doch von Jahr zu Jahr zu—
gjenommen. Und der Kitt, der dieses Mosaikbild miteinander und
n sich verbindet, ist die eiserne Notwendigkeit des Zusammenhal—⸗
ens, ohne das die dem Berufsbeamtentum drohenden Gefahren
nicht abgewehrt werden können. Wohl lann und muß sich jede
Zeamtenorganisation dieser Aufgabe unterziehen, am wirksam—
ten gber dann es nur die Spitzenorganisarion, weil deren Organ
in Stellen dringt, die den Einzelorganisationen in der Regel
ersagt bbeiben. Und wenn wir uns die Frage vorlegen: Hat der
beamtenbund diese Aufgabe richtig eInßt und hat er Angriffe
uf das Berufsbeamtensum bisher wirksam abgewehrt. so müssen
vir diese Fragen ehrlich bejahen. Ein Beispiel hierzu bietet die
ungste Vergangenheit. Mit einer geradezu erfrischenden Deut—
cchkeit hat der DBB auf die Stegerwaldschen Entgleisungen so⸗
ott geantwortet. Die in Wort und Schrift gemachten Ausfüh—
ungen Stegerwalds sind bis ins kleinste zerpflückt und betrachtet
vorden. Auch dem Reichskanzler, der im Oktober 1926 so herr⸗
iche Worte für das Berufsbeamlentum in den Kammersälen in
zerlin fand, wurde die Frage vorgelegt, ob sich seine Einstellung
um Berufsbeamtentum in letzter Zeit geändert und was er zu
ben Ausführungen sernes Parteifreundes Stegerwald au sagen
zabe. Diese an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig lassende
hat im sümtlichen Beamtenkreisen den allerbesten
Eindrudk geinacht. In dieser Frage ist der DBB ganz besonders
ruf der Hut gewesen, und uns scheint diese wirrksame Abwehr
ein geringes Verdienst.
Der Beamtenbund wird es niemals allen Organjsationen oder
Irganisationsteilen recht machen können, die in ihm vereinigt
ind. Das sollten alle die Beamten bedenken. die heute in ihrem
Diae Hausfrcau auch am deutschen Herd
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die besate Talleh-Seife. — Ueberall 2zu hahen,
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