Full text : 2.1927 (0002)

STELLVNGNAHME DES DEUTSCHEN BEAMTENBUNDES
ZLUR BESOLDUNGSFRAGCE

Der Gesamtverband des D. B. B. hat zu dem Regierungs—
entwurf eines Besoldungsgesetzes Stellung genommen und
unter Aufrechterhaltung seiner grundsätzlichen Stellung—
nahme eine Reihe von Vorschlägen gemacht, deren Würdi—
gung und Erfüllung er von den gesettzgebenden Körper
ichaften erwartet.
Unbeschadet der Notwendigkeit einer eingehenden Prüfung
dieser Vorschläge erhebt der Gesamtvorstand die Forderung,
die Neuregelung mit größter Beschleunigung zu verabschie—
den, um der zunehmenden Notlage der Beamtenschaft ent—
gegenzuwirken.
Als unverständlich und unmoralisch empfindet die Be—
amtenschaft die Tatsache, daß die Besoldungsregelung, die
von allen Regierungen und Parteien als notwendiag an—

VERWVALIUIUNGS-AKA

Am 15. Oktober 1927 begann das zweite Semester der
Verwaltungs-Akademie Saargebiet. Bis zum 19. Oktober
waren 681 ordentliche Hörer gemeldet. Die Vorlesungen
finden sämtlich im Ludwigspark statt mit Ausnahme der
4 Vorlesungen am 22., 28. 29. und 30. Oktober, die in den
Johannishof verlegt werden mußten. Die auf der Hörer—
karte für den Johannishof vorgemerkte Vorlesung am 27.
November findet ebenfalls im Ludwigspark statt. Wir
bitten, von dieser Aenderung Kenntnis zu nehmen.
Alle Hörer und sonstigen Interessenten seien erneut auf
das im November erscheinende Lehr- und Handbuch „Die
Verwaltungs-Akademie“ aufmerksam gemacht. Heraus—
geber desselben ist Herr Professor Dr. Giese-Frankfurt, der
die Arbeitsgemeinschaft der Beamtenverbände des Saar—
gebietes auf die Neuerscheinung hinweist und alle Kol—
legen zur Mitarbeit aufruft, wenn er schreibt:
„Das hochschulmäßige Beamtenfortbildungswesen krankt
in zwei Uebelständen.
Einmal fehlte bislang ein auf die besonderen Bedürf—
nisse der Verwaltungsakademiehörer zugeschnittenes Lehr—
buch der verwaltungsakademischen Lehrgegenstände.
Sodann entbehren der Möglichkeit verwaltungsaka—
demischer Fortbildung die vielen Tausende von deutschen

erkannt, aber gleichwohl drei Jahre lang verzögert worden
ist, jetzt gewisse Kreise der Wirtschaft zum Anlaß nehmen,
zine völlig unbegründete und rücksichtslose Preissteigerung
in die Wege zu leiten. Sie ersucht die Reichsregierung um
schürfstes Durchgreifen gegen dieses nicht nur die Beamten—
chaft, sondern das ganze deutsche Volk schwer schädigende
berfahren.
Noch bedauerlicher ist die Tatsache, daß Arbeitneh—
merorganisationen gegen die notwendige Neu—
regelung Stellung nehmen, und zwar in einer Weise, die
jede billige Rücksichtnahme vermissen läßt. Die Beamten⸗
schaft erinnert an das Solidaritätsgefühl der gesamten arbeit—
nehmenden Bevölkerung und weist dieses Vorgehen mit aller
Futschiedenheit zurück.

DEMIE SAARGEBIEIT.

Beamten, die wegen zu weiter örtlicher Entfernung oder
mangels dienstlicher Abkömmlichkeit die Vorlesungen nicht
besuchen können.

Beiden Uebelständen wird das neue Lehr- und Hand—
»uch abhelfen, das unter der Bezeichnung „Die Verwal—
ungsakademie“ im November 1927 zu ne beginnt.
Das Werk läßt sich aber nur dann durchführen und der
iußerst niedrig festgesetzte Abonnementspreis nur dann
heibehalten, wenn ein großer Abnehmerkreis gewonnen
vird. Hierfür durch energische und wiederholte Propa—
zanda Sorge zu tragen, ist die Standespflicht der verschie—
denen Beamtenorganisationen. Darum ergeht an alle Be—
amtenverbände hiermit die eindringliche Aufforderung:
Macht das neue Werk weithin bekannt: Erschließt ihm vor
allem das Hinterland, die kleinsten Orte, an denen Beamte
tätig sind! Werbt zahlreiche Abonnenten!“
Wir schließen uns dem Wunsche des Herrn Professors
Dr. Giese an und bitten alle Interessenten, sich beim Ver—
lag Spaeth u. Linde, Berlin W. 10, über alle näheren
Einzelheiten zu unterrichten. Eine uns vom Herausgeber
mitgesandt Inhaltsübersicht lassen wir nachstehend folgen:

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