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en A Fußßzpflege
geschieht sicher, zuoerlä sig und erfolgreich mit Vasenolo.
sorm-⸗Puder. Unargenehmer Geruch verschwindet sofort—
Der Körper wird erfrischt und belebt. Einmal durch—
geführt, und der Vasenoloform-Puder ist der Freund des
Hauses. 91
»eutsche Zufuhr seit der Zollabschnürung zurückgegangen
st, ergibt sich aus der Tatsache, daß im Zeitraum Januar
Zeptember 1926 das Saargebiet nur noch einführte:
Schuh- und Lederwaren 88 d42
Gewebe 235 d2
Wäsche und Kleidung 98 d2
Es zeigt sich also, daß auf allen für die tägliche Bedarfs—
»edung wichtigen Warengebieten Frankreich heute in ganz
iberwiegendem Maße der Hauptlieferant des Saargebie—
es ist. Damit ergibt sich ohne weiteres, daß auch die Preis—
ildung gerade bei diesen täglichen Bedarfsartikeln im
Zaargebiet nicht von der Kursbewegung, sondern von der
Bewegung der französischen Fabrikations- und Großhan—
delspreise abhängig geworden ist. In dem erwähnten Ar—
ikel ist selbst zugegeben, daß die Verhältnisse hinsichtlich
der Preisbildung bei franzöfischen Artikeln anders liegen
als bei deutschen Waren. Soweit im Saargebiet deutsche
Waren geführt werden, sind sie in ihren Preisen seit der
Frankenbesserung erheblich billiger geworden. Der Ver—
asser des Artikels behauptet zwar, daß bei deutschen Waren
ogar noch Preiserhöhungen festzustellen seien. Wir wären
hm dankbar, wenn er diese Artikel nennen würde.
Wenn nun die Preise französischer Waren, die, wie wir
„ben dargelegt haben, heute für die Versorgung des Saar—
gebietes entscheidend in Frage kommen, nicht entsprechend
der vollen Kursbesserung gesenkt werden konnten, so liegt
das zunächst daran, daß sie auch vorher nicht im vollen
Ausmaß der Frankenentwertung erhöht worden waren. Im
ibrigen aber hat der saarländische Handel gerade bei die—
en Artikeln ganz erhebliches an Preisabbau geleistet, trotz⸗
dem die französischen Lieferanten vielfach an ihren hohen
Preisen kleben geblieben sind. Diese Preisermäßigung ist
ruch in der Indexentwicklung zum Ausdruck gekommen.
Der Saargebietsindex hat sich seit Juli 1926 wie folgt
ntwickelt:
„Unter dieser Ueberschrift hatten wir in unserer Ausgabe
vom 8. 1. 1927 einen längeren Aufsatz veröffentlicht. Auf
unsere damaligen Ausführungen antwortet der Schutzver⸗
ain für Handel und Gewerbe im Saargebiet e. V. fol—
gendes:
Der Artikelschreiber macht, wie es durchaus richtig ist,
einen Unterschied zwischen der Preisbildung bei deuischer
und bei französischer Ware. Dabei befindet er sich jedoch
offenbar im Irrtum hinsichtlich der Versorgung des Saar—
gebietes mit deutscher Ware, denn er nimmt an, daß heute
noch das Saargebiet im wesentlichen vom deutschen Zoll—
gebiet aus mit Waren versorgt wird. Diese grundlegende
Annahme entspricht jedoch leider in keiner Weise den Tat—
sachen. Es dürfte nachgerade allgemein bekannt sein, daß
in den letzten Jahren, insbesondere seit der Zollabschnü—
rung, Frankreich der Hauptlieferant des Saargebietes ge—
worden ist. Die deutsche Ware spielt für die Versorgung
leider nicht mehr die entscheidende Rolle. In einzelnen
Branchen (z. B. Möbelhandel, Haus- und Küchengeräte
Buchhandel) ist zwar der Anteil deutscher Waren nach wie
vor ganz erheblich. Aber in den Branchen, die mehr für
die tägliche Bedarfsdeckung der Bevölkerung in Frage
kommen, also im Lebensmittel-, Textil- und Schuhwaren⸗
handel ist die deutsche Ware von der französischen Ware
bis auf einen geringen Rest verdrängt worden. Leider
stehen statistische Zahlen für die Entwicklung des deutsch—
französischen Warenverkehrs seit 1925 nicht mehr zur Ver—
fügung. Trotzdem dürften die nachfolgend erwähnten Zah—
ien, wenn sie auch älteren Datums sind, eine ungefähre
Vorstellung von der tatsächlichen Verschiebung der Waren—
versorgungsverhältnisse geben.
Im Jahre 1924 bezog das Saargebiet an Lebensmitteln
und Getränken aus Frankreich insgesamterd. 2000 000 dz,
während es im selben Jahre aus Deutschland nur 138 390
dz bezogen hat. Im Zeitraum Januar bis September
1926 erhielt das Saargebiet aus dem übrigen Deutschland
insgesamt 167277 dz Lebensmittel und Getränke. Die
französische Einfuhr in das Saargebiet dürfte 1927 etwa
der von 1924 entsprechen.
Ein ähnliches Bild ergibt sich beim Vergleich folgender
Warengruppen:
Im Jahre 1924 betrug die saarländische Einfuhr in d2:
aus Frankreich: aus Deutschland:
Schuh- und Lederwaren 8895 2614
Gewebe 46 331 11175
Wäsche und Kleidung 1832 2 256
Wie sehr jedoch gerade in diesen wichtigen Artikeln die
Juli. 615
August. 645
September 652
Oktober 670
November 664
Dezember. 643
Der Verfasser hat lediglich die Indexzahlen von Juli,
Oktober und November verglichen. Ein Heranziehen der
Dezemberzahl hätte ihm gezeigt, daß dieselbe gegenüber
dem Oktober einen weiteren erheblichen Abschlag gebracht
hat, sodaß die Dezemberzahl schon 2 Puntte unter der
Augustzahl liegt. Es ist anzunehmen, daß bei weiterer
Ztabilität des Franken der Abbau der Preise in einem
veiteren Sinken der Indexziffer zum Ausdruck kommen
vird.
Unsere Darlegungen dürften zur Genüge beweisen, daß
der von uns beanstandete Artikel in wesentlichen Punkten
irrt. Wir können es gerade im Interesse des guten Ein—
vernehmens zwischen Beamten und Kaufmannschaft nur
aufrichtig bedauern, daß der Artikelschreiber dem Handel
chwerwiegende Vorwürfe macht und von einem standa—
lösen Zustand spricht, ohne sich vorher über die tatsächlichen
Lerhältnisse hinreichend unterrichtet zu haben, so wie man
das eigentlich von ihm hätte erwarten dürfen“
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