Full text : 2.1927 (0002)

Vorlesungen auch bereits einige Sondervorlesungen vor—
sehen. Hoffentlich bleibt auch im zweiten Semester das In⸗
teresse aller Teilnehmer gleich rege.
Mit der Gründung einer Beamtenbank hat sich die
Bundesleitung neben dem Vorstand und Ausschuß ernstlich
weiter beschäftigt. Grundsätzlich herrscht Einverständnis,
daß die Beamtenbank gegründet werden soll. Es werden
jetzt noch einige Fragen allgemeiner Natur ret von
deren Beantwortung die Einrichtung der Bank abhängt.
Wir hoffen, daß wir noch alle im Wege stehenden Schwierig⸗
leiten ney und mit der Gründung der saarländischen
Beamtenbank bald Ernst machen können, damit auch diese
segensreiche Einrichtung unserer Beamtenschaft zugute kom⸗
nen kann. Ueber Einzelheiten werden wir gelegentlich
weiter berichten.

Unsere Bauaktion nimmt ihren Fortgang. Die Darlehen
aus dem Pensionsfonds werden weiter ausgegeben. Immer
noch werden uns Härten geklagt, die ihren Grund zum Teil
in dem veränderten Frankenstande, zum Teil in Mißver—⸗
tändnissen anläßlich der Gesuchserledigung haben. Demnächst
werden wir einmal an Hand von amtlichen Zahlen das
ganze Bauprogramm beleuchten. In der Zwischenzeit haben
wir uns auch nach anderen Möglichkeiten umgeschaut. Die
Baulust ist ja gewaltig gestiegen; und der Drang nach dem
Eigenheim wächst zusehends. Augenblicklich verfolgen wir
mit Interesse die Beratungen des Reichstages über das
Beamten-Heimstättengesetz. Mit der Berliner
Zentralstelle stehen wir in Verbindung; desgleichen ist hier
hereits der erste Schritt getan, damit das Gesetz nach seiner
Verabschiedung auch bei uns zur Anwendung kommt. Ueber
Finzelheiten berichten wir später.
Die Krankenkasse ist noch nicht eingeführt. Endlos lange
ziehen sich die Vorarbeiten und die Beratungen der Per—⸗
sonalkommission hin. Wir sprechen den dringenden Wunsch
hier erneut aus, daß nun endlich hiermit ernst gemacht
werde. Der vorgesehene Entwurf befriedigt uns nicht. Was
geplant ist, bedeutet im Höchstfalle eine Beteiligung der
Gruppen 15VII. Die mittlere und höhere Beamtenschaft
wird für die vorgesehene Krankenkasse nicht in — kom⸗
men, da sie augenblicklich schon an Kassen beteiligt ist, die
hedeutend günstiger ausgebaut sind als die geplante Kasse.
Hier können wir immer nur unsere alte Forderung er—⸗

Vereinigung der Eisenbahn⸗BVeamten des Saargebietes.
Fachgruppe der Weichensteller, Bahnwärter und Anwärter.
Am Sonntag, den 19. Juni, nachmittags um 3 Uhr, findet aus⸗
nahmsweise unsere vierteljährliche Bezirksversammlung nicht im
Vereinslokal, sondern nebenan im Kolpinghause, St.
Johannerstraße 35, mit folgender Tages ordnung statt:
WVerlesen der letzten Niederschriften, zu 1. Verlesen der
Niederschrift der Bezirksversammlung, zu 2. Verlesen der
Riederschrift der außerordentl. Fachgruppenversammlung
vom 28. März 1027.
2. Neuregelung der Gliederungsbeiträge für Ort und Begirk.
z. Aussprache über die allgemeine Lage.
1. Festsetzung einer Entschädigung für Vorstandssitzungen im
Bezirk.
5. Verschiedenes.
Die dienstireien Kollegen werden gebeten, etwas zahlreicher

jeben: Man schaffe die deutsche Notstandsbeihilfe wie im
Keich, oder man gründe eine Krankenkasse, die allen Be—
imten Vorteile bietet. Auf die Unterstützungskasse der Ab—
eilung Volkswohlfahrt sei abermals hingewiesen; sie ist
nach dem Muster der Noistandsbeihilfe ausgebaut, aber —
)as sei ausdrücklich noch einmal gesagt — die deuische Not—
tandsbeihilfe ist sie nicht. Dazu fehlen ihr einige wesent—
iche Merkmale.
Immer noch ergehen an uns Anfragen wegen der außer⸗
jzewöhnlichen Unterstützungen durch die Betreuungsstellen.
zZur Vermeidung von Umwegen raten wir jedem Gesuch—
teller, seinen Antrag durch seine Verwaltung an
die Betreuungsstelle einzureichen. Wer nähere Angaben
zierzu wünscht, wende sich an unsere Geschäftsstelle.
Von der Reichsregierung haben wir nichts weiter mehr
jehört. Inm Saarausschuß sind wir selbständig ver—
reten. Eine Sitzung hat bislang noch nicht stattgefuünden.
Ddie Arbeiterbetreuung ist noch nicht abgeschlossen.
Ihr Ausgang wird bestimmend sein auch für die Betreuung
iller noch nicht bedachten Beamten und Angestellten. Auch
her werden wir unsere Mitglieder auf dem Laufenden
salten.

Das Programm des Beamtenbundes ist umfang- und
nhaltsreicher geworden, als es früher war. Von der rein
zeschäftsmäßigen Arbeitsfülle zeugt unsere ansehnliche Ge—
chäftsstelle, die mit einem Geschästsführer und drei Hilfs—
räften besetzt ist. Unser Beamtenbund ist zu einem gewich—
igen Faktor im öffentlichen Leben des Saargebieles ge—
porden. Möge seiner Arbeit auch weiterhin Erfolg ze
chieden sein! Karl Schneider.
Die Fortsetzung des Aufsatzes
„Ddie Kritik an der Inderziffer und an ihrer Anwendung“
mußte für die nächste Nummer zurückgestellt werden. In—
zwischen ist dem Wunsche des Beamtenbundes, bei der Fest—
etzung der Inderziffer der Stadt Saarbrücken mitwirken
zu dürfen, entsprochen worden. Die Beobachtungen bei der
Preiserhebung am 8. und 9. Juni sollen in dem Aufsatz noch
derwertet werden

ERBANDEN

Die Schriftleitung.

wie bisher in dieser Versammlung zu erscheinen. Zu unserm
zrößten Bedauern hatten die beiden letzten Versammlungen
inen schwachen Besuch aufzuweisen. Wir möchten die Kollegen
zufmerksam machen, doch mehr gewerkschaftlichen Geist zu zeigen
ind die Versammlungen reger zu besuchen. Es handelt sich doch
ruch um Lösung von Standes- und Interessenfragen, die nur
inter reger Beteiligung der Kollegen an den Versammlungen
zetätigt werden können. Wir appellieren deshalb nochmals an
den gewerkschaftlichen Geist unserer Kollegen. Zeigt Euch rührig,
hesucht die Versammlungen, wenn's nur möglich erscheint. Der
VBorstand allein kann nicht alle Fragen lösen, er bedarf der Mit—
virkung aller Mitglieder, darum zeigt mehr Standesbewußtsein
zurch stärkeren Besuch der Verfammlungen und regere Beteili—
zung an der Lösung wichtiger Berufsfragen.
Mit kollegialem Gruß
Hoffmann. Krämer.

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