ist, am meisten zur Volksbildungsarbeit geeignet. Von Sinheit unseres Lebens und führen darum auch nicht
seinem Standpunkte aus versuchen, sich ehrlich mit der ur Einheit. Wir reden so viel von —B
Welt auseinanderzusetzen, ist wahre Bildung. Sie will und Religion, weil wir sie in Wirklichkeit nicht haben.
gicht verständigen, wohl aber sich verstehen und dulden Anser Leben haben wir an die Sachen, an die Materie
lehren. ausgeliefert. Darum ist alle Gegenbewegung ein Kampf
Herr Direktor Beuerle schloß an die Gedanken des der Menschen um ihr Menschentum. Wir wollen nicht
derrn v. Erdberg an und arbeitete folgende Gedanken unter dem Schein der Demohratie von irgend einer
herqus: Die Voiksbildung ist ein Kind unserer Zeit, inbekannten Macht im politischen Leben dirigiert werden;
demnach ein Kind unserer Armut und unserer Not. Unser vir wollen uns nicht sinnlosen Formeln im Verkehr un—
Reichtum hat uns arm gemacht. Wir leben in einer Zeit erwerfen; wir wollen in unserer Arbeit und in unserem
zgewaltigen technischen Fortschrittes. Völker erwachen. Schaffen nicht zur Nummer werden. Jugendbewung, Sied—
uingeheunre Kräfte treten in das Weltwirischaftsleben ein ung und Bodenreform sind Formen dieses Kampfes, und
und haben bewirkt, daß das alte Europa auf technischem uuch die Vollshochschule muß mit in der Reihe genannt
Gebiet zum Teile schon überflügelt ist. Nationalen Ten- verden. Alle Arbeit in der Volkshochschule muß getan wer—
denzen stehen internationale Bestrebungen gegenüber. den unter dem Gesichtspunkt des Menschentums. Alle Re—
Während auf der einen Seite die Demokratie erstarkt, erviertheit, alles Nichtverstehen, muß überwunden wer—
setzen sich auf der anderen Seite absolute Kräfte rück- den, um die Schranken zu beseitigen, die heute noch in un—
ichtslos durch. Man hat 11000 Kilometer neuer Zollgren- eren Schulen und Hochschulen bestehen. Man strebt
zen in Europa errichtet, und doch sehnen sich die Menschen iberall dort nicht zur wahren Gemeinschaft, wo man sich
nach Zusammenfassung und Versöhnung (Weltkirchenkon- nn Wirklichkeit absondert. Darum muß die Volkshochsie
ferenzs. Wir fördern internationale Zusammenarbeit und ine Stätte der Belehrung, Besinnung und Samn lung sein
betonen das Nationale stärker als je. Wir haben unge- Sie lehnt Neutralität ab, wenn man darunter ein..—
heure Kräfte in unsere Wirtschaft eingespannt und fühlen tellungnehmen versteht. Ringen ist Menschenlos; abcr
uns doch schwach; wir produzieren gewaltige Massen und uille Dinge müssen getan werden im Geiste des Bruders
sind doch so arm. Wir wissen tausend Dinge und haben Mensch. In dem Bewußtsein der Freiheit, die tiefstes
die Kenntnis des Naheliegenden verloren und somit alle Bebundensein im Letzten bedeutet und in der Ablehnung
Verbindungen unseres Lebens auseinandergerissen. Wir jedes Sonderdienstes für bestimmte Parteien oder Grup—
elbst sind keine geschlossene Persönlichkeiten mehr. Uns ven will die Volkshochschule ihre Arbeit tun. Möge man
fehlt die Einheit. Beruf, Erholung, Sport und Kunstge- dem jungen Pflänzchen des Volkshochschulgedankens Ver—
nuß sind losgelöst von uns selbst, erwachsen nicht aus der trauen entgegenbringen. M.
DER VERTRETERTAG DER BEZEIRXSCGRUPPE RHEINLAND
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DES VERBANDES DER KOMMUNALBEAMIEN
UND ANOESTFILLTEN PRFUSSENS
am 7. und 8. Mai 1027 in Bonn
Lachender Maiensonnenschein grüßte von den sieben Nach kurzer Bewillkommnung durch den 1. Vorsitzenden
Bergen herab über den herrlichen Rhein, als wir uns der der Ortsgruüppe rauschte die Ouvertüre zur Oper „Fidelio“
Musenstadt Bonn näherten. Die Ortsgruppe Bonn des von Beethoven, vorgetragen vom Städtischen Orchester
Komba hatte die Freude, die Vertreter der rheinischen Be- Bonn unter persönlicher Leitung von Musikdirektor Hein—
zirksgruppe in den Mauern ihrer Stadt zu bewillkommnen. ich Sauer, an unser Ohr. Wundersam ergriffen waren die
Schon auf dem Bahnhof entbot sie uns ihren Gruß durch zuhörer von der gewältigen Einleitung zu dem einzigen
eine mit frischem Grün geschmückte Ehrenpforte. Der Wet- pernwerke Beethovens. War es Zufaäll, uns in diesem
tergott wußte, was sich gehörte. Er zeigte uns unseren Augenblick das tiefgründige Werk vom Hohen Lied der
deutschen Rhein in strahlendem Gewande jungen Früh- Treue dieses großen Sohnes der Stadt Bonn zu schenken?
lingsschönheit. Die mit Reben bedeckten Berge ragten frei Rein, es mußle so sein! Wir verstanden die Mahnung und
in den blauen Aether und unten sang Vater Rhein sein den Beweis rheinischer Treue und Einigkeit lieferte die
nurmelndes Lied, frei und stolz, wie einst! — Tagung selbst.
Den Auftakt zur Tagung bildete der von der Bonner Ernste und heitere Gesänge wechselten mit tiefempfunde—
Ortsgruppe veranstaltete Begrüßungsabend in den präch- tsen Vorträgen aus eigenen Dichtuͤngen eines Kollegen ab,
tigen Festsälen der Lese- und Erholungsgesellschaft. Die n dem besonders in einem Gedicht „Deutschtum am Rhein“
Ortsgruppe kann auf diese Veranstaltung stolz sein; sie hat die Treue der Rhein- und Saarländer zum deutschen Vater—
keine Mühe und Arbeit gescheut, den Kollegen den Auf- lande verherrlicht wurde. Rheinischer Frohsinn und rhei—
enthalt so angeneßm wie möglich au gestalten nifsche Freude würzten das Ganze so daß der eilende Zeiger—
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Die Seite ist mein Steæclenpferd.
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die beate LilienmilchSeife. — Uleberall zu hAben
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