formwerk als etwas Vollkommenes anzusehen; aber wir
hielten es auch für undankbar, wenn die Beamtenschaft
nicht dem deutschen Volke gegenüber anerkennen
wollte, daß Regierung und Volksvertretung im Rahmen
der volkswirtschaftlichen Möglichkeiten versucht haben, die
Beamtenschaft wirtschaftlich in die Volksgemeinschaft ein—
zufügen. Und zu noch einer Feststellung verpflichtet uns
oͤbjektive Beurteilung. Die Beamtenschaft ist dem Schöpfer
der Besoldungsreform, Herrn Reichsfinanzminister Dr—
Köhler, Dank schuldig. Wer die Dinge bewußt miterlebt hat,
der weiß, wie groß die Zahl der Gegner war, und daß es
Augenblicke gab, in denen es schien, als sei es unmöglich,
zum guten Ende zu kommen. Das Besoldungsreformwerk
ist Köhlers Werk und ist von ihm ohne wesentliche Ver—
änderungen zum Ende geführt worden. Wenn das unter
den allerschwierigsten Verhältnissen möglich war, dann nur
dadurch, daß Dr. Köhler sich ganz für sein Werk einsetzte
und sich als Führer so stark durchzusetzen wußte, daß alle
Störungsversuche scheitern mußten. Die Beamtenschaft
dankt Herrn Dr. Köhler für sein Schaffen. Wir wiesen
schon darauf hin, daß wir weit davon entfernt sind, das
neue Besoldungsgesetß als eine Ideallösung zu betrachten
Har viele Wünsche blieben unbefriedigt — wir haben
rüher schon darauf hingewiesen — und die Mehrzahl der
Zeamten in den unteren und mittleren Besoldungsgruppen
vird auch weiterhin unter den allergrößten Einschränkun—
gen leben müssen. Es bleibt darum die Pflicht des Deut—
chen Beamtenbundes bestehen, sich mit ganzer Kraft für
die Beseitigung von Mißständen und für die Hebung der
deutschen Beamtenschaft einzusetzen.
Auch uns Saarbeamten hat die Regierungskommission
vor den Feiertagen einen Vorschuß entsprechend dem letzten
Antrage der Arbeitsgemeinschaft der Beamtenverbände
zuszahlen lassen. Wir freuen uns, daß es noch möglich
war, in letzter Stunde unserer Beamtenschaft eine Weih—
nachtsfreude zu bereiten.
Während der Feiertage ruht die Arbeit. Dann aber
muß auch für uns das Werk begonnen werden. Wir hoffen,
daß die Regierung alle Vorbereitungen beendet hat, so daß
in kurzer Frist die Einführung der Reichsbesoldung sich er—
möglichen lassen wird. Die Beamtenschaft ist zur Mitarbeit
hereit und wünscht, daß Weihnachtsgeist diese Arbeiten
seiten möge. v.
BEAMT
ENBANIRLK
Die Beamtenbank muß, um bestehen zu können, das Ver—⸗
trauen aller Beamten haben, sonst ist sie nicht „die“ Bank
der Beamten. Dies kommt auch im organisatorischen Auf—
bau der Bank zum Ausdruck. Da es unmöglich ist, daß
alle Beamte ihre Genossenschaftsrechte — Stimmrecht usw.
— selbst der Beamtenbank gegenüber geltend machen, so
nehmen bei einer Mitgliederzahl von über 3000 ihre Rechte
die von ihnen zu bestimmenden Vertreter wahr. Einer
dieser Vertreter der Genossen ist in der Regel gleichzeitig
auch der örtliche „Vertrauensmann“ der Bank selbst.
