BEAMTEN-RUNDSCHAVUV
Neue Laufbahn der Beamten des technischen Assistentendienstes
het der Reichshahn.
Oie Berwaltungsreform bei der Deutschen Reichspost.
Auf Einladung des Vereins Berliner Kaufleute hielt am
24. Januar Staatssekretär Sautter vom RPM. einen Vortrag
über die Reform bei der Reichspost. Der Redner führte u. a.
aus, daß die Erweiterung der Verkehrseinrichtungen und die Zu—
nahme des Verkehrs gegenüber der Vortienen eine mehrfache
Steigerung erfahren habe. 1913 hätte die Zahl der beförderten
Postsendungen 8,2 Milliarden, 1923 9,7 Milliarden betragen.
Dies bedeute einen Zuwachs von 21 Prozent. Die beförderten
Reisenden seien von 6 Millionen im Sahre 1913 auf 36 Millionen
im Jahre 1926 gestiegen. Der Geldverkehr hätte im Jahre 1918
61 Milliarden und im Jahre 1926 130 Milliarden betragen. Die
Steigeruna der Zahl der Postschesckkunden von 86 000 in Jahre
1913 auf 918000 im Jahre 1926 beweise eine erhebliche Abnahme
der Durchschnitisbetrage der Geldüberweisung. Trotß dieser starken
Entwicklung sei der Perfsonalstand in Berwaltung
und Betrieb der gleiche geblieben, da auch die Rationali—
siserung bei der Reichspost bedeutende Fortschritte gemacht habe.
Die Gliederung der Verwaltung in drei Instanzen sei schon jetzt
so einfach, daß das bei der Verwaltungsreform angestrebte Ziel
schon jetzt erreicht sei. Eine Neuordnung des Werdkstättenwesens
und eine Zujammenfassung der Betriebswerkstätten in Haupt-⸗
werkstuͤtten sei vorgesehen. Die verkehrspolitische und verkehrs⸗
technische Ausgabe der Reichspost sei die Fortentwicklung des
Betriebs- und Verkehrsapparates und die Steigerung der Wir—⸗
kungsgrades der Einrichtungen. Die Ausgestaltung des Verkehrs—
netzes sei zur Zeit noch nicht auf der Höhe; das Postkursbuch
dde sich auf die Eisenbahn, es müsse eine Vermehrung der
ahnpostverbindungen geschaffen werden. Das Fern—
kabelnetz müsse ferner eine Ausdehnung der Reichweite erfahren,
damit eine vollständige Eingliederung des deutschen Verkehrs—
netzes und der Verkehrsmittel in den Weltverkehr erfolgen könne.
Der Redner sprach sodann über die Finanzwirtschaft der Reichs—
post und führte aus, daß einer jährlichen Einnahme von 2100 Millionen
Rentenmark 1300 Millionen oder 63,7 Prozent Personal⸗
kosten und 700 Millionen Sachausgaben gegenüberständen, wäh—
rend 100 Millionen an das Reich abgeführt würden. Eine Er—
höhung der Gebühren sei ausgeschlossen, da dies den Zusammen—
hang der Eigenwirtschaft der Post mit der allgemeinen Wirt—⸗
schaft stören mürde.
Die technischen Dienstgeschäfte einfacherer Art im Verwaltungsienst
der Reichsbahn sollen durch Beamte des technischen Assistenendienstes
wahrgenommen werden. Nach einer Verfügung der
Reichsbahn-Hauptverwaltung — 54. Pol. 91 1 — vom 23. Ja—
zuar 1828 gehören in dieses Gebiet auch die Tätigkeit von Litho—
zraphen, Laboranten, Photographen usw. Die Eingangsstelle der
aufbahn bildet die Planstelle der technischen Reichsbahnassistenten
der Reichsbahnvermessungs-Assistenten. Die Plaänstelle der tech—
iischen Reichsbahnsekretäre ist nur im Wege der Beförderung er—⸗
eichbar. Wann mit der Einberufung von Dienstanfängern zu
eginnen ist, wird von der Hauptverwaltung bestimmt werden.
Anter der Gesamtzahl der Dienstanfänger sollen sich ein Zehnte!
Fersoraungasanwärter befinden.
Zusammenschluß aller Forstbetriebsbeamten?
Der Verein Preußischer Staatsforstsekretäre hat Richtlinien
iber einen eventuellen Zusammenschluß aller Forstbekriebs—
eamten-Vereine zusammengestellt und hofsft, bei sachlicher Durch⸗
ührung der grundsätzlichen Erwägungen eine lrung der ganzen
Ungelegenheit in der kürzesten Zeit herbeiführen zu können
Wichtig für Junglehrer.
Laut Erlaß des Ministers für Wissenschaft, Kunst und Volks⸗
bildung vom 21. 5. 1927 — U III C Vr. 1918 — haben sich
alle Schulamtsbewerber alle Halbjahre schriftlich bei
den zuständigen Regierungen, bei denen sie in der Bewerberliste
zeführt werden, zu melden. Es sei darauf hingewiesen, daß der
nächste Termin der 15. März 1928 ist. Versäumung der Mel—
dung zieht Streichung in der Anwärterliste nach sich.
Neuregelung der österreichischen Beamtengehälter.
Das österreichische Parlament hat den Gesetzentwurf über die
Reuregelung der Beamtengehälter am 16. Dezember 1927 an⸗
gerommen.
Astunu nm
Die Forderunꝗg der Neuzeit
vorlangt von der Hausfrau, der das lei bliohe
Wohl der ganzen Familbe anvertraut ist,
heute ein gröberes Verständnis für den
Nahrwert der Speisen, als wie das früher der
Fall war. Deshalb hat das wieder neu ersohienene
Dr. Oe bKer's SechulIKoohbuceh,
Ausgabe C boreits begeisterte Aufnahme
gefunden, weil es für jodo Hausfrau
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