Full text : 2.1927 (0002)

ur 50 Seanien erhöben. Die Höte der zweiten Rate
richtet sich nach der Hörerzahl. Sie wird später noch
einmal besonders festgesetzt, wird aber 50 Franken keines—
falls übersteigen. Wir hoffen, wenn die Hörerzahl im
weiten Semester der des ersten gleichkommt, mit weniger
auszukommen.
Die Anmeldungen zum zweiten Semester haben be—
ceits begonnen. Es wird hiermit öffentlich zur Neuan—
meldung aufgerufen. Als Hörer sind zugelassen Beamte
und Angestellte aller Verwaltungen, auch solche freier Be—
cufe. Der Lehrgang umfaßt sechs Semester. Nach Ab—
scchluß des Lehrgangs bestehen folgende Möglichkeiten:
Entweder erwirbt man sich, ohne eine Prüfung abzule—
gen, eine Bescheinigung über die Semesterbeteiligung,
oder man unterzieht sich der Schlußprüfung und erwirbt
ich damit das Akademie-Studienzeugnis. Die genauen
Prüfungsbestimmungen werden wir demnächst bekaunt—
geben. Die Teilnehmer an den Sommervorlesungen
jaben also, so weit sie sich haben ausdrücklich eintragen
assen, bereits ein Semester hinter sich. Neueintretende
absolvieren mit den andern die kommenden fünf Seme—
ster. Das erste Semester, das sie zur Prüfung ja eben—
falls als belegt nachweisen müssen, erhalten sie entweder
zleichzeitig mit dem sechsten Semester oder im Anschluß
an dieses. Das regelt sich alles noch im Laufe der Jahre.
Drum also: Wer gewillt ist, am zweiten Semester teil—
zunehmen — in Fortsetzung des ersten oder als An—
fänger — wird gebeten, möglichst in den nächsten Tagen
schon die ihm bereits ausgehändigte oder von der Ge—
— IAT chäftsstelle Königin Luisenstraße 39 zu beziehende Per—
Sa. 76 Stunden songalkarte nebst 80 Franken in eingeschriebenem Bricfe
Es wird also auch im Wintersemester wiederum nur an die Geschäftsstelle einzusenden. Die Hörerkarte wird
Hochwertigstes gebosen. Das Semester beginnt Mitte jedem Angemeldeten zugesandt, sobald der genaue Stun—
Oktober. Die Vorlesungen finden voraussichtlich nur denplan feststeht.
Samstags und Sonntags statt. Die Wahl der Vortrags Und nun frisch ans Werk! Es gilt unserer Beamten—
säle richtet sich nach der Hörerzahl und den örtlichen Ver fortbildung. Es gilt, unseren Kollegen im Reich gleich
hältnissen, Die Hörgebühr ist einstweilen mit 100 Fran- wertig zu bleiben. Wer rastet, rostet!
ken ins Auge gefaßt. Als erste Rate werden vorläufig Karl Schneider.
Abschrift. bekreffend Erholungsurlaube für das Rechnungsjahr 1927, be⸗
rnen hden 28. Juli 1927. ehre ich mich Ihnen mitzukeilen, daß die Regierungkommission
ohplan 1 ihren in der Urlaubsfrage am 28. März 1926 gefaßken Be—
schluß aufrecht erhält. Daß in gewissen Fällen die Höchsturlaube
der saarländischen Beamkten geringer bemessen sind als im
Reiche, krifft zu, indessen wird dies reichlich ausgeglichen
durch eine im Verhältnis zum Reiche kürzere Arbeitszeit

Der Studienplian für das Wintersemester iegt
nun engültig fest. Es werden lesen:
Prof. Dr. Giese:
Allgemeines Staatsrecht. (Der Staat. —
Die Staatsform. — Die Staatstätigkeit) 12 Stunden
GBeheimrat Prof. Dr. Burchardt:
BGB II. Das Recht der Schuldverhält—
nisse. (Theoretischer Teil) 166
Prof. Dr. Gerloff:
Ausgewählte Abschnitte aus
der theoretischen National-—
ökonomie.
Prof. Dr. Gerloff:
Volkswirtschaftspolitik.
Prof. Dr. Salomon:
Soziologie.
Prof Dr. Pohl:
Auswärtige Verwaltung.
(Grundlegung. — Organe. — Gesandt
schafts- und Konsularrecht.)
Univ Dozent Dr. Feld:
Moderne Bildurpgsfragen für
Beamte. (Bildungsaufbau. — Bildungs—
pflege. — Wirtschaftliche Seite der Bil—
dung. — Praktische Bildungsmaß⸗
nahmen.)
Beigeordneter Dr. Kuhring:
BGB II. (prattischer Teil.) 12

7⸗

An
die Arbeitsgemeinschaft der Beamtenverbände
des Saargebietes
3. H. des Beamtenbundes
Saarbrücken 3,
Königin-Luisenstraße 30, J.
In Beantkworkung der Eingaben der Arbeitsgemeinschaft der
Beamkenverbände vom 16. FTebruar. 6. April und 6. Juli 1927

Der Generalsekrekär
der Regierungskommission des Saargebiekes:
PNPierroftelt.

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