BEAMTEN-;RUNDSCHAV
Besoldungsvorlage in Bayern vrerabschiedet.
En⸗bloc⸗Annahme auch im Landtagsplenum.
Der Bayerische Landtag stimmte am 27. März dem An—⸗
trag des Besoldungsausschusses auf en-bloc-Annahme der
Besoldungsvorlage zu. Ein gemeinsamer Antrag, wonach
die neuen Amtsbezeichnungen bis zur Nachprüfung durch
den neuen Landtag zurückgestellt werden und die Re—
—5 — beauftragt wird, in Verhandlungen mit der
eichsregierung wegen einer Verbesserung der Gehälter
der uͤnteren Beamten zu treten, fand Annahme. In der
Schlußabstimmung über das ganze Gesetz wurde dieses in
namentlicher Abstimmung mit 72 gegen 43 Stimmen an⸗
genommen.
Die Einschnürung der Kaufkraft als Hemmnigs des
Wirtschaftsfortschrittes
Zwei statistische Einzelergebnisse aus jüngster Zeit bestätigen
mit Nachdruck daß die wohl von keiner Seite mehr bestrittene
Einschrumpfung der inländischen Kaufkraft ein schweres Hemmnis
des Wirischaftsaufstieges ist und nur ber ihrer völligen Behebung
der Stabilisierung der Wirtschaftslage nicht mehr im Wege stehen
wird. Die letzte Berufszählung hat gezeigt wie besonders im
Bereiche des Handels noch heute von einer starken Aufblähung ge—
sprochen werden kann. Im Jahre 1907 waren im Handel und im
Verkehrkwesen 8 266 000 Personen berufstätig 1925 aber 5 278 000
Von je 100 Einwohnern waren 1907 nur 185 gegen 17 im Jahre
1925 unmittelbar, als sogenannte Verufszugehörige, im Handel
tät:g. Sicher wirken für dieses Anwachsen die verschiedensten Ur—
sacken. vor allem die große Umsckichtung während der Inflationezeit,
mit. Aber ein nicht unwesentlicher Grund für A kosten⸗
berteuernde Verbreiterung der Basis des inländischen Güterum—
clags ist die Verarmung weitester Käuferschichten am deut
ichsten und folgenschwersten erkennbar in der Verminderung des
Realwertes der Löhne und Gehälter. Diese Einengung bedingt
eine Umlagexung der Kaufgewohnheiten und eine Vermehrung
der Kaufhandlungen durch Einkaufen in kleineren Mengen bei
»edeutendem Rückgang der Vorratskäufe — also gerade das
Begenteil von wirtschaftlicher Rationalisierung. Aus neuester Zen
vird diese Tatsache durch Bemerkungen und 738 — in den letzten
Jahresberichten der beiden großen Spitzenverbände der deutschen
donsumvereine bestätigt. So beträgt nach dem Bericht des Zen—
ralverbandes deutscher Konsumvereine der Unkostensatz für die
angeschlossenen Genossenschaften 138 v. H, gegen 106 v. H. im
Jahre 1914, ganz gewiß mit als Folde einer Zerfaserung der
Kaufhandlungen.
Ohne Zweifel lassen sich diese beiden Beobachtungen auch durch
Untersuchungen an weiteren Stellen des Netzes der Gütervertei—
ung erweitern und vertiefen. Und die zwangsläufige Folgerung
aus solcher Erkenntnis? Die Frage einer Hebung und Stärkung
der inländischen Kaufkraft muß noch weit intensiver als bisher
in den Mittelpunkt des wirtschaftlichen Denkens und der wirt⸗
schaftlichen Tat gerückt werden
Literatur über Soziologie.
In der Vorlesung am Sonntag, den 22. Januar 1928, wurden
von Herrn Prof. Dr. Salomon folgende Werke empfohlen:
1. Soziologie von L. v. Wiese.
2. Grundfragen der Soziologie von Georg Simmel,. Verlag
Göschen. —
3. Iquon und Nationalität vom G. Braun-Verlag. Karls⸗
ruhe.
Die Werke können auch durch hiefige größere Buchhandlungen
bezogen werden.
MK
„I Irdi eee öuα α
———
—I
—F — 2 J x⸗ . —394 *
ae..s Vꝰ
S———— 8
— — —
— —— — —
— F—— — —
⁊ ——— — 8 — — —7—
— — 3— 128B
— J — 3 *
W — ——— — S * 6
— — — —— —
ae
8 Se
7
—
—
?p
—
—
scι ιeν In-νοο
A R —RchHH —
— 148—