Bn der solgenden Aussprache
ommt der Vertreter der Pfalzgruppe des Bayerischen Be—
amtenbundes, Mang, auf die Schwierigkeiten zu sprechen, die
sich gegen die Durchführung der Beamtenwünsche stemmen. Er
schildert, wie sie in der Pfalz vorgegangen seien. Durch eine sach—
liche Aufklärung der Bevölkerung, Bearbeitung der Abgeord⸗
neten und durch die Gewinnung der Presse sei man in der Pfalz
etwas weitergekommen.
Die nächsten Redner treten einmütig ein für das Programm
des D. B. B.
Das Wort ergreift der
Landtagsabgeordnete Baumhoff
Er erklärt, daß an der Besoldungsreform gearbeitet werde.
Er wisse, daß bereits verschiedene Entwürfe für die Re—
jorm in den Schubladen der Ministerien lägen. Es hätten auch
zereits mehrere Sitzungen zwischen den Regierungsvertretern
uind den Beamtenführern stattgefunden (Preußen). Er sei der
Ansicht, daß die Neuregelung am 1. Oktober komme. Der Reichs⸗
dat habe auch die Regierung ersucht, bis zu diesem Termin die
Besoldungaserhöhung vorzunehmen. Die Befürchtungen, die hier
oorgebracht worden seien, teile er nicht. Die Wirtschaft, auch die
Landwirtschaft, habe sich mit der Erhöhung abgefunden, sogar
die Syndici der großen Wirtschaftsverbände. Im Gegensatz zu
dem Referenten des D. B. B. müsse er erklären, daß in Berlin
niemand mehr an die Beibehaltung des jetzigen Gruppensystems
denke. Dieses sei auch so stark bekämpft worden und weise so
diele Fehler auf, daß man wohl wieder zum Klassensystem,
venn auch nicht in der Gestalt jenes von 1909, zurückkehre. Er
zersucht, die einzelnen Fehler nachzuweisen.
In der Erwiderung hierauf führt der Referent des D.
B. B. Raussch, aus wenn das Gruppensystem Mängel enhalte,
könne man doch daran gehen, diese zu verbessern, ohne das
System aufzuheben. Daher schlage der D. B. B. Verbesserungen
des geltenden Systems vor, durch die den Wünschen der Be—
amten Rechnung getragen werde. Im Laufbahnsystem läge die
Befahr der Politisierung und der Zerschlagung der Beamten⸗
schrft. Er bedauert, daß sich der Beamtenausschuß des preuß.
Landtages von der Regierung habe beeinflussen lassen.
Zu dieser letzten Bemerkung erklärt der Landtagsabgeordnete
Baumhoff: Er habe sich seine eigene Meinung gebildet. Die
Preußische Regierung habe gar nicht den Versuch gemacht, den
Ausschuß zu beeinflussen.
Inderweiteren Aussprache
reten alle Redner für das Festhalten am Gruppensystem ein
Schluß 7 Uhr nachmittags.
3 Uhr nichmittags.
Festabend im grotßzen Saale der Stadthalle.
