Full text : 2.1927 (0002)

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unseren Milgliedern und Jesern beste Wünschel Ein arbeilsxeickes
Jakr liegt kinfker uns. Neue Nufgaben karren der Erledigung.
Möge das kommende Jakr uns allen ein Jakr des Segens sein!

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Belreuungsaction umd Debue
Der Plan und die Durchführung der Betreuungsaktion
haben ein vielfaches Echo hervorgerufen; man hat sich in
weiten Kreisen mit den Fragen beschäftigt und ist dabe
zu Ergebnissen gekommen, die, je nach dem Standpunkt von
dem aus es geschah, verschieden sind, aber immerhin für die
Beamtenschaft von Interesse sein dürften, so daß wir unsern
Lesern einige zur Kenntnis bringen.
Die „Saarbrücker Zeitung“ vom 20. 12. 26 veröffentlicht
folgende Entschließung:
Die Betreuungsaktion und die Saareisenbahner.
Vom Einheitsverband der Eisenbahner, Bezirksleitung Saar⸗
brücken, wird uns unterm gestrigen Datum geschrieben:
Die am heutigen Tage tagende Konferenz der Bevollmächtig⸗
ten des Einheitsverbandes der Eisenbabner Deuischlands be⸗
schäftiate sich eingehend mit den durch die bekannte Betreuungs⸗
aktion der Reichs- bezw. Saarregierung geschafsjenen Verhält⸗
nissen. Die Konferenz, die von sämtlichen Ortsgruppen des Be⸗
girks beschat war, gab ein Spiegelbild der ungeheuren Erregung
die in den Kreisen der Eisenbahner durch die ungerechte und
ungleiche Betreuungsaktion geschaffen wurde. I sämtliche
Funktionäre vertraten die Auffassung, daß sich die Eisenbahner⸗
schait unter keinen Umständen mit diesen Maßnahmen abfinden
könne. Neben einer scharien Kritik, die an der Haltung der
Reichsvogierung geübt wurde, richtet sich der Unwille der Beles—
schaft gegen die ungerechte Verteilung der der Regierungskom⸗
mission des Saargebietes von der Reichsregierung zur Ver—⸗
fügung gestellten Mittel. In Anbetracht des Umstandes, daß sich
die Regierungskommission morgen noch einmal mit der Frage
der Betreuung besfassen soll, vertagte die Konferenz ihre Be—
— auf morgen, Montag, den 20. ds. Mits. und beauftragte
ie Besirksleitung, nochmals den Versuch zu machen, in Ver—⸗
handlungen mit der Regserungskommission ein für die Beleg—
schaft traabaxes Ergebnis zu erzielen. Damit dürften die Funk—
tionäre des Einheitsverbandes den Beweis erbracht haben, daß
sic sich auch in den schwierigsten Situationen nicht zu unüber—
legten Schritten hinreißen lassen. Der Ausgang der morgigen
Beschlüsse dürfte von den Ergebnissen der Entscheidung der Re—
gierungskommission abhängig sein. Die übrigen Eisenbahner—
organisationen. Gewerkschaft deutscher Eisenbahner und Allge—

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meiner Eisenbahner-Verband, haben ebenfalls am heutigen Tage
bre Funktionäre in derselben Frage zusammengerufen, damit
von den 3 Tariigewerkschaften ein gemeinsames Vorgehen in
der ganzen Betreuungsaktion erreicht wird.
Die „Volksstimme“ schreibt in Nummer 277 vom 30. No⸗
dember 1926:
Eine solche Zahlung von seiten des Reiches an saarländische
Beamte war und ist natürlich nur möglich unter Zustemmung
der Regierungskommission des Saargebietes. Es haben deshalb
Beratungen zwischen der Reichsregierung und der Saarregierung
tattgefunden, und gleichzeitig haben auch die Parteien und die
Fewerkschaften des Saargebietes die Reichsregierung von ihrer
Meinung unterrichtet. Die Sozigaldemokratische Partei und die
jfreien Gewerkschafien haben von Anfang an auf dem Standpunkt
zestanden, daß sie sich mit einer solchen Betreuungsaktion nur
inverstanden erklären könnten, wenn sie alle Beamten nach
ozialen Gesichtspunkten erjasse und zugleich ein Ausgleich für
zie Arbeiter und Sozialrentner geschaffen werde. Trotz mehr⸗
'acher entschiedener Vertretung dieser Auffassung und wieder⸗
holter Warnung an die zuständigen Reichsstellen gelang es
veder der sozzaldemokratischen Partei noch den freien Gewerk⸗
chaften, ihre Meinung. die nichts weiter als eine gerechte und
rach sozialen Gesichtspunkten erfolgende Betreuung des Saarge⸗
bietes verlangte, durchzudrücken.
Sowohl die Sozialdemokratische Partei wie die freien Gewerk—
chaften sahen sich daraufhin veranlaßt, zunächst ihren Mitglie⸗—
dern in Rundschreiben und Versammlungen ihren Standpunkt
bekannt zu geben. Nachdem bei einer erneuten Fühlungnahme
mit der Reichsregserung in den letzten Wochen von seiten der
aarländischen Sozialdemokratie eine Aenderung des Stand⸗
punktes der Reichsregierung nicht zu erreichen war, hat der
ozialdemokratische Landesratsabgeordnete Brettar, Vorstands—
mitglied des Einheitsverbandes der Eisenbahner⸗- und Direk—
ions⸗Arbeiterbeirat bei der saarländischen Eisenbahndirektion,
in der Landesratssitzung vom 22. ds. Mits. den von den freien
Bewerkschaften und von der Soziabdemokratischen Partei ver⸗
retenen Standpunkt nochmals klar und deutlich dargetan. —
eider ohne irgendwelche Unterstützung zu finden. Seinem An⸗
roge wurde das übliche Kommissionsbegräbnis zuteil.
Daraufhin hat der sozialdemokratische Unterbezirksvorstand für
das Saargebiet in gemeinsamer Tagung mit der sozialdemokra⸗—

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