Full text : 2.1927 (0002)

Preußens Stellung zur Besoldungsreform.
Der preußische Finanzminister gab einer Vertretung des
Landesverbandes der höheren Beamten gegenüber zur Be—⸗—
oldungsfrage folgende Ertlärung ab:
1. Die Notlage der Beamtenschaft, insbesondere auch der
höheren Beamten, werde von ihm voll anerkannt.
Baldige Abhilfe sei notwendig, und der Termin des
Inkrafttretens der neuen Bestimmungen müsse zwecks
Beseitigung der bestehenden Unsicherheit und Unruhe
zaldmöglichst festgelegt werden.
Die Eingruppierung der gesamten höheren Beamten-—
schaft in eine Normalgruppe halte er für zweckmäßig.
Der Aufstieg innerhalb dieser Normalgruppe solle nach
dem Dienstalter erfolgen. Die Quotisierung (Sechste—
ung) sei zu beseitigen.
Die Frage, ob Stellenzulagen oder Beförderungsgrup—
pen zu wählen seien, sei noch nicht entschieden. Hier⸗
über schwebten zurzeit Verhandlungen innerhalb der
Regierung.
Die Notwendigkeit der Erhöhung des Wohnungsgeld—
zuschusses, entsprechend dem Wohnungsbedürfnis der
jöheren Beamten, sei anzuerkennen.
Er werde im Auge behalten, daß nicht etwa durch Ab—⸗
schaffung der Sonderzuschläge bei Einführung der Be—
oldungsreform die beabsichtigten Wirkungen derselben
oereitelt würden.
Eine Abschaffung der Sozialzul. sei zurzeit unmöglich.
Die Frage der Anrechnung der Studienzeit bei Fesi—
setzung des Besodungsdienstalters werde von ihm einer
eingehenden Prüfung unterzogen werden.
Zu der von den Vertretern des Landesverbandes vor⸗
getragenen Forderung der Erreichung des Friedens—
realgehalts erklärte der Minister, daß dieses auch von
ihm als dringend erwünscht bezeichnetes Ziel zuͤrzeit
nach Lage der preußischen Finanzen in vollem Umfange
eider nicht erreichbar sei.
Philologen und Besoldungsreform.
Tagung des Deutschen Philologenverbandes.
Der Deufsche Philologenverband lädt für

Jur ein Mal im Leben

schaffen Sie sich Ihre Bestecke und Tafelgeräte an
und wählen natürlich die Marke, welche Inen eine
unübertroffene Qualität verbürsgt:

Marbe: DEeSTAER

afelbestecko dieser Marke besitzen eine garanierte
 Silberauflage von IOO g Feinsilber (I00/0 mehr
als dio bestbekannten Marken und sind daher in
Verbindung mit der Ia weiben, stahlharten Alpaka-Anterlage
 und deor doppolten Handpolitur da
harvorranendsate Esshestech
fũr jeden bess eren Haushalt.

Verlangen Sle umgehend Katalog
mit den bedeutend reduz. Preisen
Auf Wonach veitgehendste Zahlungserleichterun
ohne Aufschlag auf die Katalogpreise.

dnn e
Comptoĩr Maxima
Abt.: Besteckversand. Alter Weinmarkt 22.
Strasshurg 129

den 9. bis 11. Juni d. Is. zu seinem 10. Verbandetag
iach Dresden ein. Auf der Tagesordnung sichit
i. a. die Beratung von Standesfragen der deut—
chen Philologenschaft, ferner der gegenwärtigen
rage des deuischen höheren Schulwesens.
die letztere Beratung klingt aus in einem für die öffent⸗
iche Hauptversammlung anberaumten Festvortra g des
Iberstudiendirektors Lisc. Dr. Keßler-Düsseldorf
iber die Rulturaufgaben der höheren Schule. Das
neiste Interesse dürfte jedoch die Behandlung des The—
nas: „Kampf der deutschen Philologen um
ine gerechte Besoldung“ erregen. Zum Refe—
enten ist Studienrat Dr. Bohlen besiellt, der die—
er Tage im „Deutschen Philologenblatt“ eine längere Dar—
tellung veröffentlichte in der er im Gegensatz zum
D. B. B. die Beibehaltung des bisherigen Gruppen⸗
ystems ablehnt, und namenilich das Sammelurium“
 der Gruppe X verurteilt, in der bekanntlich das
ogen. mittlere mit dem höheren Beamtentum zusanmenrifft,
 was Herrn Dr. Bohlen sichtlich auf die Nerven fällt.
MNan wird sich daher leicht vorstellen können, was man
»on seinem Referat auf der deutschen Philologentagung zu
rwarten hat. Hoffentlich aber werden sich auch in de⸗
eutschen Philologenschafi Männer finden, die sozial und
nodern genug denken, um das Gefährliche einer solchen
Politik zu erkennen, und sie infolgedessen zu verhindern
gewillt sind
Neuregelung der bremischen Besoldung.
Wegfall der Quotisierung.
Aehnlich wie in Hamburg, Sachsen und Thüringen ist
iunmehr auch in Bremen gemäß eines am 6. Maĩ 1927
»on der Bürgerschaft verabschiedeten Gesetzes, die bishet
estehende Besoldungsordnung geändert worden. Vor
illem ist die Gruppe II völlig verschwunden. Ganz beson—
ders interessant ist, daß sämtliche Anstellungen und Be—
örderungen von Beamten mit Wirkung vom 1. November
926 vorzunehmen sind. Das Endgehalt der Aufrückungs⸗
gruppen wird künftig erreicht beim Aufrücken von

e Pi

—

A..
—E
BærUSn MVZLBEBR

—— —
Billiasstæ gemeinnũtzige Versicherungsaustait zür
Beamte, Geistliche, Lehrer usw.
PAUSChGAIVOrSiIChcFUBMSAH.
dos ges amten Haushalts in einer Summs
untor qdünstigstönvVersicherungsbedingungen;
N Feuer und Enbruch nur je 40 Ps. F
einschllesallen Verslcharunussteuer
fũr das Jahr u. Tausend der Versicherungssummeèé
Jonnoe jegliche Nehengehühren
BBIC SCI LersSicherung der en
on AMassenmiallesern le
501 — ———
Vermittlung von Gebaude-,, Umzugs-, Reisegepuck·
 — zu niedrigsten Sätzen.

Ausführl. Druckschriften und Antragsstormulare durch
Vertrauenspersonen und Vorstand der Kasse
A E BUGHhPCSSA-ACFEer 12.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.