Full text : 3.1928 (0003)

Geschlossen ist am J. Januar 1927 die Krankenkasse der
Beamten des Kreises Bitterfeld zu uns übergetreten. Da⸗
mit hat sich die Zahl der übergetretenen Kassen auf 15 er⸗
höht. Wenn auch die überwiegende Zahl der Versicherten
unserer Kasse sich aus Kommunalbeamtenkreisen zu—
sammensetzt, so zeigt sich doch auch im abgelaufenen Ge—
schäftsjahr eine weitere Zunahme der Beteiligung aus
Reichs- und Staatsbeamtenkreisen.
Man wird sowohl der Beteiligung der Behörden an
dem Beitragsaufkommen der Kasse, als auch der stän—
digen Zunahme der Versicherten aus Reichs- und Staats—
beamtenkreisen Rechnung tragen müssen durch Einräu—
mung eines entsprechenden Mitbestimmungsrechtes. Die
bereits im vergangenen Jahre mit dem Deutschen Städte—
und Landgemeindetag begonnenen Verhandlungen sind
beendet. Für den anoe und die Vorstände der
Bezirksverwaltungen sind Vertreter des Deutschen Städte—
tages ernannt worden. Ebenso hat der Deutsche Lond⸗
gemeindetag bereits einen Vertreter für den geschäfts—
führenden Vorstand ernannt. Die Verhandlungen wegen
Ernennung von Vertretern für die übrigen Organe neh—
men guten Fortgang. Ebenso haben Verhandungen mir
dem Deutschen Beamtenbunde stattgefunden, welche eine
Mitwirkung auch dieser größten Spitzenorganisation der
Beamtenschaft sichern sollen.
Das Ergebnis der Verhandlungen und Erwägunzen ist
dem Gesamtvorstand und Aufsichtsrat zwecks Satzungs⸗
änderung vorgelegt worden. Die entsprechenden Satzungs—
änderungen sind am 26. Mai 1927 vom Gesamtvorstand
und Aufsichtsrat beschlossen worden.
Wir geben dem Wunsche Ausdruck, daß das angestrebte
Zusammenarbeiten mit den Behörden und den Beamten⸗
verbänden zu einer recht gedeihlichen Weiterentwicklung
der Beamtenkrankenfürsorge in unserer Kasse führen möge.
Aus dem Kassenbericht.
Wenn auch zu Anfang des Jahres die Aussichten für
die finanzielle Entwicklung der Kasse recht ungünstig
waren, so hat sich doch durch die durchgeführten Sanie—

Die erfahrene Hausfrau sagt:
Gbers—
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—56
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4—
1

de relne 720e
fHaushaltungs-Uernseife
denn sie ist von ganz hervorragender
Qualitaàt, stärksster Schaumbildung,
höchster Maschkraft, äußerst sparsam
im Gebrauch — gleich vorzüglich zur
Körperpflegqe.

rzungsmaßnahmen das Kassenbild zufriedenstellend ent—⸗
wickelt. Der Rechnungsabschluß für 1926 weist aus, daß
es erstmalig möglich war, der Schadensreserv. 500000
Mark zuzuweisen und außerdem einen Ueberschuß von
2367,87 Mark zu erzielen. Zu berücksichtigen bleibt jedoch,
daß die Schadensreserve damit keinesfalls die notwendige
döhe erreicht hat, da sie nach den Forderungen des Reichs—
ufsichtsamtes ein Mehrfaches dieses Betrages sein muß.
Die Kassenleistungen betrugen für:
kranken⸗ 1925 1926
use 6 548 757,60 A - 81,9 7 623 003, 01 M 79, 67
ahn⸗
'dlg. 1223 202,72 4 - 15,3 * 1568 372, 40 M -16,39 *.
Wochen⸗
Ae 128 424,24 M 1,66 1834 458,78 M1, 93 8l⸗
Sterbe⸗
geld 99 702,35 A⸗ 129 191973,63 4 - 2,01 .
8 O00O O87,11 M- 100 9 9567 807, 82. 0 — 100 M
Das Verhältnis der Leistungen zu den Beiträgen und
Eintrittsgeldern beträgt 85,03: 100, es sind also rund 88
Prozent den Mitgliedern direkt wieder zugeflossen.
Die Leistungen verteilen sich auf 342855 (im Vorjahre
288 726) Anträge, wovon entfallen auf
Krankenhilfe 253 127 Anträge *5817)
Zahnbehandlung 03 3ge 31)
Wochenhilfe 98 ⸗e 256)
Sterbegeld 62 träge 622)
Summa 342,855 Anträge (288 726)
Dransetenandun gen wurden in 410 Fällen (im Vor⸗
jahre 224) und Badekuren in 918 Fällen (im Vorjahre
736) genehmigt.
Die Inanspruchnahme des Schiedsgerichtes war auch
im vergangenen Jahre immerhin stark, wenn sie auch an
der Zahl der Erstättungsanträge gemessen, weniger in die
Erscheinung tritt. Das Schiedsgericht wurde in 469 (im
do re 353) Fällen angerufen. Davon hat das Schieds—
geri

sSebgtrꝛitse

wirlsehaftlicker Art, sletit im Tordergrund
aller Destrebungen der organisierlen Be—
amkensckafl. Man will vielsach immer noch
ucht anerkennen, dah der Deamle nickt nur
Diener“ in Staat und 9emeinde ist und
hefrallsempsanger aus den Skeuergroschen
des Mittelstandes“. Auek der BDeamte hat
das Reekt zur Peteiligung an wirlsehaftichen
 Selbsthilse-GSinriektungen. Das gilt
vor allem fur die Stärkung der vereinigten
Perbrauchermaekt gegenuber der Treisciklatur
der Fabrikanten u. Irohliandelsvereinigungen.
Jeder BDeamke werde dessalb Mitalied des

ASI-O

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