Full text : 3.1928 (0003)

Es ist alles erst im Werden, und viele Arbeit ist noch zu
leisten, bis alles so geht wie es Bank und Mitglieder wün—
schen. Aber es wird werden, wenn alles mithilft. Viele
zaudern noch, trauen noch nicht recht oder haben andere
Gründe. Es ergeht hiermit erneut an die Beamtenschaft
des Saargebietes der Ruf zum Beitritt zur Saarländischen
Beamtenbank. Der Beamtenbund hat diese im ganzen Reich
längst erprobte, segensreiche Einrichtung geschaffen. Sie
liegt in guten Händen. Es ist Standespflicht aller Kollegen
und Kolleginnen, die Organisation auch nach dieser Seite
hin zu unforstützen

Die Verwaltungsatademie Saargebiet beginnt am 14
April ihr drittes Semester. Im Laufe des Sommers lesen
in zusammen 72 Stunden wieder die bekannten Frankfurter
Dozenten Giese, Burchardt, Gerloff, Kalweram und Berndt
Herr Prof. Giese liest über die deutsche Reichsverfassung
Herr Geheimrat Prof. Burchardt erörtert an Hand des
BGB. das Sachenrecht. Herr Prof Gerloff führt seine«
Vorlesungen über Volkswirtschaftslehre und -Politik fort
Herr Prof. Kalweram bespricht wieder allgemein«
Fineeinserleme und Herr Staatsanwaltschaftsra'
Berndt liest Strafrecht. Herr Beigeordneter Dr. Dr
Kuhring-Saarbrücken hält praktische Uebungen zum
BGEB. ab und ergänzt damit die Ausführungen von Herrn
Geheimrat Burchardt. Auch im dritten Semester werden
wieder schriftliche Uebungen angesetzt. Endlich liest noch
während des Sommers Herr Prof. Wittmayer aus
Wien über österreichische Verfassung in einem Sonderkurs
von 4 Stunden. Weitere Sonderkurse sind geplant für
Eisenbahnbeamte und Lehrer. Einzelheiten hierüber
können noch nicht mitgeteilt werden.
Die Hörgebühr beträgt für das dritte Semester 65 Fran—
ken, zahlbar möglichst in einer Rate bei der Anmeldung
Die Anmeldung erfolgt in diesen Tagen bei der Geschäfts—
stelle Königin Luisenstraße 39. Entgegen anderen Auffas—
sungen sei mitgeteilt, daß am dritten Semester auch die
Veamten teilnehmen können, die die beiden vorangegan—

die richtige Stimmund

d. h. ie Feststimmung 2u Ostern ist doch nur dann
rorhanden, wenn alles gut geklappt hat. Viele⸗
soll in der Familie zu Ostern Rlappen, die Versetzung
 - der Urlaub - der neue Anzug, das neue
Kleid soll sitzen und viele andere von den 1000
Wüunschen, die gehegt werden, sollen sieh erfüllen;
aber eins mub sicher Klappen: Der Festkuchen
mub gut geraten sein, denn sonst wär's um die
richtige. die freud. Stimmung geschehen. Setren
Sie also Ihre guten und reichlichen Zutaten nieht
aufs Spiel, Sondern backen Sie mit Dr. Oetker's
Baekpulver „Backin“, das Sie ebenso wie
Dr. Oot ker's Pud dingpulver, Vanillin-Zucker,
 Gustin usw. Stets friseh in allen
Geschuften erhalten. Viele neue und wertvolle
Apregungen zum Backen bietet Ihnen das neue
karb. ilTustr. Oetker-Rezepthuch, Ausg. F
das für 16 Pfg. in allen Geschäften erhãltlich ist
sSie exfahren aus dem Buche auch Näheres über
den vorzügl. Backapparat , Küchenwunder“
mit dem Sie auf kleiner Gaskocherflamme hacken,
braten und kochen können. — In vollständig
neuer Bearbeitung iist Dr. Oetker's Sohul
kochbuceh, Ausgabe C wieder erschienen. Da
Buch ist mit seinen ca. 500 Koch-, Back- und
Einmache-Rezepten und vielen farb. Tafeln füs
jede Hausfrau und besonders den angehenden
eain guter Ratgeber für die Haushaltführung. Es
werucksichtigt die voränderten wirtschaftlichen
Verhaltnisse, sowie die neuen Forschungsergebnisse
 in der Ernührungswissenschaft. Wenn nicht
vorrũtig, ist das 180 Seiten starke Buch in dauerhaftem
 Papphand gegen Einsendung von 50 Pfg.
in Marken von mir portofrei zu beriehen.
Dr.Auqust Osetker, Bielefeld

zenen Semester nicht belegt und besucht hatten. Eintritt ist
jederzeit möglich. Fehlende Semester können später nach—
geholt werden. Die Vorlesungen finden Samstags von
4* bis 6 Uhr und Sonntags von 108 bis 12 Uhr in der
Aula des Reformrealgymnasiums statt. Das erste Semester
wurde von 786, das zweite Semester von 700 Hörern be—
sucht. An den schriftlichen Uebungen beteiligen sich rund
300 Hörer. Wir geben uns der Hoffnung hin, daß der Fort
bildungswille der saarländischen Beamtenschaft unvermin—
dert anhält und in einer zahlreichen Anmeldung zum
Sommersemester 1928 abermals überzeugend zum Ausdrud
fommt.
Ostern steht vor der Tür, das Fest der Auferstehung, des
Lrostes, der Hoffnung, des Lichtes, der Blüten und Blumen.
Jesus ist vom Tod erstanden. Die Jünger und Freunde des
Meisters warfen die Trauer ab und wuchsen neuen Mutes
hinein in die Freude. Die Erde ist vom Winterschlaf er—
wacht und schickt Vogellied und Blütenduft beseligt hinein
in die leuchtende, lachende Gotteswelt. Dornröschen hoch—
zeitet im Rosenhag, und Rotkäppchen und die sieben Geiß—
lein umtanzen den bösen Wolf. Unsere Kleinen freuen sich
auf den Osterhasen und suchen beglückt ihre Ostereier. Und
wir Großen? Ach, das Freuen will vielen gar schwer wer—
den. Zu voll ist das Herz von drückender Sorge. Zu schwer
lastet auf Seel und Gemüt der graue erstickende Alltag.
Und doch! Ostern ist's. Ostern ruft auch uns. Ostern will
auch uns wieder ermutigen. Ostern heißt auch uns hoffen
Laßt uns, Freunde, für Stunden einmal
den Alltagoergessen!
Ostern wollen wir feiern!

K. Schneider.

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