Full text : 2.1927 (0002)

Fachgruppe des Rottenaufsichtspersonals.
Einladung.
Am Sonntag, den 6. Februar 1027, nachmittags 2 Uhr, sandet
in der Wirtschaft Johann, Ecke Marktstratze, zu Lebach eine Wan⸗
derversammlung statt, an der auch die Familienangebörigen sich
beteiligen.
Tagesordnung wird in der Versammlung bekanntgegeben.
Um vollgähliges Erscheinen wird gebeten. Der Vorstand.
Fachgruppe der Weichensteller und Bahnwärter.
Am Sonntag, den 6. Februar 1927, nachmittags 8 Uhr, findet
im Hotel Union Saarbrücken 2. St. Johannerstraße, ene
Versammlung
der Ortsgruppe Saarbrücken statt.
Tagesordnung wird in der Versammlung bekanntgegeben.
Um möglichst vollzähligen Besuch bittet Der Vorstand.

L.
venn Du zum Ball gerct
wasche Dein Haar rechtzeitig mit Scha umpon mit
dem schwarzen Kopf. — Um wieviel —2
fühlft Du Dich, um wieviel leichter gerät die Frisur,
wenn Dein Häar leicht und schmiegsam ist! Und die
Hauptsache; um wieviel reizvoller und anziehender ist
an von duftigem, wohlgepflegtem Haar umrahmtes Ge⸗—
sichtchen! Das echte Schaumpon ist erkenntlich an dem
schwarzen Kopf, worauf beim Einkauf ganz besonders zu achten ist.
Alleiniger Hersteller: Hans Schwarzkopf, Berlin⸗Dahlem.

At deutsche Beamte
im Urteil der öffentlichen Meinung
Eine kritische Neuiahrsbetrachtung von L. Mang, Kaiserslautern.
ESchluß.)

Diese Bewertung zeigt deutlich, daß man nach dem heute
geltenden Wirtschaftsbegriff die Schicht der Beamten als
völlig abseits der Wirtschaft stehend betrachtet. Wir sind der
Auffassung, daß die materiellen und grundlegenden Be—
dingungen des Daseins der Beamten zum Wirtschaftskom—
plex gehören und daß die zweitgrößte Verbraucherorgani—
sation Deutschlands im Reichswirtschaftsrat eine bessere Ver—
tretung verdient. Wir müssen mit aller Entschiedenheit da—
gegen protestieren, als ob der Peamte nichts weiter sei als
ein von der Wirtschaft alimentierter Staatsbürger, der in
den Fragen der Volks- und Staatswirtschaft so gut wie
nichts mitzureden hat.
Doch genug der kritischen Betrachtungen. Ein jeder
hat im töglichen Leben Gelegenheit genug, zu erfahren,
welche bedenklichen Formen die Unfreundlichkeit und Feind—
seligkeit gegen die Beamten angenommen haben. Allzu—
lange haben die Regierungskreise dieser tollen Hetze zuge—
sehen, ohne einen ernstlichen Versuch zu machen, ihr zu be—
gegnen. In letzter Zeit mehren sich in erfreulicherweise
die Fälle, in denen sich Minister des Reichs und Bayerns
in der Oeffentlichkeit für die Beamten und für das Be—
rufsbeamtentum jowie für eine gerechte Würdigung der Be—
amtenarbeit einsetzen.