Diese Vertreter bzw. Vertrauensleute setzen sich aus obe—
ren, mittleren und unteren Beamten zusammen. Ohne
Rücksicht auf ihre dienstliche Stellung ufsw. soll stets der—
jenige Beamte genommen werden, welcher für die Bestre—
bungen der Bank das größte Interesse zeigt und auch hierzu
geeignet ist. Hierdurch ist allen Beamten ein gewisser
Einfluß auf die Bankleitung gesichert; auf der anderen
Seite hat die Beamtenbank die Gewähr, daß sie stets über
besondere Ereignisse im amtlichen, persönlichen oder wirt—
schaftlichen Leben der einzelnen Genossen rechtzeitig unter—
richtet wird, sodaß etwaige Kredite usw, nicht gefährdet
werden können.
Segensreich hat die Beamtenbank bisher gewirtt Vielen
an sich wertvollen Beamten, welche auf Grund unglücklicher
Verhältnisse in Not und Bedrängnis kamen, ja in der Ver—
zweiflung Versuchungen unterlegen sind, hat die Be—
amtenbank geholfen, ohne daß ihre Behörde oder ihreAmts—
kollegen es wußten. Offenheit und volles Vertrauen wird
und muß von der Bank verlangt werden; die Beamtenbank
ist ja die „Vertrauensbank“ der Beamten. Mir ist bisher
noch kein Fall bekannt geworden, daß dieses Vertrauen
mißbraucht worden ist.
In gleicher Weise wie die Vertrauensleute setzt sich auch
der ehrenamtlich tätige Vorstand und Aufsichtsrat einer
Beamtenbank zusammen. Vorstandsmitglieder sind meist
Persönlichkeiten, welche im Wirtschafts- und öffentlichen
Ldeben erfahren sind; im Aufsichtsrat sind in der Regel
ille großen Beamtengruppen, obere, mittlere und untere
Beamte, entsprechend vertreten. Weder die Vorstands- noch
die Aufsichtsratsmitglieder erhalten irgend welche Tan—
tiemen usw. Dies wäre auch nach dem Genossenschafts—
ind Reichsbeamtengesetz unzulässig. Natürlich erhalten sie
iber ihre tatsächlichen Auslagen usw. ersetzt und zwar in
der Regel entsprechend den amtlichen Dienstreisekosten usw
Diese ehrenamtlich tätigen Genossen können natürlich
richt die Bankgeschäfte allein führen; sie haben als Mit—
arbeiter und Leiter der einzelnen Bankabteilungen, bank—
zechnisch vorgebildetes Personal. Der größte Teil der
Bankangestellten aber bedarf bei dem an sich einfachen Ge—
chäftsgang, im Gegensatz zu der Tätigkeit bei den Privat—
zanken, keinerlei banktechnischer Vorkenntnisse. Für die
Buchungen und sonstigen Schreibarbeiten werden, soweit
slich— Töchter von Beamten als Schreibkräfte einge—
tellt.
8
N f flüssig, in allen Apo-SO
Er theken u. Drogerien
C -erhältl. bei Körperund
Nervenschwache, Bleichsucht und Blutarmut.
ld hesonderen Fällen age man den Hausarzt.
Ihr Geld
kostet neues Schuhwerk, das durch Fußschweiß brüchig
wird. Der Vasenol-Körper-Puder, mit angenehm er—
frischendem Geruͤch, in Schuhe und Strümpfe gestreut,
chafft trockene Füße, schont die Fußbekleidung und ist eine
Wohlat für Sie und Ihre Umgebung. — Bei stärkerer
Schweikobsonderund verwendet man Vosenoloform-Puder.
— — —
— —
— —
—
* — — —— — — — —— —— ———
— —— ———— — ————— * —
— ——— 8 — —— —7 —6 —— —— ——— n *
—— —— ——m—— —— —
— —J — J 7 —— —7—— 5 J
——3 —— 5 —* — * — — zpe — — ß 5
—3684 7 8 J 54 — — —Jd —38 — —
——— R —— 3 —58 * H * — —1594 J * * —153868
8 — 3835 —3 —135 * —* — —418530109
—— 88 ——3 14 18 — E 19571 4
—A — — ä, — —— A — —
— 14*
— 7 — 7 — —
*
—