Full text : 2.1927 (0002)

Die Wahrheit marschiert! — Die Regierungskommission renden Bevölkerung richten sich nunmehr auf den Handel
hat inzwischen zugegeben, daß der Abbau der Beamten- und suchen hier Verständnis für die Lage der Arbeitneh—
gehälter zu Unrecht erfolgt ist!! Sie hat endlich eingestan-⸗ merschaft.
den, daß die nach der bisherigen Methode festgesetzten Be⸗ Gewiß sind seit Ottober 1926 Preissenkungen vorge—
intengehälter den tatsächlichen Teuerungsverhältnissen nommen worden, die im Durchschnitt 10 Prozent betra—
in Saargebiet nicht entsprechen!! zen dürften. Auch im letzten Vierteljahr wurden einige
Barhndeshe gegen hen hat die Regierungstommis. tuehid eepogetthteauigeren de degegunee
ion dieses Eingeständnis gema orn sion ugtuung men
i1 19274 Diese Preissenkungen erscheinen aber nicht ausreichend.
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Nnber den oe 353 ist an deleann — sßerade bei den Artikeln, die für die arbeitende Bevölke—
ige gierungstommission folgende ung herer de, ge ee rem ist d Fonenh
9 zf⸗20 damu noch ungenügend. Die Regierungskommission richtet
„Die Prüfung der wirtschaftlichen weg der eve zaher an alle Kreise des Handels die dringende Bitte,
rung des Saargebietes, wie sie sich auf Grund der e urch ihrerseits im allgemeinen Interefse Opferdereitschafi
ren Entwicklung der Einkommensverhältnisse gesftaltet beweifen im für die brren ne ne
zat, führte die Regierungskommission zwangslaufig zur meine heri ißsent 8
In, * Ange- lemeine, rhebliche Preissenkung eintreten zu lassen
Prüfumg der Frage: Fann die Bepo prnn In Bezug auf den Handel mit Gegenständen des täg—
messenen Preisen ihren Bedarf, besonders an egen ive ichen Bedarfs und mit Lebensmitteln, sei ganz besonders
den des täglichen Bedarfs und Lebensmitteln decken? Lei— eee mit Fehenemiin n andee
der lonnte diese Frage wicht durchmeg. beiant merden Der rsiendeetedan eimanrhtgatuüatnens
Regierungskommission sieht sich daher genötigt, die Auf⸗ een ae eeeennree
merlsamteit des Handels auf die Notwendiakeit namhaf—⸗ —5— e eez elee,
er Presenungen zu lenten — etes, die den Line höheren Preife für diese Ärtikel abzusordern, als
Die,, Arbeitnehmerschaft des Saargebietes, die den den benachbarten Gegenden des gemeinsamen Zou
hauptbestandteil der Bevölkerung ausmacht, hat im In—⸗ bietes. VBedauercliche weif der 2
p — — r gebietes. edauerlicherweise muß aber immer wieder
eresse der Erhaltung der saarläͤndischen Wirtschaft eine Lstgestelit werden, daß in den bentchaen Siadten (wie
nicht unwesentliche Herabsetzung ihres Einkommens hin—⸗ Neß und Straßburgh der Fonfument vbilligee Vreise be
nehmen mugen loh den sur Mb 38 Proz ahlt als im Saargebiet.
Die Bergarbeiterlöhne wurden für März um 38 Proz. Die Regierungskommission wendet sich daher an den
für April um weitere 15, Pros. und für Mai uanahe Broß⸗ und Kleinhandel mit der Bitte, zusammenwirken
um 17. Proz. Ensgesamt 7,2 Proz.) gesenkt. Die wwer, zu wollen, um in allernächster Zeit die unbedingt notwen—
ndustrie hat im März eine Lohnsenkung um 48 Proz. ab dig gewordene Sentung der Preife herbeizuführen und in
Mitte April um weitere 4 Proz. und ab, 1. Mai nochmals der Bevoditerung fuhlber du nachen
um 1,5 Proz. (insgesamt 10 Prozent) eintreten lassen. Was win die Regierufßgelommasston mit dem vor
Die weiterverarbeitende Industrie hat die Löhne ab es ernsezn i vor⸗
Nue Deil um Ve herabaesent Sie fordert vom Handel Preissenkungen!
Die Regierungskommission hat den ihr unterstellten Be⸗ r g
amten und Angestellten ab 1. Mai einen Gehaltsabbau Es ist nicht der Zweck dieser Zeilen zu prüfen, ob und
zon 8el Prozent auferlegen müssen. en Anan die Ireeder edeeee
Die arbeitnehmende Bevölkerung hat aber einen nicht mission berechtigt und eine Preissenkung im Handel mög—
uu bestreitenden Anspruch darauf, daß die Opfer, die im i i Desiwersandue n er e
Interesse der Erhaltung der saarländischen Wirtschaft ge—⸗ gqQu n qee — — —
gcht werden moössen nd un yr en eranen wer in einen Erfolg können d einstweilen ug giauben
den. Dementsprechend haben auch Industrie und Berg⸗ g — —
erwaltung ihren Anteil daran uüͤbernommen. Um auf Denn sei baang de chrei e n Fe
inen allgemeinen Preisabbau hinzuwirken, hat die Ree trichen und: die Preise für viele Gegenstän g
zierungẽkommisfion bereits die Eisenbahngütertarife ichen Bedarfs sind gestiegen.
herabgesetzt und läßt Erleichterungen in der Einkommen— Es ist derselbe Vorgang, wie er im Reich beobachte
teuergesetzgebung eintreten. Eine entsprechende Verord- verden konnte. Nach der Festigung der Währung hatte
nung ist bereits ausgearbeitet. Die Blicke der konsumie- die Reichsregierung eine aroße Preisabbauaktion einge—

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