Der große Saal ist bis auf den letzten Platz gefüllt. Die Vor—
tragsordnung wird durch das Städtische Orchester unter persön⸗
licher Leitung des Generalmusikdirektors Dr. Siegel
nit den feierlichen Klängen des Vorspiels aus den
Meisterstngern von Wagner eröffnet. Es folgt der Chor „Wach
pm Machhcusemeq
æcu&æ:-ν Se Sich schon,
venn es einen Oetker- Pudding gibt. Die Jungen Lommen
meist mit einem Barenhunger nach Hause u. da ist ein
Oe iser· Puddino
gerade der gchuigt sattigende Nachtisch. — Oetberpuddings
sind vosischmeckend und nahrhaft, außerden
eich an tnocienbilagenden Saszen u. durch die Zubereitung
der viiaminreschen Misch vird der Nährwert noch erhönt
.nder können jeden Tag einen Oetker-Pudding verzehren u
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von Marken von meiner Generalvertretung:
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Dr. A.Getker, Bielefelt
uf“, ebenfalls aus den Meistersingern von Wagner, durch den
rehrer- und Lehrerinnengesangverein (Leitet Frans Oudille)
nit Orchesterbegleitung. Die rechte Grundstimmung für die Be—
rüßungsansprache ist gegeben. Diese hält der Vorsttzende des
Irtskartells Krefeld des Deutschen Beamtenbundes. Lehrer
Beckmann. Er führt folgendes aus:
Namens des O.“K. Krefeld des Deutschen Beamtendundes heiße
ch Sie auf das herzlichste willkommen. Sie ersparen mir, daß
ch einzelne unserer Gäste besonders begrüße, da die offizielle Be⸗
zrüßung gelegentlich unserer morgigen Verhandlungen zur Ta—
jesordnung steht. Und doch gestatten Sie mir, daß ich einen
stamen nenne, der sich bei der Krefelder Beamtenschaft besonderer
Beliebtheit erfreut — ein Name, der mit der Geschichte des
Irtskartells Krefeld auf das engste verknüpft ist: Karil
dausch (Bravo!). Sie lieben Freund heute unter uns zu
vissen, erfüllt Ihre Krefelder Kollegen mit doppelter Freude.
sehmen Sie heute und von dieser Stelle aus nochmals unseren
erzlichen Dank für Ihre schätzenswerte und selbstlose Arbeit, die
eider für unser Kartell mit Ihrer Ausweisung im Jähre 1928
hr Ende erreichte. Um auch nich außen hin unsere Anerkennung
nd unseren Dank zum Ausdruck zu bringen, hat das Ortskartel
eschlossen, Sie zu seinem Ehrenvorsitzenden hiermit zu ernennen.
Lebhafte Zustimmung.) Meine D. u. H. es ist mir dringendes
zedürfnis, weiter denen zu danken, die zum guten Gelingen
inserer Veranstaltungen, insbesondere des heutigen Abends, bei⸗
esteuert haben. Ich nenne die Stadtverwaltung Kreifeld, Herrn
ßeneralmusikdirektor Dr. Siegel und seine Künstler vom Städt.
Irchester, den Lehrer- und Lehretinnen-Gesangverein und selnen
eschätzten Leiter, Hetrn Musikdirektor Oudille, sowie die übrigen
Zünstler, die sich in den Dienst des heutigen Abends gestellt
zaben, nicht zuletzt die Kollegen und Mitarbeiter, die in langer
ind gründlicher Arbeit die Vorbereitungen für unsere Veran—
taltungen geleistet haben. Ihnen allen sei von dieser Stelle aus
zerzlichstet Dank gesagt. Ich wünsche und hoffe, daß der heutige
Abend, herausgehoben aus dem Alltagsgetriebe, Ihnen einige
rohe Stunden bereiten wird, deren Sie sich noch oft und gern
rinnern. Und nun, meine S. u. D. lassen Sie mich ganz kurs
inen Gedanken weiterspinnen, der m. E. heute nicht unausge⸗
prochen bleiben darf. Zum ersten Male seit Bestehen des D. B.
B. hat sich der Rheinische Beamtentag auf freiem deutschen
ßoden zu seinen Beratungen versammelt. Diese Tatsache gibt
nir Veranlassung, des Vaterlandes zu gedenken, dem in den ver—⸗
zangenen Jahren unsere bange Sorge, aber dafür um so mehr
infere gange Kraft und Arbeit galt. Ihm heute den schuldigen
Tribut zu zollen, ist mir — und wie ich annehmen darf — auch
Ihnen Herzenspflicht. So bitte ich Sie denn, sich von Ihren
Sitzen zu erheben und mit mir einzustimmen in den Rufßf:
Deutschland, unser geliebtes Vaterland, es lebe hoch!
Freudig stimmt die Versammlung in das Hoch ein, um dann
nit Begeisterung das Deutschlandlied zu singen.
Der Rest des Abends ist ausgefüllt mit weiteren hervorragen⸗
»en Darbietungen des Orchesters, des Gesangvereins und einer
„Bunten Bühne“ unter Mitwirkung von Mitgliedern des Stadt⸗
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