tellt, um den Gefeierten mit schönen Weisen zu erfreuen. Die
ameraden der Landiägerabteilung Saarbrücken, in der Wolf
jast 32 Jahre ununterbrochen Dienst getan hat, beschenkten in
Hemeinschaft mit der Beamten- und Angestelltenschaft der Bür—⸗
germeisterei den Jubilar mit einem prächtigen Ruhesessel. Nach
der häuslichen Feier fand noch ein gemütliches Zusammensein
in der Wirtschaft Loesgen zu Güchenbach statt, die unter den
längen der Musikkapelle des Landiägerkorps und unter Reden
rnster und heiterer Art die Festversammlung noch viele Stun—
den in schönster Harmonie zusammenhielt. Die offisielle Be—
eiligung der vorgesetzten Dienstbehörde und die Abordnung der
zanzen Musikkapelle des Landzägerkorps zeigten so richtis, welch
ohes Ansehen der Jubilar bei seinen Dienstvorgesetzten infolge
einer stets bewiesneen Diensttüchtigkeit genossen hat und noch be—
itzt. Ein weiterer Beweis, in welchem Maße Wolf sich in
einem Kameradenkreise, bei den Ortisbehörden und bei
er ganzen Bevölkerung durch sein mustergültiges kameradschaft—
iches und leutseliges Wesen ein stets treues Andenken gesichert
at, bildete die ungewöhnlich zahlreiche Beteiligung aus diesen
dreisen an der Feier. Möge es dem Wackeren vergönnt sein,
ich noch recht viele Jahre im Kreise der Familie ungetrübt und
hej voller Gesundheit der wohlverdienten Ruhe zu erfreuen.
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Stand der Reichsbesoldungsfrage.
Nach Pressemitteilungen fanden am 28. und 29. August in
Dresden Besprechungen der Finanzminister der Länder mit
den Sachbearbeitern des Reichsfinanzministeriums über die
aeue Besoldungsordnung statt. Anschließend sollen in den
ersten Septembertagen die Vertreter der Beamtenorganisa—
tionen zur Beratung eingeladen werden, und am 6. Sept.
vird die Vorlage bereits dem Reichsamt zugehen.
Wie es um die Mitarbeit der Beamtenvertretung bestellt
ist, kann man daran erkennen, daß sie erst zugezogen wird,
kurz bevor die Vorlage dem Reichsamt augehen soll, also
zereits vollständig fertiggestellt ist!
Die Beamtenschaft kann damit rechnen, daß der Inhalt der
Vorlage in den nächsten Tagen veröffentlicht wird. M.
Auch Thüringen gewährt Unterstützungen.
In Anlehnung an die Beamten-Notstandsmaßnahmen im
Reich und in Preußzen hat sich nunmehr auch die Thüringische
Regierung entschlossen, aktiven festangestellten Beamten, Lehrern
und Angestellten der Gruppen 1 bis b ohne Antrag Unterstützun⸗
gen zu gewähren, sofern sie verheiratet sind. Ledige werden
aAuf besonderen Antrag nur dann berücksichtigt, wenn sie jür den
Unterhalt von Angehörigen aufzukommen haben. In den
Gruppen von 7 an aufwärts bedarf es ebensfalls eines besonderen
Antrages mit Darlegung der besonderen Gründe. Als aus⸗
reichende Gründe gelten Unterstützungspflichten, außerordentliche
Anschaffungen, Kinderreichtum. Im allgemeinen werden nur
Beträge bis zu 30 Mark gegeben, in ganz besonders begründeten
Füllen solche bis zu höchstens 40 Mark. Da die Mittel sehr be⸗
schränkt sind, soll die Unterstützungsgewährung andeutungsweise
äber die Gruppe 10 nicht hinausgehen. Als äußerster Termin
sür die Einreichung der Anträge an die vorgesetzte Dienstbehörde
ist der 26. August festsesetzt.
Stadtjubiläum und Stadtfestspiel in Zweibrücken, 1352 1927.
In diesem Jahre sind 5175 Jahre verflossen, seitdem die Pfälzer
Grengstadt Zweibrücken Stadtrechte erhalten hat. Die
Stadt wird ihr Jubiläum festlich begehen und lädt hierzu beson⸗
ders die Saagrländer aus Stadt und Land herzlich ein. Die
Feier ist am 10. und 11, September. Am Vorabend bewegt sich
ein Fackelzug durch die festlich beleuchteten Straßen der Stadt
Bom Balkon des Rathauses auf dem sich die Stadtverwaltung
ersammelt, wird in kurzer Ansprache der Bedeutung des Tages
jedacht und der Vaterstadt eine Huldigung dargebracht.
Der Sonntag wird durch eine Standmusik auf dem Markliplatz
ingeleitet. Von nachmittags 1 Uhr ab erfolgt der Einzug der
ruswärtigen historischen Gruppen zu Pferd und zu Fuß. Auf
»er noch leeren Freilichtbühne veitet ein Herold durch
as Stadttor des Hintergrunds um in einem schwungvollen Vor—
pruch den Zweck des Spieles zu künden. Hierauf rückt als
erster Reisiger der Ritter von Graͤfinstein mit etwa 50 Begleitern
an; der Lagerplatz wird vor der Bühne hergerichtet und schon
nelden Fanfaren die Ankumft weiterer Gäste des Hoftags. Graf
und Gräfin von Bundenbach erreichen, aus der Allee kommend,
mit Gefolge Musit Markedenterwagen usw. den Platz, dann
erscheint die Abordnung der Stadt Hornbach mit Volksgruppen,
Der Ritter von Homburg (mit 25 Berittenen und 40 Fußgängern
rus Einöd) schließt sich an nach durzer Pause der Ritter von
Drachemfels mit Anhang, gestellt von Bewohnern der Sickingerhe.
Unter brausenden Huldigungen, Fanfarengeschmetter und Zu—
ufen reilet nunmehr Graf Walram 2. von Zweibrücken mit
hemahlin, umgeben von Pagen und großem Gefolge, aus dem
ztadttor zur Begrüßung der Ritterschaft und der Bürger. Nun
olgt der Höhepunkt, der feierliche Ginzug des Grafen Kuonrath,
es Kuriers Kaiser Karls IV. mit der Urkunde, die die Ver—
eihung der Stadtrechte enthält. Die Ueberreichung Verlesung
ind der Anschlag des Dokuments leiten dann das eigentliche
Festspiel ein, das mit Ansprachen des Zweibrücker Grafen, Huligung
und Darreichung von Ehrengaben durch die Fürsten.
Wahl des ersten Bürgermeisters von Zweibrücken u. a. ausge⸗
ülll wird. Den Schluß bildet ein großes Ritterturnier
owie Vorführung von alten Reiterspielen, worauf der gange
Troß nochmals an dem unter hohem Baldachin thronenden aräf⸗
ichen Paar vorbeigieht.
Sodann wird der Festzug gebildet, der sich durch die Straßen
»er Stadt bewegt und im Hofe der Ludwigschule seine Auflösung
indet. Währeud des dem Spiel vorausgehenden LSagerlebens
verden altdeutsche Lieder gesüngen, es wird abgekocht und ge—
»raten die Pferde werden geiränkt und gefüttert usw. Das von
er Stadtverwaltung datkräftig unterstützte Festspiel wird vor—
tussichtlich eine der großzügigsten Veranstaltungen werden, die
weibrücken je gesehen hat und seine Angiehungskraft weit in
er Westpfalz und dem Saargebiet ausüben
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