Full text : 2.1927 (0002)

AUSDEMNVERBANDEN

Bericht
über die Hauptversammlung des Kreisvereins Ottweiler⸗
St. Wendel des Verbandes der Gemeindebeamten und
Angeftellten des Saargebiets am 25. 5. 27 in Reunkirchen.
Als Tagungsort für die diesjährige Hauptversammlung
des Kreisvereins war Neunkirchen ausgewählt worden.
Die Ortsgruppe Neunkirchen ist heute die stärkste Gruppe
im Kreisverein und hat in letzter Zeit dank der rührigen
Werbetätigkeit der dortigen Mitglieder einen recht beträcht—
lichen Zuwachs erfahren.
Der 1. Vorsitzende des Kreisvereins Ottweiler-St. Wen—
del, Herr Verwaltungsamtmann Gerhartz-Illingen, eröff—
net die erfreulicherweise gut besuchte Versammlung Er
dankt den Anwesenden für ihr zahlreiches Erscheinen und
zibt der Hoffnung Ausdruck, daß die Tagung des Kreis—
vereins ersprießliche Arbeit zum Gesamtwohl des Kom—
munalbeamtenstandes leisten möge. Er erstattet dann den
Beschäftsbericht des letzten Jahres. Erwähnt seien die
verschiedenen Sitzungen innerhalb der einzelnen Ortsgrup—
pen, sowie die Zusammenkünfte des Kreisvereinsvorstan—
des und die Teilnahme des Vorsitzenden und der übrigen
Vorstandsmitglieder an den zahlreichen Sitzungen des
Verbandsvorstandes des Vorstandes und des Ausschusses
des Beamtenbundes.
In diesem Zusammenhang kommt der Vorsitzende auf
die derzeitige Lage zu sprechen und beleuchtet insbeson—
dere die Notlage der Kommunalbeamtenschaft infolge des
jüngsten Gehaltsabbaues, eine Maßnahme, die mit Ent—⸗
rüstung zurückgewiesen wird, und die auch keineswegs ge⸗—
eignet ist, in der heutigen Zeit der wirtschaftlichen Schwie—
rigkeiten die Arbeitsfreudigkeit der davon empfindlich ge—
roffenen Beamtenschaft zu fördern.
In Ergänzung dieser Ausführungen gibt der Verbandsvorsitzende,
 Herr Stadtamtmann Berg Saarbrücken, eine
genaue Darstellung der augenblicklich die Rommunalbeam—⸗
tenschaft am meist interessierenden Gebiete. Er geht aus
don der sogen. „Betreuungsaktion“ und schildert die Be—
mühungen des Verbandes, diese Zuwendungen auch für
die Kommunalbeamten zu bekommen. Die vor den beiden
Verwaltungsinstanzen schwebenden Klagen sind bis jetzt
noch nicht entschieden.
Ueber die Frage des „Gehaltsabbaus“ gibt Herr Berg
senntnis von der Tätigkeit des Verbandes des Beamten.
»undes und der Arbeitsgemeinschaft, den Abbau zu ver⸗
hindern. Die Einzelheiten sind durch unsere Fachpresse

»ekannt. Von der Arbeitsgemeinschaft werden jetzt
Schritte in die Wege geleitet, daß die Errechnungsmethode
ür den Umrechnungsfaktor seitens der Regierungskom—
nission endlich richtig gestellt wird, so daß der Multipli—
ator den wahren wirtschaftlichen Verhältnissen im Saar—
gebiet entspricht.
Weiter berichtet der Verbandsvorsitzende über die Be—
nühungen des Verbandes, daß von der Regierungskom—
mission die Neugruppierung der Kommunalbeamten in
Anwendung des Baden-Badener Gruppenvergleichs vor—⸗
zenommen wird. Persönliche Vorstellungen bei den maß⸗
gsebenden Stellen der Regierung berechtigen zu der An⸗
iahme, daß die Verabschiedung der Richtlinien in nächster
zeit vorgenommen wird. Ein schnelleres Arbeiten wäre
m Interesse der Kommunalbeamtenschaft dringend au
vünschen.
Zum Schlusse ermahnt der Verbandsvorsitzende die An⸗
vesenden, treu zu ihrer Interessenvertretung zu stehen,
dem Verband Vertrauen zu schenken, damit in einer ge—
chlossenen Front an die Lösung der oftmals schwierigen
Aufgaben herangetreten werden kann.
Der Kassierer gibt dann einen Ueberblick über die Kassen—
derhältnisse des Kreisvereins. Nach einem kurzen Bericht
der gewählten Kassenprüfer wird dem Kassierer Entla—
tung erteilt. Hervorgehoben sei noch die erfreuliche Tat—
ache, daß nach dem Bericht des Kassierers der Kreisverein
inen Zuwachs von 80 Mitgliedern zu verzeichnen hat.
Die Vorstandswahl und die Wahl der Vertrauensleute
te. ergab die einstimmige Wiederwahl der bisherigen
Funktionäre. Der Ehrenvorsitzende, Herr Kreisbaumeister
Ertz⸗Ottweiler, sprach dem bisherigen und wiedergewähl⸗
en Vorsitzenden im Namen der Mitglieder den Dank für
die geleistete, opferwillige Arbeit aus. Der beste Beweis
der Dankbarkeit sei die einstimmige Wiederwahl seiner
berson zum 1. Vorsitzenden. Herr Verwaltungsamtmann
gerhartz dankt für das ihm bewiesene Vertrauen und ver—
pricht, so wie bisher, seine ganze Kraft in den Dienst
usserer Sache zu stellen.
Hierauf hält der Geschäftsführer des Verbandes, Herr
Dr. Eisel, einen Vortrag über die geschichtliche Entwicung
des Verbandes im Saargebiet und des Verbandes der
dommunalbeamten und Angestellten Preußens. Er unter—
treicht dabei die unbedingte Notwendigkeit, die Beziehun⸗
gen zu unserer Organisation im Reich zu pflegen und zu
(Fortsetzung auf Seite 303.)

—

VWAILSIEIM-IOFPRAI

X*

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B

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—IIEIII

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M
            
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