8 —X9 —⏑ -.
Zeitschrift
des Beamtenbundes
des Saargebietes
Verantwortlich: Für den redaktionellen Teil Peter Hild, Saarbrücken 3, Neugrabenwegs 39; für den Reklame⸗ und
Anzeigenteil E. Pallmann, Saarbrücken 3. Dudweilerstraße 77, Fernsprecher 4334.
Geschäftsstelle des Beamfenbundes des Saargebietes: Saarbrücken 2. St. Johannerstt. 55,. Fernspr. 2055, Postscheckkonto 1700 Saarbtücken
Druck und Verlag: Saarbrücker Oruckerei und Verlag A.G., Saarbrücken 3, Fernsprecher 313053134 und 460—462.
Nummer 8
2. Jahrgang
Saarbrücken, den 15. Januar 19277
Besoloͤung. Gingret
ooeng und anͤ—⸗ es
Die Betreuungsaktion liegt hinter uns. In
einer besonderen Eingabe haben wir eine Beseitigung bezw.
Milderung der in Erscheinung getretenen Härten ange—
strebt. Ein erster Erfolg ist gleich in der ersten Woche im
neuen Jahr zu verzeichnen gewesen. Wie wir von zu—
verlässiger Seite erfahren, hat die Regierungskommission
am 65 FJanuar heschlossen, den Benachteiligten der
Gruppen 4 und 8 die schon im Juli v. Is. in Aussicht
gestellten 50 Mark au bewilligen, bzw. deren Auszahlung zu
genehmigen. In Trier war leider das Versehen passiert,
und die Ahrede stand nun hindernd im Wege. Trotzdem
haben Reichsssregierung und Regierungskommission sofort
den guten Willen zur nachträglichen Wiedergutmachung ge—
zeigt. Wir erkonnen gerne und dankbar an, daß der in der
Angelegenheit notwendig gewordene Notenwechsel beschleu—
nigt zu Ende geführt wurde, und daß die Enischeidung
schnell in befriedigender Weise gefallen ist. Die 1174 Be—
amten der Gruppe 4 und die 939 der Gruppe 8, insgesamt
also 2113, haben sich sicher auch nachträglich noch mit der
vielfach schon im Etat gestrichenen Zuwendung zefreut.
Als weiteren Erfolg durften wir verbuchen, daß die noch
aicht 253 Jahre alten, von der Regierungskommission
angestellten Beamten nachträglich auch noch bedacht wur den.
Wenn sie auch nur die Angestelltensätze erhalten haben, so
sind sie doch nicht als die Einzigen leer ausgegangen. Für
die beur laubten Beamten dieser Gruppe werden wir
heim Reiche vorstellig werden.
In der Rommunalbeamtenfrage konnte bis jetzt
nichts weiter erreicht werden. Eine Antwort auf diesen
Teil unserer Eingabe ist uns bis zur Stunde noch nicht zu—
gegangen; ebenso steht die Stellungnahme der Regierungs—
kommission au den Fragen der Lohnangestellten, der
Stichtaghärten efc. noch aus. Es kann aber festge—
stellt werden, daß man in der Pensionsangelegenheit und bei
Todesfällen in zeitlich nicht zu aroßer Entfernung vom fest⸗
gesetzten Stichtag bis jetzt human vorgegangen ist. Ebenso
hat man in der Kommunalbeamtenfrage insofern einen
Fortschritt zu erblicken, als wegen der Philologen und
onstigen Kehrer an städtischen höheren Schu—
en ein Natenwechsel mit der Reichsregierung eingeleitet
vurde mit dem Ziel. auch diese Beamten in die allgemeine
Betreuung nachträglich noch mit einzubeziehen. Sollte das
gelingen, dann wäre damit für das Vorgehen unserer Kolle—
zen vom Komba eine neue Hilfe geboten. Leider haben nur
die allerwenigsten Gemeinden von ihrem Betreuungsrecht
Bebrauch gemacht. Uns wurden Fölle mitgeteilt. wo
Staatsbeamte, die selhst Betreuungsgeld erhalten haben,
Us Gemeindevertreter die Betreuung der Kommunalbeam—
en abgelehnt haben. Sollten sich diese Mittei—
ungen bewahrheiten, dann könnte ein der;
art unkollegigales und kurzsichtiges Vor—
zgehen nur aufs schärste verurteilt werden.
Mittlerweile ist die Personalkommission in scharfem End—
purt an die endaültige Verabschiedung des Personaletats
ür das Jahr 1926 und die Eingruppierung herangegangen.
Soweit wir uns hahen vergewissern können, steht der Spruch
der Regierungskommission unmittelbar bevor, sodaß also
wohl noch im Laufe des Januar alle davon Betroffenen in
den Genuß dieser Maßnahmen kommen werden. Daß die
Neueingruppierung und alle sonstigen Personalveränderun—
gen rückwirkend ab April 1926 durchgeführt werden
müssen, ist angesichts der klaren Abmachungen von Baden—
Baden eine Selhstverständlichkeit. Wir sind zu der Fest—
stellung ermächtigt, daß man auch regierungsseitig
keineandere Aufassung vertritt.
In Erfüllung der Abrede von Baden Baden steht ein
veiteres Werk kurz vor dem Abschluß: Die Einführung
einer Krankenunterstützungskasse. Es hat lange gedauert,
bis auch diese Angelegenheit ins Rollen kam. Wir hoffen,
daß der Gutachter der Abteilung Volkswohlfahrt eine glück—
siche Hand gehabt hat, und daß das begrüßenswerte Wert
zur Zufriedenheit der Beamtenschaft ausfällt.
* — — 2
Bafschari rone
A — ** E
ist und bleibt die Qualats Zigarette
CADEVE. CRGRADETTEM
—VI 9 Aüseehl. u —X D—
48
98