Full text : 2.1927 (0002)

Offiziere geknüpft werden. Es sind dies immer nur
wenige Personen, die für den allgemeinen Besol—
dungsdurchschnitt nicht ausschlaggebend
ein können. Gerade bei der Mehrzahl der Beamten müsse
man vielmoehr feststellen, daß ihr Einkommen hinter dem
Realgehalt der Friedensbezüge zurück sei und zu der Ver—
intwortlichkeit in gar keinem Zusammenhang mehr stehe.
An sich sei es verständlich, wenn die Wirtschaft eine Er—
höhung der Beamtengehälter nicht mit Freuden begrüße.
Es sei aber ein falscher Weg, die Beamten schlecht
zu besolden, dadurch ihre Arbeitsfreudigkeit und ihren
Leistungswillen zu mindern und sie letzten Endes zu un—
zuverlässigen Nebenerwerben zu drängen. Darin liegt
eine schwere Gefahr für die Wirtschaft selbst.
Das Bestreben der Wirtschaft müsse vielmehr dahin gehen,
die Zahl der Beamten planmäßig zu verringern, die vor—
zandenen Beamten aber angemessen zu besolden. Die

Verminderung des Beamtenpersonals aber dürfe nur
rufdem Wegedesnatürlichen Abgangs (Tod
»der Alterspensionierung erfolgen, nicht durch eine be—
ondere Abbauaktion wie im Herbst 1923. Vor allem sei
ein Abbau der Aufgaben anzustreben und auf
die Parlamente dahin einzuwirken, daß nicht dauernd An—
räge gestellt werden, die in ihrer Auswirkung auf eine
xrweiterung des Beamtenapparates hinauslaufen. Im
ibrigen aber habe die Wirtschaft an angemessen besoldeten
Beamten auch insofern ein dringendes Interesse,
ils sich in der Nachkriegszeit die Gesetzgebung in immer
zrößerem Umfange mit wirtschaftlichen Dingen
»efaßt, und es daher notwendig ist, für die Durchführung
Beamte zu besitzen, die die nötige Spannkraft und das
tötige Interesse haben, sich in diese wirtschaftlichen Dinge
inzuarbeiten.

Titel und Sprache.
Oesterreich hat wie wir in seiner Verfassung alle Standesunter⸗
scchiede vertilgt. Aber auch dort ist darauf ein wirklicher Titel⸗
causch gefolgt und hat durch eine amtliche Titelverordnung vom
2. Juli 1926 Ausdruck gefunden. Sie ist veröffentlicht im „Bun—
desgesetzblatt für die Republik Oesterreich‘ vom 20. Juli 1826
S. 689 If. In der „Neuen Freien Presse“ vom 8. August 1926 hat
der Universitätsprofessor Karl Brockhausen über diese Neuord—
aung die volle Schale des Spottes ausgegossen. Sie hat das Kunst—
sttück fertig gebracht, in 200 Bezeichnungen 300 Fremdwörter
unterzubringen. Er nennt sie völlig mißglückt und die Mehrzahl
der neuen Titel halbe Unmöglichkeiten. Ein zweideutiges Lob
erkennt er ihr zu, daß sie nämlich ihre Beamten achtungsvoller
zehandle als die alte Zeit und alle Verkleinerungstitel mit
„Sub“⸗ und „Unter“⸗ vermeide, um so freigebiger aber mit

Ober“ sei. In der Tat, da gibt es den Regierungsoberkommissür,
»en Forstoberkommissär, den Agrarbauoberkommissär, den Mili—
ärintendanturoberkommissär, den technischen Finanzoberkommis—
är, den Ministerialoberkommissär und außer mehreren anderen
ndlich wohl als schönsten den Prokuraturoberkommissär, weiter
en Finanzoberrevidenten, den Militärtechnischen Oberrevidenten
ind den Quästursoberrevidenten, ebenso Oberadjuntten verschie—
ener Art, und Oberoffiziale, z. B. Militärsanitätsoberoffizial,
inen Justizoberaktuar, einen Telegraphenobermanipulanten,
a gibt es einen Landesveterinärinspektor, einen Kabinettsvize—
irektor, einen Prokuraturspräsidenten und noch manche ähnliche
—chönheiten. Die Gerechtigkeit fordert hinzuzusetzen, daß daneben
uch gute deutsche Titel vorkommen wie: Hüttenmeister, Amtsrat,
zZaurat, Betriebsleiter, Hutmann, Wardein, Amtmann, Wirt⸗
chaftler Werkmeister. Verwalter und Schulwart.

—

nen anm ——

Beamte, versichert Euch in der
größten deutschen
59 * —45
peanie enlagst
der
Krankenkasse für die Gemeindebeamten und Angestellten
 des Deutschen Reiches, V. o. G.
Ssitz Koblenz a. Rhein.

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ινον
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Café Kiefer
(até und veiarestaurant — londitoro

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7

Sie versichert alle im Beamtenbund des Saargebietes orgenisierten
Beamten einschl. ihrer Familien-Sie
 ist die größte und am beston ausgebaute Beamtenkrankenkasse
des Péiches.

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HoOtel Dũümmler
EoOmbhurs-Saar
Eisenbabnstrabe 10

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— —

a2W7te.

Besondere Vergũnstigungen beim Abschluß von Sammelversicherungen
bernahme Lestehender Kassen ohne Nachteil für deren Mitglieder
mõöglich.
1825: M. 8. 6 onen seiträge,
8Miblsonen Leistungen.
im Jahre 1926 wurden rund . 2600 60060 Hassssentelstungen ausgezahlt
Auskunft und Drucksachen kostenlos durch die Bezirksverwaltung für
das Saargebiet in Saarhrocken, Fürstenstraße 7.

Treffpunkt der Beamten.

PISTORIVS

Bounekamp, Weinhrand
Rirseh, Vuetseh, Miranelle
aus eiqensor Brennereil.
            
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