j

44
f

Das Beamtentum will sich nicht etwa einer öffentlichen
dritik entziehen. Diese mag zuweilen sogar notwendig
ein, um den Gefahren der Verknöcherung, der Bureau—
tratie zu begeanen. Allein die bisherige Beurteilung der
Beamtenschaft ist doch nicht mehr sachlich. Dennoch müssen
wir uns auch einmal die Frage vorlegen, inwieweit die
Beamtenschaft selbst an der derzeitigen psychologischen Ein—
tellung unseres Volkes schuld ist. Und da kann ich unser
Beamtengewissen erforschen wie ich will, ich vermag sehr we—
nig Schuld auf unserer Seite zu finden. Die Beamten sind
uus den Kriegs- und Nachkriegswehen völlig intakt hervor—
gegangen; sie haben im allgemeinen ihre alten Tugenden
»ewahrt: sie hahen von der ihnen durch die Umwälzung
der Staats- und Regierungsform gewordenen vermehrten
Freiheit vernünftigen Gebrauch gemacht; sie haben auch die
nnere Umstellung vom Diener des Königs zum Diener des
Volkes mehr und mehr gefunden und befleißigen sich in der
Regel im Verkehr mit ihren Volksgenossen jenes Maßes
von Höflichkeit und Zuvorkommenheit, das die demokratische
Einstellung unserer Zeit erheischt. Sie wollen die feste
Stütze des Staatsbewußtseins, der Wegbereiter zum Staate,
der Mittler zwischen Staat und Staatsbürgerschaft sein. Es
verden also schwer auf seiten der Beamten Fehler und Ge—
bhrechen festzustellen sein, welche die Beamtenhetze recht—
ertigen.

Zwei Tatsachen müßten unserem Volke mit aller Deut—
ichkeit die staatspolitische Bedeutung des Berufsbeamten—
ums vor Augen führen. Als bei der Revolution 1918 alles
drunter und drüher ging und die Gefahr der völligen
Staatsauflösung drohte, da waren die Beamten dank ihrer
überlieferten Tugenden der einzige ruhende Pol in der Er—
cheinungen Flucht, die Retter aus dem Wirrwar. Und als
im Rheine der furchtbare Kampf um die Erhaltung ur—
deutschen Landes entbrannte. da waren wiederum die Be—
imten (rund 83 Prozent der Ausgewiesenen gehörten dem
Beamtenstande an) die Träger dieses Kampfes, dessen Aus—
zang einen moralischen Sieg bedeutete und einen endgülti—
jen Verzicht der Franzosen auf die rheinischen Lande zur
Folge hatte. Was die Beamten bei der Revolution und bei
sem Abwehrkampf am Rheine in vaterländischer Hinsicht ge—
an, war kein besonderes sittliches Verdienst, sondern eine
uus dem Beamtenverhältnis sich ergebende Selbstverständ—
ichkeit. Und gerade an diesen beiden Beispielen müßte
inserem Volke die Wesensart und die Notwendigkeit des
Berufsbeamtentums klar und deutlich geworden sein. Allein
an dieser Erkenntnis und darum auch an einer gerechten
Würdigung des Beamtenstandes fehlt es in Deutschand 3. Zt.
ehr.

Auch andere Ueberlegungen lägen für unser Volk sehr
iahe. Wohin kämen wir heute in unserem Vaterlande bei
dem jetzigen Mangel an Staatsfestigkeit, bei dem ewigen
Regierungswechsel und bei der starken parteipolitischen Zer—
Jüftung unseres Volkes, wenn nicht das Berufsbeamten—
um als ein fester Fels dastehen würde? Es überdauert
eden Regierungswechsel und unser Staat wird auf dikse
Weise in weitgehendem Maße eine — Beamtenangelegen—
heit; d. h. er ist und wird das, was dieses Beamtentum in
der Praxis aus ihm macht. Daher kann bei dem Beamten
das Verantwortlichkeitsgefühl nie groß genug und das Be—

bei Rheumatismus, Hexenschuß
Gliederschmerzen, Isschias Neuralgien
Folgeerscheinungen von Gicht u. Influenza
Salit dringt durch die Haut in den Körper, belastet also im Gegensatz zu Medika—
menten, die man einnimmi, weder Magen noch Darm. Man frage seinen Arzt
Salit⸗Ol enthält als wirksamen Bestandteil b0b, Salit. pur. Salit⸗Creme Wose. Salit. pur. —
Salicylsäurebornylester. — In allen Apotheden zu haben.

20
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.