Full text : 2.1927 (0002)

Teuerungszahl
der Sladt
Saarbrücken
im Monat
Fuli 19141*

Der
ßruppen⸗
Index
zeträgt:

Anteil
der
Bruppen

Anteil
am
Heneral⸗
Index

1.) Ernährung
A
3.) Wipun und
eleuchtung
4) Bekleidung
5.) Sonsti es
einschl. Ver⸗
tktehrsausgab.

945624,69
37,5 127,00
756 53,10
16,66 147,07

660,94
702,88
382,77

34,770/0
20.350 0
hz Bo/
—XX&

361,99
68,91
88,98
88,71

9, 280/0 68,52
Summa 171.07 asloGi.Alpf 100o/67. 11c
a Gesamtteuerungszahl im Monat Juli 1914.
b Gesamtteuerungszahl im Monat X.
Indexziffer der Gesamtlebenshaltungskosten im Monat x
NRun die Kritik.
Was soll der Lebenshaltungsinder darstellen?
Als am 1. Februar 1925 die Indexberechnung durch das
jetzt noch gültige Verfahren erweitert wurde, schrieb dazu
das Statistische Reichsamt in der Zeitschrift „Wirtschaft
und Statistik“ (1. Märzheft): „In dem Maße, wie sich
aach der Stabilisierung der Währung die Preisverhältnisse
onsolidierten, machte sich das Bedürfnis nach einer Ver—
feinerung des Index geltend. Es war erforderlich, einen
brauchbaren Vergleichsmaßstab mit dem Preisstand
der Vorkriegszeit zu gewinnen. Das Interesse
konzentrierte sich also immer mehr auf die absolute
höhe der Inderziffern, namentlich um die Löhne denen
der Vorkriegszeit in ihrer Kaufkraft gegenüberstellen zu
können. Für diesen Zweck war eine Inderziffer notwendig,
die möglichst sämtliche Lebenshaltungskosten berücksichtigte.
Es mußte demnach die Berechnungsgrundlage der Inderx—
ziffer, die bisher nur die wichtigsten Aufwendungen für die
Lebenshaltung, nämlich Ernährung, Wohnung, Heizung,
Beleuchtung und Bekleidung umfaßte, auch auf die son—
stigen Aufwendungen eines Haushalts ausgedehnt wer—
den.“
Wenn man ohne Kenntnis der Einzelheiten einer In—
dexrberechnung diese amtlichen Ausführungen, besonders
die Worte „Verfeinerung des Indexr“, „absolute Höhe der
Indexziffer“, „möglichst sämtliche Lebenshaltungskosten“
liest, kann der Glauben aufkommen, daß die jetzige Inder

1485 10965

Hautuũhel werden abgewehrt
Durch den Gebrauch von Steclkenpferd.
Jtecstenpferd-VFeise
Ae beste Lüenmilch-Seife. — Ueberall zu haben.

ziffer einen einwandfreien Maßstab für das Existenzmini—⸗
num darstelle. Diese irrtümliche Auffassung ist auch weit
oerbreitet. Bedauerlich ist nur, daß man sich sofort in
Arbeitgeberkreisen diese Auslegung zu eigen gemacht hat
Denn es ist Tatsache, daß Lohn- und Gehaltsregelungen
entscheidend auf der Indexziffer aufgebaut worden sind.
Ja, man ist sogar in einzelnen Fällen dazu übergegangen,
die Löhne und Gehälter über die neue Inderziffer umzu—
technen und so mit den Löhnen und Gehältern der Vor—
kriegszeit direkt zu vergleichen.
Einen einwandfreien Maßstab für das Existenuzminimum
fann die Indexrgziffer nicht abgeben!
Sie gibt kein zutreffendes Bild über die wirklichen
sosten der Lebenshaltung. Man sehe sich nur das wissen—
schaftliche Wertigkeitsschema der Erhebungsgruppe „Er—
iährung“ an. Was fehlt alles! Welche 5köpfige Familie
lebt genau im Rahmen dieser Lebensmittel? Aenderungen
der Lebensweise sind doch durch so vielerlei Umstände
»edingt! In einer Gegend werden viel Kartoffeln, in
iner anderen viel Mehlspeisen, in einer anderen viel
Weißbrot, in wieder einer anderen mehr Gemüse ver—⸗
»raucht. Ifst anderseits der Lebensmittelbedarf nicht ganz
iner individuellen Veranlagung unterworfen, usw.? Wie
st es aber, wenn sich gerade die Lebensmittel, die über die
Wertigkeitszahl der Indexberechnung verbraucht werden,
wßergewöhnlich verteuern? Bringt dann noch der Grup—
jeninder „Ernährung“ den tatsächlichen Ausgleich? Nein!
Noch manches andere wäre hier zu sagen. Ebensowenig
geben die übrigen Erhebungsgruppen, wie Wohnung, Be—
leidung usw. ein richtiges Bild einer Lebenshaltung.
Oder soll etwa das kulturelle Existenzminimum mit einer
Tageszeitung, 4 Reklamheften, 6 Bleistiften und 4 Plätzen
n einem Lichtspieltheater erfaßt sein!
Im Gegensatz zu den vorerwähnten irreführenden Aus—
ührungen in der vom Statistischen Reichsamt herausge—
gebenen Zeitschrift „Wirtschaft und Statistik“ hat der
Präsident des Statistischen Reichsamts in einer Presse—
konferenz am 6. März 1925 erklärt, daß es wesentlich sei—
daß der Reichsinder einen Bewegungsinderx, d. h. also,
ür Reallohnberechnungen nur einen Thermomeier abgeben
sönne, nicht etwa eine absolut richtige Maßziffer.
Blinn.

Fortsetzung folgt.

—VV—
* 4 44 * ß

he sehenswerte Hohbel AusstellIun; im 3 EtaSem
accccs] bimnen vuhtzen bente tenennn e lcnc
St. InSbhert David Rebejautzley sulzhach

— 204 —
            
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